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Jörg Sambeth

Zwischenfall in Seveso

Ein Tatsachenroman
Der Tatsachenroman über das, was vor, während und nach der Katastrophe von Seveso geschah. Die Gewissenserforschung eines verantwortlichen Managers.
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 13.90, €[A] 10.20
Sofort lieferbar
UT 394
288 Seiten
ISBN 978-3-293-20394-5

 
Voll Tatendrang tritt der aufstrebende Chemiker seine Stelle im Konzern an. Er will gute Arbeit leisten und Karriere machen. Zwar staunt er über die fremdartigen Sitten und Gebräuche auf den Direktionsetagen, aber die weit verzweigte Tätigkeit auf allen Kontinenten fasziniert ihn. In einigen der Fabriken fallen ihm gefährliche Missstände auf und er fordert Maßnahmen. Seltsame Produktionsverfahren machen ihn nachdenklich. Da explodiert an einem Samstag in einer italienischen Fabrik, für die er verantwortlich ist, der Reaktor. Ein rätselhaftes Gift breitet sich in der Umgebung aus. Was ist wirklich geschehen? Die Konzernleitung gerät in Panik und befiehlt ihm zu schweigen.
Was soll er tun? Was darf er tun? Wo liegt seine eigene Schuld? Über Nacht fühlt er sich verantwortlich für die größte Umweltkatastrophe, die bis dahin in Europa geschah.
Jörg Sambeth hat über seine Erlebnisse einen Tatsachenroman aus dem Innenleben eines Weltkonzerns geschrieben.

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Zur Erinnerung: »Seveso«
Am 10. Juli 1976 explodiert ein Reaktor der Chemiefabrik Icmesa beim norditalienischen Städtchen Seveso. Eine weiße Wolke tritt aus, die einen üblen Geruch verbreitet. Tagelang beschwichtigen die Verantwortlichen. Dann geben sie bekannt, dass neben Trichlorphenol auch hochgiftiges Dioxin ausgetreten ist. Erst zwei Wochen nach dem Unfall ist das Ausmaß der Katastrophe so weit geklärt, dass die Bevölkerung evakuiert wird. 15000 Quadratkilometer, auf denen 37000 Menschen lebten, sind verseucht. Zehntausende von Vögeln und Haustiere verenden. In den Folgejahren werden 77000 Nutztiere getötet. 447 Menschen, vor allem Kinder, leiden an Hautverätzungen. Da vermutet wird, dass Dioxin Embryonen schädigt, brechen viele Frauen ihre Schwangerschaft ab. Offiziell bezahlt die Firma Hoffmann-La Roche 350 Millionen Franken an Private und Behörden für Dekontaminierung und Wiedergutmachung. »Seveso« war der bis dahin schwerste Chemieunfall in Europa und wurde zum Symbol.

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Bibliografie

Originalsprache: Deutsch
Erstauflage: 6.6.2007
Auflage: 1