Asli Erdogan

Asli Erdogan, geboren 1967 in Istanbul, studierte Informatik und Physik und arbeitete einige Jahre als Physikerin am CERN bei Genf, ehe sie diese Karriere aufgab und sich auf das Schreiben konzentrierte. 2010 wurde sie mit dem bedeutendsten Literaturpreis der Türkei ausgezeichnet. In ihren Werken erkundet sie stets das Fremde, das Andere vor dem Hintergrund der türkischen Gesellschaft und der globalen Entwicklungen. Asli Erdogan lebt in Istanbul.

Ausführliche Biografie

Asli Erdogan, geboren 1967 in Istanbul, studierte Informatik und Physik an der Bosporus-Universität in Istanbul. Von 1991 bis 1993 arbeitete sie als Physikerin am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, in der Schweiz. Schon damals schrieb sie literarische Texte.

1990 gewann Asli Erdogan den viel beachteten Yunus-Nadi-Preis. Vier Jahre später gab sie ihre Karriere als Physikerin auf. 1994 erschien ihr erster Roman Kabuk Adam. Nach einem Aufenthalt in Rio de Janeiro, dem die Inspiration für ihren Roman Die Stadt mit der roten Pelerine entsprang, kehrte sie in die Türkei zurück und konzentrierte sich ganz auf das Schreiben. Seither lebt sie als freie Schriftstellerin in Istanbul. 2010 erhielt Asli Erdogan für ihren Roman Tas Bin den Sait-Faik-Literaturpreis, den bedeutendsten Literaturpreis der Türkei.

Erdogan ist Mitglied des PEN und der türkischen Schriftstellervereinigung sowie Gründungsmitglied des Kunst- und Literaturforums von Diyarbakir, wo sie regelmäßig Workshops, Seminare und Vorlesungen abhält. In ihren Werken erkundet sie stets das Fremde, das Andere vor dem Hintergrund der türkischen Gesellschaft und der globalen Entwicklungen. In ihren Romanen versucht sie, Erfahrungen wie Leid, Einsamkeit und Gewalt etwas entgegenzusetzen.

Stimmen

Asli Erdogan ist Weltbürgerin, eine junge Frau mit akademischen Hintergrund, die sich in kein traditionelles Moralkorsett mehr eingebunden fühlt. Endlich einmal wird gezeigt, dass türkische Frauen mit der gleichen Selbstverständlichkeit studieren, lesen, schreiben und in alle vier Weltgegenden reisen wie andere Frauen auch.

Monika Carbe, Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2008

Asli Erdogan zählt unbestritten zu den spannendsten Stimmen der jungen türkischen Literatur.

Karin E. Yesilada, Westdeutscher Rundfunk, Köln, 19.03.2008

Asli Erdogan ist eine unbequeme Dichterin, zu Hause wegen ihrer unkonventionellen Ansichten vom wichtigsten Blatt am Bosporus ›Hürriyet‹ auf Titelseiten diffamiert, kürt sie die französische Literaturzeitschrift ›Lire‹ zu einer der fünfzig wichtigsten Schriftstellerinnen der Zukunft.

Jochanan Shelliem, Norddeutscher Rundfunk, Hannover, 05.03.2008

Asli Erdogan ist eine Ingenieurin der menschlichen Seele.

Emin Karaca,

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