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Peter O’Donnell

Peter O’Donnell, geboren 1920 in London, ist der Erfinder von »Modesty Blaise«, ursprünglich einer Comicfigur. Die Serie, die erstmals 1963 in der Londoner Zeitung Evening Standard erschien, wurde zum Welterfolg. Neben den Comicszenarios schrieb Peter O’Donnell auch elf nicht minder erfolgreiche Romane mit Modesty Blaise. Er starb 2010 in Brighton.

Ausführliche Biografie

Peter O’Donnell wurde am 11. April 1920 in Lewisham, London, geboren.

Seine erste Erzählung verkaufte er im Alter von sechzehn Jahren, angeblich für 4 Shilling 10 Pence. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der O’Donnell als Funker mit der Army unter anderem ins damalige Persien führte (wo er ein Schlüsselerlebnis hatte: er begegnete einem kleinen Flüchtlingsmädchen, das die Vorlage für Modesty Blaise wurde), etablierte er sich als freier Autor. Er arbeitete als Ghostwriter, verfasste ein Theaterstück (Mr. Fothergill’s Murder) und schrieb für alle Arten von Zeitungen und Zeitschriften. Seit den frühen Fünfzigerjahren profilierte er sich zunehmend als Szenarist für Comicstrips, die in verschiedenen Tageszeitungen in Großbritannien erschienen und teilweise sehr lange Laufzeiten hatten. Zudem war er ein gesuchter Autor von so genannten romances, die in verschiedenen Frauenzeitschriften erschienen.

Am 13. Mai 1963 erschien der erste Modesty-Blaise-Comicstrip, allerdings nicht im Daily Express, für den er ursprünglich konzipiert war, sondern im Evening Standard. Die Modesty-Blaise-Strips wurden ununterbrochen, zeitweise in 42 Ländern, bis 2001 gedruckt, die allerletzte Episode erschien am 11. April 2001. Während der Arbeit am ersten Modesty-Blaise-Film (1966 unter der Regie von Joseph Losey und mit Monica Vitti als Modesty) tauchte die Idee eines Buchs zum Film auf. Von da an war die Erfolgswelle nicht mehr aufzuhalten. Es entstanden im Lauf der Jahre die elf weltweit berühmten und millionenfach verkauften Romane und zwei Sammlungen von Modesty-Blaise-Kurzgeschichten.

Inzwischen ist Modesty Blaise zu einem multimedialen Gesamtkunstwerk – Comic, Roman, Film, Fernsehen und Hörspiel – geworden, das weltweiten Kultstatus genießt. Modesty Blaise ist zu einem Phänomen avanciert, das über Jahrzehnte funktionierte und immer noch funktioniert. Manche Titel sind selbst antiquarisch nur schwer zu finden. Die Filmoption von Quentin Tarantino und die Eloge der »neo-feministischen« Schriftstellerin Lauren Henerson (»Am Anfang war Modesty Blaise. die Modesty-Romane sind besser geschrieben, besser ausgedacht und weit witziger als alle Action-Romane, die ich je gelesen habe ...«) beweisen die ungebrochene Begeisterung von Fachleuten und dem breiten Publikum.

Unter dem Pseudonym Madeleine Brent gelang es O’Donnell, sich eine zweite erfolgreiche Autoren-Identität zu erschaffen mit historischen Abenteuerromanen, bei denen grundsätzlich eine Heldin im Mittelpunkt steht.

Peter O’Donnell starb am 3. Mai 2010 im Alter von 90 Jahren in Brighton.

Stimmen

»Die Romane von O’Donnell sind zeitlos gut – sie hatten einfach eine Wiedergeburt verdient. Die Neuauflage hat enthusiastische Reaktionen hervorgerufen, auf der Krimi-Bestenliste kam sie sofort auf die vorderen Plätze und in vielen Zeitungen jubelten alte Fans, dass sie ihrer Modesty jetzt wieder begegnen dürfen.«

Andrea Fischer, Deutschland Radio Kultur, Berlin

»Peter O’Donnell ist ein Meister des (Schreib-) Handwerks. Er verfügt über eine knappe, scheinbar einfache Schreibe. O’Donnell zeichnet plastische, bemerkenswerte Charaktere, und auch Nebenfiguren erscheinen als eigenständige Persönlichkeiten. Er besitzt einen genauen Blick für imposante Schauplätze und absurd-komische Situationen. Action, Tempo und Spannung wechseln mit Momenten der Ruhe und Besinnlichkeit ab. O’Donnell erzeugt eine knisternde, atemlose Spannung, und meisterhaft gelingt es ihm, den Leser in seinen Bann zu ziehen – bis hin zu einem furiosen Finale.«

Claus Kerkhoff, Magazin X-Zine, Frankfurt

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    Werke von Peter O’Donnell

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    Von der Unterwelt Panamas in die Gluthitze der Sahara!
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    »Kult, purer Kult.« Tobias Gohlis, Die Zeit
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    »Die Abenteuer der Modesty Blaise glitzern mit ihrem subtilen Humor und ihren guten Plots. O’Donnell hat mit seiner sexy intelligenten Heldin schon vor vierzig Jahren eine Frau geschaffen, die dem heutigen postfeministischen Ideal entspricht.« Andrea Fischer, Tagesspiegel
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    Mit »Die Klaue des Drachen« startet die Neuausgabe der legendären Modesty-Blaise-Romane in überarbeiteten Übersetzungen