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Francisco Coloane Kap Hoorn »Im Land des Feuers, des Bluts und der Tränen klingt Coloanes Stimme wie der Wind.« Le Soir Vor dem unendlichen Horizont, in der Einsamkeit der Wildnis verfallen die Menschen auf Kap Hoorn dem grausamen Irrsinn. Mit seinem ausgeprägten Sinn für Tonlagen, mit seinem feinen Gespür für Figuren verleiht Coloane den vielschichtig gewebten Erzählungen eine ungeheuerliche Spannung. Frauen sind nicht nur Opfer, sondern werden geliebt und gehasst zugleich. Die Landschaft nimmt Gestalt an, ist Schauspielerin in einem Stück ohne Ende, das sich nie wiederholt, nie ermüdet. Nur die Tiere in ihrer Treue können manchmal die Einsamkeit erträglicher gestalten. Zusatzinformationen Francisco Coloane durchstreifte allein die großen weiten Ebenen im Süden Chiles, Patagoniens und Feuerlands, bevor er sich an den Schreibtisch setzte, denn er gehört nicht zu den Autoren, die sich damit begnügen, nur auf dem Papier große Abenteuer zu erleben.Francisco Coloane wird seit seiner Entdeckung im deutschprachigen Raum in einem Atemzug mit Pablo Neruda, Joseph Conrad und Hermann Melville ... » Mehr Leseprobe
»Über den Trümmern der niedergebrannten Kolonie lag ein bleiches Licht, das alles mit einem geheimnisvollen Zauber umgab, der nur da und dort vom finsteren Schatten eines unversehrten Hauses gestört wurde. Die Meerenge war von einer glitzernden Straße durchzogen, von einer Spur kleiner verzerrter, Spiegel, die im Nachtwind ... » Mehr »Eindringlich und wuchtig, gelegentlich auch sentimental und pathetisch beschwört Coloane ein karges, schroffes Land, das den Menschen nie zur Heimat wird, sondern eine Art Fegefeuer bleibt. In einer solchen Umgebung ist man nicht zu Hause, man harrt aus.« Georg Sütterlin Zürichsee-Zeitung Stäfa 11.11.2011 »Differenzierte Empfindungen, Zärtlichkeit unter liebenden oder Kameradschaft unter Schicksalsgefährten – das gibt es kaum in dieser Welt der Gewalt, wo ein Wortwechsel mehr Kraft kostet als ein Messerstich. Um so mehr fühlt man sich denen von Coloanes Helden verbunden, die ein wenig Menschlichkeit, Mitgefühl und Charakter bewahrt haben.« Rudolf von Bitter Neue Zürcher Zeitung »Coloanes Stimme ist wie der Wind. Doch er ruft ausgerechnet jenen zu, die ihn nicht hören.« Pierre Maury Le Soir 11.11.2011 »Abenteuer, Abenteuer, nichts anderes als die Suche nach einem verlorenen Paradies. Und wenn die Literatur genau dieses Bedürfnis befriedigt: sich ihm annähert und doch auch wieder entfernt, ist das nicht ein untröstliches Glück?« Frédéric Vitoux Le Nouvel Observateur 11.11.2011 »Von der ersten Erzählung an ist man gefangen von der Atmosphäre und dem Ton, den man heute nur noch selten in der Literatur antrifft.« Bruno de Cessole Le Figaro 11.11.2011 »Patagonien, Feuerland, Kap Hoorn, diese durch und durch raue Wildnis hat einen Dichter hervorgebracht, der erwachsenen Lesern den auf Erlebnis und Abenteuer hungrigen Blick der Kindheit zurückgibt, dabei aber mit dem Verstand eines erfahrenen Menschen spricht.« Robert Weichinger ORF »›Kap Hoorn‹ ist eine Sammlung von dichten, unheimlichen und auch bedrückenden Geschichten, die durch die Vielschichtigkeit eine ungeheure Spannung erwirken und den Leser sofort in ihren Bann ziehen.« SF2-Text »In den vierzehn Erzählungen des preisgekrönten Bandes ›Kap Hoorn‹ führt Coloane uns in die Welt des Abenteuers, der freiwillig erfahrenen oder auferzwungenen Einsamkeit, der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur vor der Kulisse des feuerländischen Ödlands, der unendlich weiten Ebenen Patagoniens oder des sturmgepeitschten Meeres.« Gabriele Eschweiler Basler Zeitung 11.11.2011 »Coloane beschreibt genau, was am Ende der Welt mit den Menschen passiert, er schildert die Wege und Fahrtrinnen, die Kanäle und Buchten an diesem kontinentalen Rand, wo der patagonische Zustand noch einmal auf die Spitze getrieben ist, dort, zwischen Magellanstraße und Beaglekanal, auf einsamen Außenposten und winzigen Inseln. Selbst von Weltkriegen dringen dorthin nur Gerüchte.« Eberhard Falcke Die Zeit »›Kap Hoorn‹ nennt sich ein grandioser Erzählband, im Original bereits 1941 erschienen. Schroffe Exkursionen an das Ende der Welt (Feuerland, Patagonien) und in die Zonen der Einsamkeit und des Irrsinns.« Kleine Zeitung 11.11.2011
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