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Juri Rytcheu Der letzte Schamane Die Tschuktschen-Saga Familiengeschichte, Epos des eigenen Volkes und Schöpfungsmythos verschmelzen in diesem Roman. »Meine Ahnentafel gleicht dem Tundragewächs Junëu - der Goldenen Wurzel, die fest in der Muttererde verankert ist. Sie sitzt nicht tief, denn der ewige Frost macht den Boden hart. Aber kein Sturm kann sie ausreißen, keine Kälte ihre Wurzeln abtöten. Genauso stelle ich mir meine Wurzeln vor, die ich in diesem Buch bis zu den frühsten Ursprüngen zu ergründen suche.« Zusatzinformationen Bis zurück zum ersten Menschen, der der Verbindung der Urmutter mit dem Wal entsprang, kann Juri Rytchëu seine Ahnenlinie zurückverfolgen. Seine Familiengeschichte ist zugleich die Saga des tschuktschischen Volkes. Denn von Generation zu Generation wurden seit Anbeginn der Zeiten die Taten, Verdienste und Schicksalsschläge weitergegeben. Leseprobe
Nach altem Brauch wird die Abstammung eines Menschen als Baum mit vielen verzweigten Ästen dargestellt. Wo ich geboren wurde, da wachsen kein Wald und keine hohen Bäume. Aber das heißt nicht, dass es dort überhaupt keine Pflanzen gibt. Es gibt sogar Birken, Zedern, Weiden, Erlen. Allerdings ragt die Krone des größten dieser »Bäume« nur wenige Zentimeter aus dem Erdboden. Meine Ahnentafel ... » Mehr »In dieser Saga erzählt Rytchëu vom Schöpfungsmythos seines Volkes, der Tschuktschen, schildert die Zeit vor unserer Zeit, erzählt vom Auftauchen der Menschen und vom Einbruch der Neuzeit in die arktische Unberührtheit und gibt Einblick auf seinen eigenen Stammbaum. Es sind Geschichten voller Wunder und Leben, packend, rührend und tiefsinnig — wunderbar.« Schweizer Familie 17.06.2004 »Diese Saga ist die Summe von Rytchëus literarischer Arbeit. >Der letzte Schamane< ist das Epos eines alten Volkes und ein Stück zeitgenössischer Literatur. Der Autor macht uns auf grandiose Weise mit Mythos und Realität, Aufstieg und Untergang einer Kultur bekannt, an deren Anfang der Wal und in deren Zentrum der Respekt vor der Natur stand.« Karl-Markus Gauss Süddeutsche Zeitung München 06.06.2003 »Der magische Realismus von García Márquez’, er hat sein Pendant im hohen Norden gefunden. Und der Zauber, der sich von beiden Büchern auf den Leser überträgt, ist der selbe. Lassen Sie sich von diesem Zauber einfangen …« Frank Schorneck Macondo 01.08.2002 »Juri Rytchëu spannt einen faszinierenden Bogen von der grauen Vorzeit zur Gegenwart. Beeindruckend und sehr lesenswert.« Monika Hitchman Blick Zürich 26.07.2002 »Rytchëu schildert die Traditionen mit anthropologischer Genauigkeit, von der Kleidung über die Bräuche bis zur Gefühlswelt. Er beschreibt die frühe Siedlungsgeschichte und schildert das fragwürdige Eindringen westlicher Kulturwerte. Ein bewegendes, packendes Buch, das tief in eine längst verlorene Welt blickt.« Maren Hoffmann Die Märkische Allgemeine 07.09.2002 »Rytchëu hat zugehört. Seine weit ausholende, in oralen Traditionen vermittelte Familienchronik ist aber auch der trefflichste Vorwand für eine engagierte Rekonstruktion der verschiedenen arktische Kulturen, besonders der Geschichte des Kulturkontakts zwischen den verschiedensten Völkern und Nationen. Gerade hier konkurriert er sehr erfolgreich mit den in Frage gestellten Genres der Wissenschaft. Seine ethnographischen und zugleich künstlerischen Aufnahmen der wesentlichen Handlungsweisen, Lebensformen und ihrer symbolischen Interpretation (der eigenen eben) können in dieser Kombination so schnell nicht übertroffen werden. (...) Hell und deutlich werden die Gesichter in diesem poetischen Roman. Er hilft, den Nebel zwischen unseren europäischen Klischees und den tschuktschischen Lebens- und Denkweisen ein wenig aufzulösen.« Martin Zähringer Literaturkritik.de Marburg 01.05.2003 »Rytchëus bisher dichtestes Werk. Es liest sich nicht nur spannend, sondern bietet auch jede Menge ethnologische Beschreibungen und geschichtliche Informationen, sowie eine gehörige Portion Kritik an den vermeintlich so zivilisierten Russen und Amerikanern.« Nelly Rech-Eirich WOXX Ex-Libris Luxembourg 01.06.2003 »Das Buch ist wie ein großer Gesang, ein Epos, das die Saga der Tschuktschen von den Uranfängen bis ins 20. Jahrhundert erzählt. Wie in allen großen Epen ist die Vorgeschichte nur in Legenden erzählbar, die erfassbare Zeit schon deutlicher, und die in Daten registrierte die konkreteste und zugleich schmerzvollste.« Sabine Neubert Neues Deutschland Berlin 09.05.2003 »Stellenweise sind Rytchëus archaische Schilderungen schlicht erschütternd und es berührt tief, wie die ›zivilisierte‹ Welt der Idylle den Garaus macht.« Urs Berger Biel-Benkemer Dorf-Zytig 31.01.2003 »So wie dieses Buch verbinden alle Romane Rytchëus den souveränen fiktiven Entwurf mit berichtenden Elementen, und wo der Autor zurückblickt, verlängert er die eigene Biographie in die Vergangenheit.« Verena Zimmermann Solothurner Zeitung 27.05.2003 10 von 25 angezeigt » Alle zeigen Eskimos auf der Weltausstellung in Chicago http://fly.hiwaay.net/~shancock/fair/text/eskimo.html Dieses Buch gehört zur ERSTEN GIPFELBIBLIOTHEK DER WELT http://www.gipfelbibliothek.com/sites/buecher/04schamane.htm Stimmen von Leserinnen und Lesern:
Bibliografie: Der letzte Schamane
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