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Leyla Erbil

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Angelika Gillitz-Acar

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Angelika Hoch

(Übersetzung)



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Türkei
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Türkische Bibliothek


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Hardcover
Roman
Aus dem Türkischen von Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch
Nachwort von Erika Glassen

Die Türkische Bibliothek wird herausgeben von Erika Glassen und Jens Peter Laut. Eine Initiative der Robert Bosch Stiftung
TÜRKISCHE BIBLIOTHEK208 Seiten

EUR 17.90  /
FR 27.90 
Dieser Titel ist vergriffen. Der Termin der Neuauflage ist unbestimmt.

Bibliografie



      


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Leyla Erbil

Eine seltsame Frau

Was bedeutet es, eine moderne Frau in Istanbul zu sein? Der erste Roman der türkischen Frauenliteratur ist brisant bis auf den heutigen Tag.


Die neunzehnjährige Studentin Nermin erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, erwachsen zu werden in einer Gesellschaft, die ihr ein traditionelles Frauenbild entgegenhält. Die Mutter keift, wenn sie zu spät nach Hause kommt, und verlangt Keuschheit bis zur Hochzeit. Also muss sie lügen und sich verstecken, wenn sie, wie all ihre Freundinnen, zu den Tanzpartys geht, sich verliebt, Liebeserklärungen entgegennimmt und abwehrt.
Die Erkundung ihres Ichs geht einher mit der Erforschung der Stadt. In den Istanbuler Cafés und Künstlerkneipen sucht sie Inspiration und Offenheit. Doch die etablierten Literaten verweigern ihr als Frau die intellektuelle Anerkennung. Sie schließt sich den linken Gruppen an. Doch bald spürt sie, die Hinwendung zum »Volk« ist abstrakt, einengend und trügerisch. Aber Nermin gibt die Hoffnung auf eine humanere Welt nicht auf.
Dieser Erstling brach durch seine offene Form und seine skandalöse Respektlosigkeit alle Tabus und wurde zum Skandal – aber auch zum Aufbruch der modernen Frauenliteratur in der Türkei.





Dokumente zu Eine seltsame Frau

Übersetzungsbericht:
Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch über Leyla Erbil.

»Wir strampeln uns im Tandem ab«
Erika Glassen: Nachwort zu »Eine seltsame Frau«

Selim Ileri: Interview mit Leylâ Erbil

Günil Özlem Ayaydin-Cebe: Eine seltsame Frau in einer seltsamen Stadt

Tülin Tinaz Tankut: Warum ist sie eine sonderbare Frau?




Rezensionen

»Viel geändert hat sich nicht seit den Fünfzigerjahren, in denen Leylâ Erbil die Studentin Nermin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und einem passenden Mann durch Istanbuls Boheme-Kneipen schickt. Auch im 21. Jahrhundert herrscht immer noch der Kleinkrieg um die Jungfräulichkeit und die Sorge, was die Nachbarn sagen könnten.«
       Sabine Ludwig   DED-Brief, Zeitschrift des Deutschen Entwicklungsdienstes Bonn   01.11.2006

»Verspielt, unbekümmert, nicht unkompliziert in Aufbau und Stil: ein eigenwilliger Blickwinkel der Autorin auf historische Details.«
       Caro Wiesauer   Kurier Wien   29.07.2006

»Stilistisch gehört dieses aus vier unterschiedlichen Abschnitten bestehende und sehr fesselnde Werk Erbils zur Avantgarde, der türkischen zumal. Es gibt Rückblenden mit Tiefendimension, einen inneren Monolog als Bewusstseinsstrom, diverse Perspektivwechsel, das ein oder andere plötzliche Abgleiten ins Surreale, Passagen, in denen die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischen. Und in der Sprache verstößt die Autorin, die in Istanbul englische Philologie studierte, ›bewusst gegen festgesetzte Normen‹, wie Glassen im Nachwort festhält.«
       Christian Ruf   Dresdner Neuste Nachrichten    10.06.2006

»Formexperiment und Handlungsstruktur hat Leylâ Erbil als fragiles Prosagebilde gestaltet, sodass weibliches Selbstbewusstsein inmitten männlicher Konventionen umso deutlicher wird.«
       Hans-Dieter Grünefeld   Der Standard Wien   07.04.2006

»Mit frappierender Offenheit und modernen Erzähltechniken wie surrealen Einblendungen und überraschenden Perspektivenwechseln gelingt es der Grande Dame der modernen türkischen Literatur, nach wie vor hoch aktuelle Fragen in zugleich unterhaltsamer und nachdenklich stimmender Weise zu thematisieren.«
       Elisabeth Mayerhofer   Österreichisches Bibliothekswerk Salzburg   31.03.2006

»Neu an diesem Roman waren freilich nicht nur die formal-stilistischen Elemente, sondern die Freizügigkeit, mit der die Autorin mit dem Thema Sex umging. Leyla Erbil gilt als Feministin und wendet sich in ihren Romanen gegen den sogenannten Osmanismus, das heißt die traditionellen patriarchalischen Verhältnisse in Familie und Staat.«
       Wolfgang Günter Lerch   Frankfurter Allgemeine Zeitung    01.02.2006

»Ein Roman, der unterschiedliche literarische Stile miteinander verbindet. Jedes Kapitel wirkt für sich geschlossen und die Verweisungen aufeinander werden erst durch die Betrachtung des gesamten Werkes deutlich.«
          Escape Hamburg   31.12.2005

»Vielschichtig in der Textur und ironisch im Ton präsentiert sich die erste Buchpublikation einer Frau der Türkischen Bibliothek.«
          Weiber Diwan Wien   31.12.2005

»Das Buch zieht die LeserInnen durch seine humorvoll und scharf beobachteten Konflikte in den Bann. Die Fragen, mit denen sich die Protagonistin quält, haben in ihrer Aktualität nichts eingebüsst und werden mit einem Augenzwinkern beschrieben.«
       Birgit Fritsch   FRAZ - Frauenzeitung Zürich   31.12.2005

»Bis zum Erscheinen der Erstausgabe 1971 galten zwei aktuelle Themenbereiche in der türkischen Öffentlichkeit als absolutes Tabu: die Frauenfrage und die Sexualität. So erregte der Roman, geschrieben von einer Frau, großes Aufsehen.«
          Verband Evanglischer Büchereien Darmstadt   31.12.2005

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Internet Links

Contemporary turkish literature: Leyla Erbil
     http://www.turkish-lit.boun.edu.tr/author.asp?CharSet=English&ID=121

Kültür Yayinlari: Leyla Erbil (Türkisch, mit Fotos)
     http://www.iskulturyayinlari.com.tr/yazarlar/leyla_erbil/kimdir.htm

Interviews mit Leyla Erbil (Türkisch)
     http://www.adanasanat.com/leyla_erbil/leyla_erbil_index.htm




Diskussion

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Bibliografie: Eine seltsame Frau

Verlag: Unionsverlag
Bindung: gebunden
208 Seiten
ISBN 3-293-10001-5
Erscheinungsdatum: 30.08.2005
Aktuelle Auflage: 1
Gewicht: g
Masse: x x
Originaltitel: Tuhaf Bir Kadin (Istanbul, 1971)
Originalsprache: Türkisch
Umschlag: Umscglagmotiv: Selçuk Demirel


Leyla Erbil
Eine seltsame Frau
Roman
Aus dem Türkischen von Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch
Nachwort von Erika Glassen

Die Türkische Bibliothek wird herausgeben von Erika Glassen und Jens Peter Laut. Eine Initiative der Robert Bosch Stiftung
TÜRKISCHE BIBLIOTHEK208 Seiten, gebunden
ISBN 3-293-10001-5

EUR 17.90  /
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