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Leyla Erbil Eine seltsame Frau Was bedeutet es, eine moderne Frau in Istanbul zu sein? Der erste Roman der türkischen Frauenliteratur ist brisant bis auf den heutigen Tag. Die neunzehnjährige Studentin Nermin erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, erwachsen zu werden in einer Gesellschaft, die ihr ein traditionelles Frauenbild entgegenhält. Die Mutter keift, wenn sie zu spät nach Hause kommt, und verlangt Keuschheit bis zur Hochzeit. Also muss sie lügen und sich verstecken, wenn sie, wie all ihre Freundinnen, zu den Tanzpartys geht, sich verliebt, Liebeserklärungen entgegennimmt und abwehrt. Dokumente zu Eine seltsame Frau Übersetzungsbericht:Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch über Leyla Erbil. »Wir strampeln uns im Tandem ab« Erika Glassen: Nachwort zu »Eine seltsame Frau« Selim Ileri: Interview mit Leylâ Erbil Günil Özlem Ayaydin-Cebe: Eine seltsame Frau in einer seltsamen Stadt Tülin Tinaz Tankut: Warum ist sie eine sonderbare Frau? »Viel geändert hat sich nicht seit den Fünfzigerjahren, in denen Leylâ Erbil die Studentin Nermin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und einem passenden Mann durch Istanbuls Boheme-Kneipen schickt. Auch im 21. Jahrhundert herrscht immer noch der Kleinkrieg um die Jungfräulichkeit und die Sorge, was die Nachbarn sagen könnten.« Sabine Ludwig DED-Brief, Zeitschrift des Deutschen Entwicklungsdienstes Bonn 01.11.2006 »Verspielt, unbekümmert, nicht unkompliziert in Aufbau und Stil: ein eigenwilliger Blickwinkel der Autorin auf historische Details.« Caro Wiesauer Kurier Wien 29.07.2006 »Stilistisch gehört dieses aus vier unterschiedlichen Abschnitten bestehende und sehr fesselnde Werk Erbils zur Avantgarde, der türkischen zumal. Es gibt Rückblenden mit Tiefendimension, einen inneren Monolog als Bewusstseinsstrom, diverse Perspektivwechsel, das ein oder andere plötzliche Abgleiten ins Surreale, Passagen, in denen die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischen. Und in der Sprache verstößt die Autorin, die in Istanbul englische Philologie studierte, ›bewusst gegen festgesetzte Normen‹, wie Glassen im Nachwort festhält.« Christian Ruf Dresdner Neuste Nachrichten 10.06.2006 »Formexperiment und Handlungsstruktur hat Leylâ Erbil als fragiles Prosagebilde gestaltet, sodass weibliches Selbstbewusstsein inmitten männlicher Konventionen umso deutlicher wird.« Hans-Dieter Grünefeld Der Standard Wien 07.04.2006 »Mit frappierender Offenheit und modernen Erzähltechniken wie surrealen Einblendungen und überraschenden Perspektivenwechseln gelingt es der Grande Dame der modernen türkischen Literatur, nach wie vor hoch aktuelle Fragen in zugleich unterhaltsamer und nachdenklich stimmender Weise zu thematisieren.« Elisabeth Mayerhofer Österreichisches Bibliothekswerk Salzburg 31.03.2006 »Neu an diesem Roman waren freilich nicht nur die formal-stilistischen Elemente, sondern die Freizügigkeit, mit der die Autorin mit dem Thema Sex umging. Leyla Erbil gilt als Feministin und wendet sich in ihren Romanen gegen den sogenannten Osmanismus, das heißt die traditionellen patriarchalischen Verhältnisse in Familie und Staat.« Wolfgang Günter Lerch Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.02.2006 »Ein Roman, der unterschiedliche literarische Stile miteinander verbindet. Jedes Kapitel wirkt für sich geschlossen und die Verweisungen aufeinander werden erst durch die Betrachtung des gesamten Werkes deutlich.« Escape Hamburg 31.12.2005 »Vielschichtig in der Textur und ironisch im Ton präsentiert sich die erste Buchpublikation einer Frau der Türkischen Bibliothek.« Weiber Diwan Wien 31.12.2005 »Das Buch zieht die LeserInnen durch seine humorvoll und scharf beobachteten Konflikte in den Bann. Die Fragen, mit denen sich die Protagonistin quält, haben in ihrer Aktualität nichts eingebüsst und werden mit einem Augenzwinkern beschrieben.« Birgit Fritsch FRAZ - Frauenzeitung Zürich 31.12.2005 »Bis zum Erscheinen der Erstausgabe 1971 galten zwei aktuelle Themenbereiche in der türkischen Öffentlichkeit als absolutes Tabu: die Frauenfrage und die Sexualität. So erregte der Roman, geschrieben von einer Frau, großes Aufsehen.« Verband Evanglischer Büchereien Darmstadt 31.12.2005 10 von 25 angezeigt » Alle zeigen Contemporary turkish literature: Leyla Erbil http://www.turkish-lit.boun.edu.tr/author.asp?CharSet=English&ID=121 Kültür Yayinlari: Leyla Erbil (Türkisch, mit Fotos) http://www.iskulturyayinlari.com.tr/yazarlar/leyla_erbil/kimdir.htm Interviews mit Leyla Erbil (Türkisch) http://www.adanasanat.com/leyla_erbil/leyla_erbil_index.htm
Bibliografie: Eine seltsame Frau
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