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Ahmet Ümit Nacht und Nebel Ein Roman aus dem Innersten des Geheimdienstes: Die Suche nach der verschwundenen Geliebten konfrontiert Sedat mit seiner eigenen Schuld. Mine, die heimliche Geliebte des Geheimdienstmitarbeiters Sedat, ist verschwunden. Er selbst hat bei der Aushebung eines Terroristenunterschlupfs kaltblütig auf Fliehende geschossen. Gibt es zwischen diesen beiden Ereignissen einen Zusammenhang? Sedat, der nur knapp einem Attentat entkommen ist, macht sich auf die Suche. Sie führt ihn in Istanbuls Künstlerszene, in die Schattenwelt der Kinderprostitution und Kleinstadtganoven. Kategorien wie »Gut« und »Böse« lösen sich auf. Das herrschende System verliert für Sedat Tag für Tag an Glaubwürdigkeit. Je näher er der Lösung des Falls kommt, desto mehr zerfällt seine Selbstsicherheit. In einem furiosen Finale bricht seine Lebenslüge zusammen. Ahmet Ümit: Warum ich ausgerechnet den Kriminalroman als Genre gewählt habe? Levend Yilmaz: Interview mit Ahmet Ümit Die türkische Presse über »Nacht und Nebel« »Die Situation der griechischsprachigen Minderheit und die Homosexuellen-Szene der Metropole Istanbul zeigen die Türkei, wie sie vielen noch unbekannt sein dürfte.« Özge und Ferda Ataman Spiegel online 25.10.2006 »Härte und Liebe, Vernichtung und Zärtlichkeit lässt Ahmet Ümit nicht nur in seinem Ermittler aufeinanderstoßen und miteinander kämpfen: Er zeigt die Spaltung des Landes und seines Rechtsbewusstseins, er hinterlässt interessierte, aufgeklärte Leserinnen und Leser. Allen Bibliotheken zu empfehlen.« Christina Gastager-Repolust Österreichisches Bibliothekswerk Salzburg 01.09.2006 »Ein packender Thriller, der die Atmosphäre und die erbarmungslosen politischen Kämpfe in der Türkei der Achtzigerjahre hautnah dem Leser nahebringt.« Lerke von Saalfeld Radio Bremen 31.05.2006 »Auch westliche Krimileser zwingt die Ambivalenz der Hauptfigur zum Nachdenken, sei es auch nur darüber, wie problemlos wir uns meist mit den unzähligen Kommissarinnen, Polizisten, mit Kommissaren befreundeten Dedektivinnen, ermittelnden Journalisten unserer Krimis identifizieren. Schon deshalb lohnt es sich, abgesehen von seinem unbestrittenen Unterhaltungswert, das Buch zu lesen.« Simone Gysin Sektor Erziehung Basel 01.05.2006 »Erlebte Rede und realistische Schilderung der sowohl geografisch als auch mental weit verzweigten Handlung hat Ahmet Ümit zu einer Krimisinfonie mit dem Risiko zur Lesesucht geformt. Sein Roman ist selbst eine literarisch-detektivische Untersuchung, in der grelle Spots auf einige Makel der türkischen Gesellschaft gerichet sind.« Hans-Dieter Grünefeld Der Standard Wien 07.04.2006 »Ein literarisch und politisch ambitionierter Krimi.« Marion Sedelmayer St. Michaelsbund/Borromäusverein München 31.03.2006 »Man greift nicht zu hoch, wenn man Ümit als türkischen Georges Simenon bezeichnet. Als unerbittlicher aber sympathischer Chronist seines Landes erteilt Ahmet Ümit hervorragenden Geschichtsunterricht über die heutige Türkei.« Br. Gerold Zenoni Kloster Einsiedeln 05.02.2006 »Ümit war kommunistischer Militanter und musste während des Militärputsches untertauchen. Literarisch schreiben konnte er erst, als er die Parteidogmen abgelegt hatte. Sein Ich-Erzähler Sedat zum Beispiel ist nicht nur Folterknecht, sondern auch als Ehebrecher leidenschaftlich, als Vater fürsorglich und als Ehemann verlässlich. Eine Weltanschauung, die das komplett erklären würde, gibt es nicht.« Kommune Frankfurt 02.02.2006 »Ahmet Ümit hat keine der üblichen klassischen Arbeiten des Genres geliefert, sondern einen Polit-Krimi, der offenkundig viel Autobiografisches aufarbeitet. Ümit war in seiner Jugend Anhänger der revolutionären Linken und hat sich später vom radikalen Gedankengut jener Jahre entfernt. Sein Held Sedat, der für den Geheimdienst arbeitet, gerät auf der Suche nach seiner verschwundenen Geliebten Mine in den Dschungel von Korruption, Gewalt, Halbwelt und politischem Gangstertum, für das die Türkei in der Mitte der Neunzigerjahre mit Skandalen genug Anschauungsstoff lieferte. Die Kategorien von Gut und Böse geraten durcheinander, der Roman wird zum Kaleidoskop einer zerrissenen Gesellschaft, deren Ordnung – für die der Protagonist arbeitete – auf (moralisch) tönernen Füßen steht.« Wolfgang Günter Lerch Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt a.M. 01.02.2006 »Der spannende Thriller führt durch ein kosmopolitisches Istanbul, in verschiedene Milieus und in die jüngste Geschichte des türkischen Staates: Dabei verknüpft Ümit geschickt die Charakterstudie eines alternden Polizisten mit der Kritik an erstarrten Strukturen in Polizei und Geheimdienst. Das überraschende Ende verblüfft selbst hartgesottene Krimileser.« Petra Klein Märkische Allgemeine Potsdam 24.01.2006 Rezension online einsehen 10 von 27 angezeigt » Alle zeigen Interview mit Ahmet Ümit (Buchkultur) http://www.buchkultur.net/start/buku/layout_interview_artikel.php?ID=91 Ahmet Ümit und der türkische Krimi http://www.arte-tv.com/de/kunst-musik/Buchmesse_20Frankfurt/999674.html Arte Weblog Buchmesse 2005: Wer kennt Ahmet Ümit? http://www.arte-tv.com/de/search__results/1007836.html Gespräch mit Ahmet Ümit (Istanbul Post) http://www.istanbulpost.net/Magazin/Literatur/uemit.htm
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