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Adalet Agaoglu

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Ingrid Iren

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Hardcover
Roman
Aus dem Türkischen von Ingrid Iren
Nachwort von Erika Glassen
TÜRKISCHE BIBLIOTHEK512 Seiten

EUR 22.90  /
FR 32.90 
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Bibliografie



      

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Adalet Agaoglu

Sich hinlegen und sterben

Adalet Agaoglus Epochenroman - das Jahrhundert der türkischen Frau


Die Dozentin Aysel steckt in einer privaten Lebenskrise und zieht sich, zum Sterben entschlossen, in ein Hotelzimmer zurück. Denn der Konflikt zwischen gesellschaftlichen Pflichten und ihren eigenen Bedürfnissen spitzt sich zu und zwingt sie zu dieser Entscheidung. Ihren Tod vor Augen lässt sie noch einmal ihr Leben Revue passieren, erinnert sich an ihre Schulzeit in der anatolischen Provinz und die Universitätsjahre in Ankara. Sie selbst gehörte zu der kleinen Schar von Jungen und Mädchen, den Kindern der Republik, die der Lehrer Dündar nach seinen kemalistischen Idealen zu einer pflichtbewussten »Armee des Wissens« erziehen wollte. Ihm hat sie, die Krämerstochter, es zu verdanken, dass sie studieren durfte. Heute aber will sie nur noch aus ihren eintönigen Verhältnissen ausbrechen und beginnt eine Beziehung zu einem ihrer Studenten. Einen Abend nur hatte sie ungezwungen und pflichtvergessen mit ihm verbracht, nun spürt sie neues Leben in sich keimen. Schließlich ringt sie sich durch, die Herausforderung anzunehmen – egal, ob das Kind nun von ihrem Ehemann, dem Wissenschaftler Ömer, oder dem Studenten Engin stammt.
Dieser facettenreiche Bilderbogen umspannt dreißig Jahre republikanische Geschichte auf höchstem literarischem Niveau, geschrieben von einer der bedeutendsten Autorinnen der Türkei.



Leseprobe

Der bordeauxrote Vorhang aus Sümerbank-Leinen verdeckte die Schulbühne nicht ganz. Bedienen sollte ihn während der Darbietungen der Schuldiener Cemal. Der zog ein wenig an der Schnur, doch der Spalt schloss sich nicht. Und wenn der Vorhang nun überhaupt nicht mehr aufgehen würde? Das war seine größte Sorge. Er probierte es seit Tagen. Vorsichtig zog er an der Schnur, ließ locker, zog wieder, ...  » Mehr 




Dokumente zu Sich hinlegen und sterben

Erika Glassen: Nachwort

Umran Ağça: Aysels Tragödie oder die Krise einer Intellektuellen

Gülperi Sert: »Wider das Patriarchat!«

Alper Akçam: »Die Trilogie der knappen Zeit« von Adalet Agaoglu – eine Karnevalsbühne?

Çigdem Ülker: Über Adalet Agaoglu und ihre »Trilogie der knappen Zeit«




Rezensionen

»Ein wunderbarer Roman.«
       Christine Kohlmayr   Südwind Wien   03.03.2010

»Dieser facettenreiche Bilderbogen umspannt dreißig Jahre republikanische Geschichte auf höchstem literarischem Niveau, geschrieben von einer der bedeutendsten Autorinnen der Türkei.«
       Mona Marweld-Engin   Die Bücke / Infobrief Istanbul   01.12.2008

»Mit Aysel durchlebt der Leser die politischen Turbulenzen und Kriege der Zeit ebenso wie eine sich sehr zögerlich ordnende Gesellschaft. Dabei spiegelt sich in Agaoglus Worten und Bildern durchaus ein optimistischer Schimmer des Morgen. Denn die Protagonistin steht nicht nur für sich – als Frau, Individuum, Mensch. Sie ist zugleich Symbol des Erwachens und Experimentierens mit dem Neuen.«
       Lilan-Astrid Geese   Neues Deutschland Literaturbeilage Berlin   15.10.2008

»Es lohnt sich, sich auf die epische Breite und auf diese uns sehr fremd erscheinende Welt einzulassen, weil der Lohn eine seltsame Vertrautheit mit der Seele einer Frau ist, die sich grüblerisch aus ihren Fesseln zu lösen versucht.«
       Maria Schmuckermair   bn. Bibliotheksnachrichten Salzburg   16.03.2009

»Das Buch ist eines der bedeutendsten Werke Agaoglus und - laut einhelliger Kritikermeinung, einer der eindruckvollsten Romane der türkischen Gegenwartsliteratur. Ein facettenreicher Bilderbogen umspannt dreißig Jahre republikanische Geschichte - und das auf höchstem literarischem Niveau.«
       Monika Unkelbach   Begegnungen der Kulturen Stuttgart   01.07.2008

»Aysels Innenleben, ihre Seelenwelt, ihre Einsamkeit und Wehrlosigkeit spiegeln das allgemeine Klima, die Gedanken und Gefühle der Jahre 1938 bis 1968 wider. Aber der Roman ›Sich hinlegen und sterben‹ ist auch unter formalem Aspekt interessant. Die Autorin spannt – chronologisch – einen weiten Bogen. Da kommen gesellschaftliche Ereignisse zur Sprache, Umwälzungen und vieles mehr, vor allem aber die Bedingungen, unter denen Aysel Dozentin wird. Fiktion und Realität gehen ineinander über, denn Agaoglu verwendet für ihre Beschreibungen einen halb-dokumentarischen Stil.«
       Selim Ileri     

»›Sich hinlegen und sterben‹ ist einer der besten Romane, die in den letzten Jahren geschrieben wurden. In der Romanfigur Aysel, der Hauptperson des Romans, konfrontiert Adalet Agaoglu die traditionelle Ideologie, die auf der familiären Ebene zum Tragen kommt, mit der westlich orientierten Ideologie der Republik, die auf der pädagogischen Ebene eine Rolle spielt. Meisterhaft versteht sie es zu beschreiben, wie ein Einzelner unter bestimmten historischen und sozialen Bedingungen unbewusst einen kulturellen Dualismus entwickelt.«
       Hilmi Yavuz     

»Adalet Agaoglu, die bislang vor allem als Theaterautorin in Erscheinung getreten ist, hat den eindrucksvollsten Roman des Jahres vorgelegt. Auch wenn es ihr erster Roman ist, behandelt ›Sich hinlegen und sterben‹ ein Thema, mit dem man sich unbedingt befassen sollte.«
       Hulki Aktunç     

»Die Streitfrage um die Rechte der Frauen nach Ausrufung der Republik und nach der Umsetzung der Atatürkschen Reformen, wird in Adalet Agaoglus Roman ›Sich hinlegen und sterben‹ eingehend behandelt. Anhand der Figur Aysel werden der Wandlungsprozess und die Verstörungen, welche die intellektuelle Frau in der Türkei Atatürks erlebte, in allen Dimensionen anschaulich dargestellt.«
       Füsun Akatli     

»Adalet Agaoglus Roman ›Sich hinlegen und sterben‹ stellt den Zwiespalt der Frau dar, ihr tastendes Suchen nach ihrer eigenen Identität und der gesellschaftlichen Verpflichtung als Individuum. Mit Aysel, der weiblichen Hauptperson des Romans, wird die Ausweglosigkeit zwischen der Freiheit der Intellektuellen und ihrer Weiblichkeit sehr gut beschrieben.«
       Nilüfer Göle     



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Bibliografie: Sich hinlegen und sterben

Verlag: Unionsverlag
Bindung: gebunden
512 Seiten
ISBN 3-293-10012-0
Erscheinungsdatum: 02.09.2008
Aktuelle Auflage: 1
Gewicht: g
Masse: x x
Originaltitel: Ölmeye Yatmak (Istanbul, 1973)
Originalsprache: Türkisch
Umschlag:


Adalet Agaoglu
Sich hinlegen und sterben
Roman
Aus dem Türkischen von Ingrid Iren
Nachwort von Erika Glassen
TÜRKISCHE BIBLIOTHEK512 Seiten, gebunden
ISBN 3-293-10012-0

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