
Zwei Brüder in den Wirren der Weltgeschichte: Mia Couto widmet sich den Narben der deutschen Kolonialherrschaft.
Lautlos gleitet das Boot mit den deutschen Soldaten aufs Ufer des Rovuma zu und bringt eine neue Zeitrechnung mit sich: Der Überfall auf den portugiesischen Militärposten markiert den Beginn des Ersten Weltkriegs in Ostafrika. Und noch immer liegt der Schatten des Maji-Maji-Aufstands auf der Region, niedergeschlagen von deutschen Kolonialtruppen.
Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder, in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Doch beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames in den Dörfern und Garnisonen vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden die Buchstaben, und Stück für Stück scheint sich die Macht der Europäer zu verflüchtigen.
Bildgewaltig erzählt Mia Couto von den Narben, die die Kolonialherrschaft in Ostafrika hinterlassen hat, und erschafft einen monumentalen Roman über Macht, Sprache und Erinnerung.
»Mia Couto nimmt die afrikanischen Mythen beim Wort. Vielstimmig und sprachmagisch erzählt er von Gewalt und Widerstand – und lässt Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen.«
»Magie gegen den Schmerz: Der weiße Afrikaner Couto ist Chronist Mosambiks. Sein einzigartiger Stil verleiht seinem Narrativ einen soghaften Charakter: Realität, Traum, Legende, Magie werden verwoben und der Text beginnt zu pulsieren. Traditionelle Kolonialismuskritik ist das eine. Coutos Werk geht weit darüber hinaus.«
»Verschüttete Kolonialgeschichte – diesen wortgewaltigen Roman lesend, wird man ihr nachgehen wollen. Coutos Schreiben lebt von verwickelten, verborgenen Zusammenhängen. Magischer Realismus, der sich aus afrikanischen Quellen speist.«
»Mia Couto ist einer der maßgebenden Schriftsteller in Mosambik und einer der herausragenden Autoren unserer Zeit. Stimmenvielfalt zeichnet seinen Roman aus. Magisches Denken, Durchtriebenheit, Vernunft, rätselhafte Gedankengänge, das alles findet zu einem Gesamtbild der Widersprüche, die eine Gesellschaft ausmachen. Von besonderer Sprachkraft ist der Roman obendrein.«
»Couto verbindet historische Fakten mit afrikanischen Mythen seiner Heimat Mosambik. In seiner Literatur ermöglicht Couto das Wandern zwischen den Welten.«
»Ein Roman von außergewöhnlicher literarischer Kraft. Eindrucksvoll gelingt Couto die Balance zwischen Geschichte und Mythos.«
»Ein Leseerlebnis voller Symbolik, Metaphern, Einblicke in die afrikanische Kultur und mit skurrilen Figuren, die in der Ich-Perspektive zu Wort kommen.«
»Coutos Sprache unterstreicht mit kurzen Sätzen und einfachen Bildern, wie wichtig das ist, was hier verhandelt wird.«
»Mia Coutos meisterhafter Roman ist bei Weitem keine traditionelle Kolonialismuskritik. Es geht nicht nur darum, was die europäischen Mächte genommen haben, sondern auch darum, was sie in einem gesunden Austausch hätten lernen können.«
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Ein lärmender Nachbar kann dich zur Verzweiflung treiben, bis du die Kontrolle verlierst. Ein Roman über das Monster in jedem von uns.
»Die Geschichten hinter den Schlagzeilen. Der Aufschrei einer Frau für alle anderen. Ein aufwühlender, anklagender und gerade deswegen ein dringlicher Roman.« Jornal do Brasil