
Zwei Frauen, zwei Kontinente, ein Befreiungsschlag.
Nominiert für den Schweizer Buchpreis.
Als junge Mädchen haben sie Träume: Die eine, auf dem Bauernhof in der Schweiz, will Krankenschwester werden. Die andere, in der Stadt in Kamerun, will Medizin studieren. Doch schnell müssen sie erfahren, dass das Leben hart ist zu Mädchen. Und zu Frauen. Zu Müttern. Zu Großmüttern.
Verheiratet mit Männern, die ihnen unablässig Grenzen setzen, sie schikanieren und demütigen, nehmen sie sich die kleinen Freuden: Erdbeeren frisch vom Feld, Essen gehen ohne Männer. Doch je älter sie werden, desto wütender werden sie. Und es reift der Gedanke an einen Befreiungsschlag.
Ein verblüffender Roman über zwei Frauen aus verschiedenen Kontinenten, die sich auf abenteuerliche Weise aus ihrem Schicksal lösen.
»Dieses Buch ist schmal und radikal. Radikal nicht durch Lautstärke oder Länge, sondern durch die Entscheidung, alles Unnötige wegzulassen. Kein überflüssiges Wort, keine dekorativen Bilder, kein erklärender Ton. Und genau dadurch ist dieser Text so gewaltig. Weil das Schweigen, das Verzweifeln, das Wüten und das Widerstehen nicht erzählt, sondern gespürt wird.«
»Der Roman besticht durch die knappe, messerscharfe und zugleich bewegende Sprache ebenso wie durch seine Milieuschilderungen.«
»Ein schmales, sehr kluges Buch. Beide Großmütter schaffen es, sich am Ende an ihren Männern, die sie ein Leben lang gedemütigt haben, auf eine granatenmäßige Weise zu rächen, ohne dass Blut fließt.«
»Auf wenigen Seiten behandelt Großmütter sehr konzentriert und literarisch herausragend große Themen: die Emanzipation von Geschlechterrollen, Klassenzugehörigkeit, überkommenen Traditionen sowie transgenerationelle Traumata. Sehr einfühlsam zeichnet die Autorin ein Bild von zwei eigensinnigen und auf ihre Weise selbstbewussten Persönlichkeiten, denen sie eine unmittelbare, immer wieder auch lakonisch-selbstironische Erzählsprache in den Mund legt.«
»Zwei Frauenschicksale auf zwei Kontinenten. Mit großem Geschick verknüpft Mvogdobo die beiden Erzählstränge, schreibt drastisch, aber auch mit Witz.«
»Mvogdobo erzählt von der späten, aber radikalen Befreiung zweier Frauen. Durch die Austauschbarkeit der beiden Stimmen entlarvt Mvogdobo die Unterdrückung von Frauen in patriarchalen Gesellschaften als strukturell. Ihr Roman ist eine Würdigung der leisen Aufstände, die in der Summe Veränderungen herbeiführen.«
»Ein schmaler Band, der es in sich hat. Es ist schon erstaunlich, von diesen beiden Lebensläufen in Kamerun und in der Schweiz so eng nebeneinander geführt zu erfahren. So unterschiedlich die Kulturen sind, so vergleichbar ist die herabwürdigende Art, wie mit Frauen umgegangen wird.«
»Mvogdobo hat einen kurzen wie beeindruckenden Roman geschrieben. Auf 126 Seiten gelingt es ihr, mit einfachen Sätzen großen Schmerz zu transportieren. Einen Schmerz, der sich am Ende Bahn bricht. Ohne übertriebenes Spektakel, aber mit Wirkung. Ein Buch, das schnell gelesen ist, aber lange im Kopf bleibt.«
»Mvogdobo erzählt sehr geradlinig, mit wenig sprachlichem Schmuck, dafür mit starken Bildern. Ein vehementer Roman.«
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