Betty Mindlin beschäftigt sich als international bekannte Anthropologin seit 1976 mit den Kulturen der indigenen Völker im brasilianischen Amazonasgebiet und lehrt an der Universität von São Paulo. Seit vielen Jahren engagiert sie sich außerdem für die Rechte der Ureinwohner Lateinamerikas.

Ausführliche Biografie

Betty Mindlin beschäftigt sich als Anthropologin seit 1976 mit den Kulturen der über 200 indigenen Völker im brasilianischen Amazonasgebiet. Sie ist international bekannt für ihr Eintreten für die Rechte der Ureinwohner Lateinamerikas und war an der Entwicklung verschiedener Programme zur Gesundheitsförderung, zur Sicherung der Landrechte, zur Bildungs- und Kulturförderung der Indigenen beteiligt.

Mindlin war 1987 Mitbegründerin der Nichtregierungsorganisation IAMÁ (Istituto de Antropologia o Meio Ambiente), die die brasilianische Urbevölkerung bei der Bewahrung ihrer Identität und Sprache unterstützt und den drohenden »kulturellen Genozid« (Mindlin) dieser Völker zu verhindern sucht. Mindlin unterrichtet an der Universität von São Paulo und an verschiedenen anderen Insitituten.

Mit ihren Sammlungen indianischer Mythen hat Mindlin neben dem Gewinn für die Weltliteratur und neben ihrem Forschungsinteresse stets auch den Kampf für die Rechte der bedrohten Völker im Sinn. Sie sieht sich in der Pflicht, die Mythen dieser Völker, die ihre Tradition der mündlichen Überlieferung teilweise kaum noch pflegen, zu bewahren und damit gleichzeitig auf die gefährdete Lebenssituation der Ureinwohner Brasiliens aufmerksam zu machen.

Die Ergebnisse ihrer Forschung hat Mindlin in Brasilien in mehreren Büchern publiziert, die dort bereits zu Klassikern der zeitgenössischen Anthropologie avanciert sind. Insgesamt liegen von Mindlin bereits vier Anthologien indianischer Mythen bei brasilianischen Verlagen vor.

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»Das war die schönste Zeit meines Lebens«  
Auszüge aus einem Interview mit Betty Mindlin

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    »Diese kraftstrotzenden Geschichten sind eine prickelnde Erfrischung!« Figaro