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Tran-Nhut

Das schwarze Pulver von Meister Hou

Ein Kriminalfall für Mandarin Tân
Roman
Aus dem Französischen von Michael Kleeberg
»Ein raffinierter Kriminalroman, und darüber hinaus ein Schlüssel zum vielschichtigen, unbekannten und faszinierenden Vietnam des 17. Jahrhunderts.« Andrea Camilleri
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 14.90, € [A] 10.20
Broschiert
Vergriffen. Keine Neuausgabe
UT metro 479
320 Seiten
ISBN 978-3-293-20479-9

 
Der junge Mandarin Tân, Richter in einer Hafenstadt im Norden Vietnams, hat alle Hände voll zu tun: Eine Dschunke wird von einer Armada von Geisterschiffen angegriffen, der Graf Diêm wird auf unerklärliche Weise ermordet, durch den Hafen werden Güter geschmuggelt, der französische Jesuit ist womöglich ein Spion und die geheimnisvolle Madame Eisenhut mit den langen seidigen Zöpfen ist auf einmal spurlos verschwunden.
Aber Mandarin Tân bekommt tatkräftige Unterstützung durch seine Freunde, den allen schönen Dingen zugetanen Schriftgelehrten Dinh und den dicken Doktor Porc, ein so dünkelhafter wie exzellenter Mediziner.
In einer turbulenten Handlung voll Alchimie und Kampfkunst entfaltet sich das Vietnam des 17. Jahrhunderts, das sich ebenso sehr gegen den mächtigen Nachbar China wie gegen die europäischen Entdecker und Eroberer zur Wehr setzt.

Stimmen

»Kurzweilig, witzig bietet der Roman Einblick in die Geschichte des Landes, mit Seitenhieben auf die Gegenwart.«

Jutta Sommerbauer, Die Presse, Wien

»Ein Krimi der in Vietnam spielt? Und dann noch im 17. Jahrhundert? Wen interessiert denn so etwas, könnte man spontan meinen. Weit gefehlt! Denn ›Das schwarze Pulver von Meister Hou‹ ist nicht nur ein schnöder Fall von Mord und Totschlag in historischem Ambiente. Vielmehr taucht man ein in ein Land zur Zeit der chinesischen Besatzung, nimmt teil am Alltag der Menschen und erfährt viel über die Umwälzungen in der von uralten Traditionen geprägten Kultur, die auch durch den zunehmenden Handel und geistigen Austausch mit den europäischen Kolonialmächten geprägt wird.«

Matthias Busch, Münchner Merkur

»Eine Sternstunde für Krimileser; für solche, die einen spannenden Roman mit exotischem Hintergrund und gleichzeitig gut recherchierten geschichtlichen Fakten zu schätzen wissen.«

Sabine Reiss, Krimi-Couch.de, Essen

»Die Handlung nimmt ihren Lauf, mit einer Rasanz, die durch den Wechsel von seriösen und parodistischen Momenten noch gesteigert wird. Ironisch-witzige Charaktere, ein farbenprächtig-sinnliches Kolorit, dem man sich kaum entziehen kann.«

K. Pilcz, Buchkultur, Wien

»In diesem Krimi geht es nicht darum, dass möglichst schnelles Lesen zum Ergebnis führt – die einzelnen Gedankengänge sind so lohnenswert, dass es eine Freude ist, die Geschichte immer weiter und weiter zu verfolgen.«

Birgit Koß, Deutschlandradio, Kulturkritk, Berlin

»Im Hintergrund dieses sehr farbig und spannend geschriebenen ›historischen‹ Krimis stecken viele geschickte Anspielungen, die immer auf die neue Geschichte Vietnams und die heutige Zeit verweisen und so den Lesespaß glatt noch mal verdoppeln.«

Ingo Anhenn, Begegnungen der Kulturen, Stuttgart

»Das Vietnam des 17. Jahrhunderts ist der Schauplatz für ›Das schwarze Pulver von Meister Hou‹. Eingebettet in einen Hauch Exotik geht der vietnamesische Mandarin Tân äußerst mysteriösen Phänomenen nach. Dabei kreuzen wandelnde Untote, Alchemisten und Mohisten seinen weg. Hintergründig geht des jedoch um viel mehr... ‹Das schwarze Pulver von Meister Hou‹ besticht vor allem mit amüsanten, farbenprächtigen Charakteren. Da wäre z.B. der Schriftgelehrte Dinh, der eine feine Seide immer zu schätzen weiß, oder auch der adipöse Dr. Porc, der es nie vesäumt morbide Anekdoten zum Besten zu geben. Der Mandarin selbst ist ein Bild von einem Manne und stets auf der Hut. Hasenfüßige Sänftenträger, schlagkräftige Aufseherinnen und ein panischer Eunuch tun ihr Übriges, um das ‹Das schwarze Pulver von Meister Hou‹ zu einem äußerst unterhaltsamen und spannenden Kriminalroman zu machen.«

Dragonviews, Hamurg

»Eine turbulente Kriminalgeschichte im Vietnam des 17. Jahrhunderts. Ein Lesevergnügen voller Humor, das es zu entdecken gilt.«

Sonja Lüthi Ihle, St. Galler Tagblatt

»Eine exotische Welt tut sich beim Lesen auf: asiatische Kampfkunst, Alchemie, traditionelle Naturheilkunde, Eunuchen und fremd anmutende Essgewohnheiten. Die Handelsmärkte, die sich nach Westen zu öffnen beginnen, lassen erahnen, dass Vietnam sich verändern wird, und die philosophischen Debatten über Konfuzianismus und Taoismus offenbaren eine andere Denkweise. Brokatpantoffeln und Seidenkleider, mit fliegenden Kranichen bestickt, widerspiegeln die damalige Mode, und über all dem schwebt ein Duft von Jasmin und Minze – wenn Doktor Porc nicht gerade eine Leiche seziert.«

Katrin Ruchti-Fehr         , Rheinfall Woche, Neuhausen

»Sehr atmosphärisch, rasant spannend und lebendig, voller Informationen über eine fremde Welt, die Gefahr läuft, von den Chinesen oder den Europäern überrollt zu werden, haben die Schwestern Tran-Nhut eine exotische und kraftvolle Krimireihe geschaffen, die nicht von ungefähr an die Richter-Di-Klassiker von Robert van Gulik erinnern.«

Georg Patzer, Literaturkritik, Marburg

»Wie immer zeichnen die Schwestern Tran-Nhut das farbige Bild einer zwischen traditionellem Glauben und westlichen Einflüssen gefangenen Kultur. Dabei kombinieren sie Fantastik und Realität, ohne die rationale Logik des Kriminalromans aufzugeben.«

Le Monde, Paris

»Mit Präzision, Feingefühl und Humor geschrieben.«

Elle, Paris

»Poetische Leichtigkeit, viel Humor und subtile Bezüge auf asiatische Legenden machen die vierhändig geschriebenen Werke der beiden Schwestern so bemerkenswert. Sensibilität auf jeder Seite und zahlreiche, zwanglos in die Handlung eingefügte Details machen das Lesen zu einem großen Vergnügen.«

lelitteraire.com

»Ein sehr gelungener Roman, der mit leichter Hand Wissen, Humor, Philosophie und Legenden des fernen Ostens miteinander vermischt.«

Claude Mesplède, Mauvais Genres, Paris

»Jede Szene des Buches ist ein geschliffenes Juwel an Menschlichkeit und Humor.«

ActuSF.com

»Pointiert und hochaktuell. Einmal mehr gelingt es den Autorinnen, die Leser zum Nachdenken anzuregen und gleichzeitig zum Lachen zu bringen.«

europolar

»Prickelnde Spannung, versetzt mit einer Mischung aus Glauben, Kultur, Tradition, Sinnlichkeit und Humor lassen das Vietnam des 17. Jahrhunderts lebendig werden. Ein einzigartiges Werk, in dem Lachen und Angst, Tiefsinn und Leichtigkeit, Liebe und Tod pulsieren.«

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Bibliografie

Originaltitel: »La poudre noire de Maître Hou« (Arles, 2002)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 18.2.2010
Auflage: 1