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Patrícia Melo

Gestapelte Frauen

Roman
Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita

»Die Geschichten hinter den Schlagzeilen. Der Aufschrei einer Frau für alle anderen. Ein aufwühlender, anklagender und gerade deswegen ein dringlicher Roman.« Jornal do Brasil

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Sie verliebt sich schnell in Amir – charmant, intelligent, interessiert. Die Unterhaltungen belebend, die Nächte im lebhaften São Paulo berauschend. Dann die Ohrfeige, die Beleidigung. Um so weit weg wie nur möglich von ihm zu sein, nimmt die junge Anwältin eine Stelle im entlegenen Cruzeiro do Sul an. Als Beobachterin nimmt sie an Gerichtsverhandlungen zu brutalen Frauenmorden teil. Immer näher kommt sie dem Leben der Opfer – den Töchtern, den Müttern, den Freundinnen. Und immer eindringlicher verfolgen sie Bilder aus ihrer Kindheit, Bilder ihrer eigenen Mutter.

Um der Wirklichkeit zu entkommen, flüchtet sie sich in eine Traumwelt – in geheimnisumwirkte Wälder und Flüsse, an die Seite von Amazonen, die die Täter verfolgen. In der Realität aber scheint die Gerechtigkeit unerreichbar.

Stimmen

»Patrícia Melo sprengt mit Energie und Farbe die Grenzen zwischen zwei Welten. Gestapelte Frauen vibriert vor Wut über die Femizide und leuchtet in halluzinatorischen Bildern von Jaguaren und Amazonen.«

Martina Läubli, NZZ – Bücher am Sonntag

»Gestapelte Frauen ist Patrícia Melos schwärzester Roman bisher und ihr bester, ein formaler und stilistischer Höhepunkt in ihrem Schaffen. Die Protagonistin findet einen Weg aus der Ohnmacht in ein selbstbestimmtes Leben. ›Literatur‹, sagt Melo, ›ist ein Raum für Widerstand‹, gerade in dunklen Zeiten. Er ist wieder notwendiger denn je.«

Dagmar Kaindl, Buchkultur  Online einsehen

»Patrícia Melo nimmt uns mit auf die Spurensuche, und sie zwingt uns dazu, ganz genau hinzusehen. Eine Recherche mit den Mitteln der Kriminalliteratur – bestechend und bestürzend.«

Ulrich Noller, Jury der Weltempfänger-Bestenliste

»Patrícia Melo hat einen thematisch bedrückenden, doch sprachlich beeindruckenden Roman geschrieben. Gekonnt hat sie die städtische Welt mit ihrem dysfunktionalen Justizapparat mit der natürlichen Welt des Urwalds und der indigenen Völker verknüpft und auf diese Weise ein Netz der Gewalt gesponnen, gegen das sich die Frauen, ganz gleich welcher Herkunft, gemeinsam auflehnen. Barbara Mesquita hat sich der Sprachgewalt Melos gestellt. Gekonnt hat sie den Spagat zwischen dem radikalen Worttrommelfeuer und der Feinsinnigkeit von Mutter Natur geschafft, Protagonisten nuanciert charakterisiert und eine eindrucksvolle Übersetzung hervorgebracht, bei der jedes Wort durch Mark und Bein geht.«

Lisa Mensing, TraLaLit, Mannheim  Online einsehen

»Patrícia Melo verbindet kalte Analyse und lakonischen Protokollstil mit Mythen, Ritualen und Halluzinationen, schonungslose Gesellschaftskritik mit einem versöhnlichen Ende, mit Tanz und Freude und der Vision von einer friedliebenden, solidarischen Welt. Ein grausam schönes, packendes, empathisches, fantasievolles Buch.«

Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk BR2

»Gestapelte Frauen spielt in einem bedrückenden, aber zugleich paradiesischen Umfeld. Melo beschreibt den Amazonasregenwald als einen intensiv sinnlichen Ort. Ihr Roman ist auch eine Liebeserklärung an die Welt der amazonischen Ureinwohner.«

Victoria Eglau, Deutschlandfunk, Köln  Online einsehen

»Vieles an diesem Roman ist so erschreckend wie beeindruckend. Melos Brillanz besteht in der Sparsamkeit, mit der sie ihre erzählerischen Mittel einsetzt. Der gewohnt schnoddrig sarkastische Tonfall, der zu ihren großen Stärken gehört, findet sich auch hier, doch angesichts des Themas verliert er sich zunehmend. Ein wütendes, ein anklagendes Buch, aber es hat auch noch eine andere, eine fantastisch mythische Dimension.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online, Hamburg  Online einsehen

»Erneut ist es an dieser Stelle in erster Linie der Stil, der die falschen Fährten legt. Als wäre man es selbst, der diese unheimlichen Nachrichten bekommt, die einen aus dem Tagesablauf herausreißen und jeden konzentrierten Gedanken im Keim zu ersticken drohen.«

Katrin Doerksen, FAZ

»Patrícia Melo hat einen packenden und exzellent konstruierten Roman über ein aktuelles, brennendes Problem geschrieben.«

Michi Strausfeld, literaturkritik.de  Online einsehen

»Ein Roman mit immenser politischer Bedeutung, bei dem auch die literarische Qualität, die absolute Beherrschung des Handwerks begeistert.«

Anita Djafari, Bücherfrauen  Online einsehen

»Das Thema Frauenhass muss Patrícia Melo auf den Nägeln gebrannt haben, die abertausenden Femizide müssen sie bis in ihre Albträume verfolgt haben, wie sie ihre Hauptfigur verfolgen. Melo hat daraus einen dichten, dunklen, vor Emotionen flimmernden Text gemacht. Bei all diesen Verbrechen, schreibt Melo, notiert sich die junge Anwältin, ›dauerte die Gerichtsverhandlung keine drei Stunden‹. Vielleicht darum hat die brasilianische Autorin nun ein mächtiges Plädoyer gehalten.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Patrícia Melo vereint gekonnt Gesellschaftskritik mit einer packenden Krimihandlung. Die Exkurse in die mythische Welt der indigenen Völker Amazoniens verleihen der Erzählung eine weitere spannende Komponente, die im Verlauf der Handlung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gestapelte Frauen ist ein vielschichtiges und wichtiges Buch, ein beklemmender und packender Krimi, der auf einer grausamen Realität basiert.«

Kommbuch, Autorenbuchhandlung Frankfurt  Online einsehen

»Indigene Mythen und brutale Wirklichkeit, Träume und Traumata verdichten sich zu einem Szenario, das sich als Krimi mit Mehrwert erweist: spannend, eigenwillig, relevant.«

Annabelle

»Melos Stil ist eigenwillig, mal drehbuchhaft, nüchtern, poetisch oder derb. Das spiegelt sich in den zwei Handlungssträngen wider, die kontrastreicher kaum ausgestaltet sein könnten.«

Simon Wilke, Weser Kurier  Online einsehen

»Ein spätes Exemplar des magischen Realismus, eiskalt und siedend heiß zugleich.«

Günter Grosser, Berliner Zeitung

»Ein literarisch anspruchsvolles, gut recherchiertes, einfühlsam und spannend geschriebenes Buch, das viele Superlative verdient – die Charakterisierung ›direkt, schonungslos, poetisch‹ am Buchcover trifft voll zu.«

Büchereien Wien

»Mit ihrem Roman verbindet Patrícia Melo echte Kriminalfälle mit uralten Mythen und Magie, verwebt Gegensätze wie moderne, urbane Rationaltität mit emotionaler Leidenschaft. Gepaart mit dem ausdrucksstarken Schreibstil Melos ergibt sich eine literarisch höchst spannende, gleichzeitig aber auch verstörende Lektüre, die ein düsteres Bild der Gegenwart Brasiliens zeichnet, vor allem, was die gesellschaftliche Rolle der Frauen anbelangt.«

Latizón TV

»Großartige Literatur. Eine hochspannende Geschichte, die dabei voller Fakten aber auch Träume, Hoffnungen und Botschaften ist.«

Elke Rossmann, Eschborner Stadtmagazin  Online einsehen

»Patrícia Melo hält den Spannungsbogen bis zum Schluss. Ihr Roman ist nicht nur eine Auseinandersetzung mit den brutalen Femiziden, sondern auch eine Liebeserklärung an den Regenwald des Amazonas und an die Menschen, die ihn bewahren wollen. Geschickt verknüpft Melo diese beiden Themen.«

Birgit Koß, Feuilletonscout  Online einsehen

»Man wird in die Geschichte des Landstriches Acre hineingezogen, und zusammmen mit der Protagonistin taucht man ab in die Mythenwelt des indigenen Volkes der Kuratawa. Ein großartiger Roman.«

Karin Blank, Buchprofile/Medienprofile

»Gekonnt vermittelt Autorin Patrícia Melo die bild- und ritualreiche Welt der Indigenen, die gnadenlos zerstört wird durch die weiße, industrialisierte Bevölkerung. Ein packendes Plädoyer für Frauen und ein wütender Weckruf an Männer und Machtstrukturen, die Gewalt an Frauen nicht nur verharmlosen, sondern fördern.«

Bettina Traub, In Magazin

»Wortgewaltig ist dieser Roman. Nicht als Wohlfühllektüre gedacht, sondern als Befreiung aus einem Gefühl der Ohnmacht.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

»Vielschichtig und auf verschiedenen Erzählebenen schildert Patrícia Melo das Thema Femizide, das nicht auf Brasilien beschränkt ist, die Probleme der in Armut lebenden indigenen Bevölkerung und die Ohnmacht engagierter Frauen. Ein nicht einfaches, aber wichtiges Buch, das breit empfohlen werden kann.«

Helga Winkelmann, ekz Bibliotheksservice, Reutlingen

»Den hochspannenden Plot um die Anwältin aus São Paulo hat die Autorin erfunden – alles, was sie über Frauenmorde in Brasilien schreibt, ist jedoch bittere, gründlich recherchierte Realität.«

Eva Karnofsky, WDR 5

»Ein intensiver Roman in Patrícia Melos unverwechselbarem Stil – beißend, präzise, betörend.«

BH Eventos  Online einsehen

»Direkt, schonungslos und poetisch zugleich. Die Autorin verwandelt Schlagzeilen in Literatur, schreibt über die Rolle der Justiz und über erste Anzeichen von Gewalt, über die so häufig geschwiegen wird. Sie schreibt über Zweifel, Schuldgefühle und Enthüllungen und erschafft, nicht zuletzt auch mithilfe ihrer männlichen Figuren, eine nuancierte Aufnahme verschiedenster Frauenbilder.«

Roberta Pinheiro, Correio Braziliense  Online einsehen

»Patrícia Melo vereint etliche weibliche Stimmen zu einem gewaltigen Chor. Ein bedeutsamer Roman.«

Claudia Nina, Jornal Rascunho  Online einsehen

»Die meisten Fälle von Frauenmord beginnen mit Eifersucht, Kontrolle, Demütigung. Wann beginnt die Abwärtsspirale der Gewalt? Wann Anzeige erstatten? Wie eingreifen? Patrícia Melo behandelt diese Fragen und basiert ihren Roman auf realen Fällen. Melo erzählt einfühlsam von den Opfern, den Tätern, den Gerichten, den Familien, den komplexen Gewaltstrukturen, die sich durch sämtliche soziale Schichten und Volksgruppen ziehen.«

Secretaria de Políticas para as Mulheres  Online einsehen

»Patrícia Melo greift eine traurige Wahrheit auf, erzählt von wahren Fällen und verwebt die Handlung mit einer Amazonas-Legende. Packend und sorgfältig recherchiert.«

Ana Clara Brant, Jornal Estado de Minas  Online einsehen

»Sorgsam wägt Melo Härte, Poesie und Satire gegeneinander ab und hält der brasilianischen Gesellschaft den Spiegel vor. Mütter, Töchter, Tanten, Nichten, Enkelinnen, Professorinnen, Studentinnen, Vorgesetzte, Angestellte, Mutige, Ängstliche – die Gewalt trifft alle. Dieser Roman ist Pflichtlektüre für alle, die sich mit Gewalt gegen Frauen und Opferschutz auseinandersetzen wollen – ein Phänomen, dass gerade in Zeiten von häuslicher Quarantäne eine traurige Dringlichkeit erhält.«

Oscar Bessi, Correio do Povo  Online einsehen

»Ein großer Roman, in dem Patrícia Melo echte Fälle mit einer Krimihandlung verwebt. Besonders beeindruckend ist die Metamorphose der modernen, rationalen Protagonistin, die gemeinsam mit den alten Völkern in uralte Mythen und Magie eintaucht, erzählt in atemberaubenden Szenen.«

Nelson Motta, O Globo  Online einsehen
 
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Bibliografie

Originaltitel: Mulheres Empilhadas
Originalsprache: Portugiesisch
Erscheinungsdatum: 15.2.2021
Letzte Version: 25.6.2024