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Ferit Edgü Ein Winter in Hakkari In den äußersten Osten der Türkei, ins Hochgebirge, wird er als Lehrer geschickt. Er steht vor einer Welt voller Rätsel und Schweigen... Eines der aufregendsten, ungewöhnlichsten Werke der modernen türkischen Literatur. In den äußersten Osten der Türkei wird er als Lehrer geschickt, ins Hochgebirge zwischen Felsen und Schluchten, ohne Straße und Strom. Die Menschen sprechen eine fremde Sprache, gehen barfuß im Schnee, und noch kein Städter hat es bisher geschafft, einen Winter lang ihr Leben zu teilen. Er steht vor einer Welt voller Rätsel und Schweigen. Sein Wissen, seine Erinnerungen, all das, was er mitgebracht hat, macht ihn nur einsam und verloren.Doch allmählich taucht er ein in diese Realität jenseits all dessen, was er Zivilisation nannte. Als der Winterschnee schmilzt und man ihm mitteilt, er könne wieder gehen, wohin er wolle, hat er vergessen, daß dieser Ort sein Gefängnis war. Der Lehrer hat manches gelehrt. Aber vor allem hat er gelernt: Wie die Wölfe in die Dörfer kommen und man sich bei minus 25 Grad mit dem eigenen Atem am Leben erhält. Wie man alle Säuglinge sterben sieht, ohne den Verstand zu verlieren, wie man Leid klagt und Geschichten erzählt. Er hat gelernt, wie man es schafft, die Stimmen der Stille und der Hilflosigkeit zu hören. Zusatzinformationen Als der Winterschnee schmilzt und man dem Lehrer mitteilt, er könne wieder gehen, wohin er wolle, hat er vergessen, daß dieser Ort sein Gefängnis war. Er hat manches gelernt: Wie die Wölfe in die Dörfer kommen und man sich bei minus 25 Grad mit dem eigenen Atem am Leben erhält. Wie man alle Säuglinge sterben sieht, ohne den Verstand zu verlieren, wie man Leid klagt und Geschichten erzählt. Er hat ... » Mehr (bezieht sich auf Hardcover) Leseprobe
»>Du hättest fordern sollen!< schrie ich. >Hast Du keine Zunge? Warum hast du die toten Kinder nicht zurückverlangt? Warum hast Du die toten Babies nicht zurückverlangt?< Das Schreiben, das der Dorfvorsteher vom Gouverneur mitgebracht hatte, zerriß ich und warf es in den Ofen. Der Vorsteher ging aus dem Schulzimmer, ohne ein Wort zu sagen.Die Kinder erstarrten. Ich lächelte verkrampft und sagte: ... » Mehr Leseprobe »>Du hättest fordern sollen!< schrie ich. >Hast Du keine Zunge? Warum hast du die toten Kinder nicht zurückverlangt? Warum hast Du die toten Babies nicht zurückverlangt?< Das Schreiben, das der Dorfvorsteher vom Gouverneur mitgebracht hatte, zerriß ich und warf es in den Ofen. Der Vorsteher ging aus dem Schulzimmer, ohne ein Wort zu sagen.Die Kinder erstarrten. Ich lächelte verkrampft und sagte: ...
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(bezieht sich auf Hardcover)»Ferit Edgüs Buch gehört zu den aufregendsten, ungewöhnlichsten literarischen Zeugnissen des zeitgenössischen türkischen Kunstschaffens.« Tages-Anzeiger (Rezension zu Hardcover) »Edgü gelingt es, die Wirklichkeit sichtbar zu machen, indem er tut, was er eigentlich nicht will: Er fotografiert, er malt mit Worten.« die tageszeitung (Rezension zu Hardcover) Ze: The Immortal water, eternal source http://www.turkishdailynews.com/old_editions/08_28_98/feature.htm
Bibliografie: Ein Winter in Hakkari
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