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Scharnusch Parsipur Tuba »Scharnusch Parsipurs fabulierfreudiger Roman ist ein Buch voller Schmerzen. Eine von Phantasie überwucherte, hinreißend geschriebene Charakterstudie und eine traurige, aber nicht hoffnungslose Landeskunde.« Sender Freies Berlin Tubas Lebensweg ist ein Gang durch dieses persische Jahrhundert. Als Tochter eines weltoffenen Gelehrten geboren und schon als Kind ein ungewöhnliches Mädchen, durchlebt sie die Stationen des Übergangs von einer absolutistischen Monarchie zu einer weltlichen Gesellschaft bis hin zur islamischen Abkehr von der Moderne.Ihre Schönheit weckt Angst und Argwohn der Männer, ihre innere Kraft durchbricht die Konventionen. Mit traumwandlerischer Sicherheit geht sie durch Gefahren und Wechselfälle, stets der Mittelpunkt und ruhende Pol ihrer Sippe. In ihrem Haus halten die Toten und Lebenden Zwiesprache, und wer es verläßt, kehrt eines Tages verwandelt wieder zurück.In diesem Roman von seltener Fülle und Dichte mischen sich Visionen und Phantasien, das Erlebte entpuppt sich als Poesie und die Legende als Realität. Als Tubas Haus zerfällt und ihr Garten verwildert, geht eine Epoche zu Ende. Leseprobe »Wo aber stand Tuba? Sie dachte: Ich bin die Knüpferin. Sie entwarf die Muster nach einer Vorlage. Was für Bilder? Immer nur, was der Meisterknüpfer aufs Papier gebracht hatte. Und wo hatte er seine Eingebungen her? Das war eine Granatapfelblüte, das eine Palmette, das eine Zypresse. Aber eine Zeichnung war immer nur ein Abklatsch der echten Granatapfelblüte, sie sah zwar so aus und doch wieder ...
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(bezieht sich auf Hardcover)»Die Lebensgeschichte einer Frau, die nach einer fünfzigjährigen Odyssee feststellen muß, wie trost- und sinnlos ihr Dasein vertan ist.« Ahmed Taheri die tageszeitung (Rezension zu Hardcover) »Scharnusch Parsipur ist ein ungemein kraftvolles und lebendiges Porträt ihrer Heimat gelungen.« Andreas P. Pittler Der Standard (Rezension zu Hardcover) »Man kann diesen Roman als ergreifendes Frauenschicksal vor dem Hintergrund iranischer Geschichte lesen, aber er ist mehr als das – einfach ein Stück gute Literatur.« Regina Karachouli Sächsische Zeitung (Rezension zu Hardcover) »Scharnusch Parsipur geht von ihrer radikal weiblichen Sicht der Geschichte mit jedem Fundamentalismus ins Gericht. Aber vor allem wird in diesem großen Geschichts- und Geschichtenbuch erzählt. Scheherazade Parsipur wuchert nicht nur mit ihren orientalischen Pfunden, sie bedient sich ebenso kunstfertig der erzählerischen Technik westlicher Meister von Umberto Eco bis García Márquez.« Peter Schütt Die Zeit 11.11.2011 (Rezension zu Hardcover) »Wenn wir 'Tuba' zu Ende gelesen haben, haben wir den Eindruck, als hätten wir einen Spiegel in der Hand, in dem wir unser eigenes Bild sehen.« Bozorg Alavi 11.11.2011 (Rezension zu Hardcover) »Eine packende Innensicht einer Gesellschaft, die von hier aus kaum zu begreifen ist, hinreißend, mit überbordender Erzähllust geschrieben – dabei entstand das Buch der Iranerin Parsipur im Gefängnis.« Neue Presse Hannover 25.09.2004 (Rezension zu Hardcover) »Parsipur beleuchtet die letzten hundert Jahre iranischer Geschichte in Form einer fesselnden Erzählung über die Suche einer Frau namens Tuba. Hundert Jahre dauert ihre Odyssee auf der Suche nach Wahrheit und Identität in einer Welt, in der die alten Überzeugungen und Werte ihre Bedeutung verloren haben. Ihre Kinder und Enkelkinder, gefangen in den weitreichenden gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen und kultureller Unsicherheit, schlagen verschiedene, zum Teil gegensätzliche Wege ein. Zwar beginnt der Roman in einer realistischen Erzählweise, endet aber dann mit einem Kapitel, in dem sich deutlich der magische Realismus zeigt.« Faraj Sarkohi Neue Zürcher Zeitung 15.11.2003 (Rezension zu Hardcover) »Scharnusch Parsipur war in ihrer Heimat im Iran häufig Verfolgungen ausgesetzt, ›Tuba‹ entstand im Gefängnis. Der Roman entführt den Leser in eine fremde Welt, voll Mythen und volkstümlicher Religiosität. Man findet selten Bücher, die Lebensumstände und Gedankenwelt in den islamischen Ländern verständlicher machen. Auch manche falsche Vorstellung kommt dabei abhanden.« www.buchkritik.at 30.09.2002 (Rezension zu Hardcover)
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