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Alai

(Autor)

Karin Hasselblatt
(Übersetzung)



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Taschenbuch
UT 340

ISBN 3-293-20340-X
(2005)
Dieser Titel ist lieferbar


Dies ist die erste Ausgabe

 Historie 


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China
Tibet


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Hardcover
Roman
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt
448 Seiten

EUR 22.90  /
FR 40.10 
Dieser Titel ist nur als Taschenbuch lieferbar.

Bibliografie



      


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Alai

Roter Mohn

»Mit großer künstlerischer Vollendung eröffnet uns Alai die reiche und geheimnisvolle innere Welt Tibets. Ein Werk wie ›Roter Mohn‹ hat es in der chinesischen Literatur noch nicht gegeben. Ein wahrhaftiges Meisterwerk.«
Mo Yan (Autor von »Das rote Kornfeld« und »Die Schnapsstadt«)


Jeder weiß, dass der zweite Sohn des Fürsten Maichi ein Idiot ist. Als Thronfolger wird er nie zum Zug kommen. Umso unvoreingenommener beobachtet er seine Umgebung – die Festung des Fürsten im äußersten Osten Tibets, die rücksichtslose und grausame Feudalherrschaft, die in kleinliche Streitereien verwickelten Lamas, die Intrigen um schöne Frauen und die Fehden mit benachbarten Herrschern, die wechselnden Allianzen mit den Chinesen. In das entlegene Hochland dringt die Moderne lediglich als fernes Echo. Als ein Sondergesandter der chinesischen Regierung Fürst Maichi Mohn anbauen lässt, wird dieser unermesslich reich. Die betörende rote Mohnblüte und der Duft der reifenden Kapseln bringen Unruhe in das archaische Leben. Einzig der Idiot erkennt, dass sich das Ende einer Ära abzeichnet.
Zunächst von vielen chinesischen Verlagen wegen der heiklen politischen Thematik abgelehnt, wurde »Roter Mohn« 1998 ein Bestseller und 2000 mit dem wichtigsten chinesischen Literaturpreis, dem Mao-Dun-Preis, ausgezeichnet.






Rezensionen

»Der Roman leistet für Osttibet, was Gabriel García Márquez für das Hinterland Kolumbiens oder Thomas Mann für das norddeutsche Kaufmannswesen geleistet hat – er setzt ein Land, eine Gesellschaft und eine (untergehende) Kultur auf die literarische Landkarte.«
       Brigitte Helbling   Berliner Zeitung    13.10.2009

»Alai hat einen großartigen, mitreißenden und überaus heiteren Roman geschrieben, in welchem Schönheit und Grausamkeit eng beieinander liegen und der bevölkert ist von einer Palette unvergesslicher und einzigartiger Figuren.«
          Trigon Zürich   01.05.2006

»Wer den sanftmütigen, glücklich reinkarnierten Dalai Lama mit seiner Gutmenschenreligion vor Augen hat, wird ›Roter Mohn‹ als das Dokument eines anderen, alltäglichen Tibet mit Interesse zur Kenntnis nehmen.«
          Der Bund Bern   18.08.2005

»Vom Mythos Tibet ist hier nicht die Rede, selbst die Begriffe ›Tibet‹ und ›Tibeter‹ kommen kaum vor. Der Roman ist in einer schwer beschreibbaren Weise poetisch und anziehend, wie schwebend in einem archaischen Raum, den die neue Zeit waffenklirrend und brutal auslöscht.«
       Egbert Asshauer   Tibet-Forum Bonn   01.02.2005

»Die Erzählperspektive aus der Sicht des ›idiotischen‹ Fürstensohnes erweist sich als geniale Wahl Alais. Mit seiner kindlichen Naivität, die immer haarscharf zwischen Grausamkeit und Gutmütigkeit pendelt, lässt er den Leser teilhaben am Lauf der Geschichte.«
       Hendrik von Boxberg   www.3sat.de/denkmal    28.01.2005

»Gezeugt wurde er in ›ziemlich besoffenem Zustand‹ mit der chinesischen Zweitfrau, ›sodass ich wohl oder übel als fröhlicher Idiot durchs Leben gehe‹. Dieses ›wohl oder übel‹ zieht sich durch sämtliche Aspekte des Romans; viel vom Sprachwitz, von den ironischen und sarkastischen Dialogen und Überlegungen des so genannten Idioten speist sich aus dem Widerspruch zwischen mittelalterlicher Grausamkeit und dem mal menschlich, mal absurd (oder beides zugleich) anmutenden Empfinden des Erzählers.«
       Gisela Schneckmann   Kommune Frankfurt   31.10.2004

»Die fernen und uns sehr fremden Welten Tibets schildert Alai mit großer Sachkenntnis von innen, ein in der Literatur so seltener Blick, dass man ihm schon dafür dankbar sein müsste. Dass sein Roman darüberhinaus noch so viel erzählerische Tiefe und so faszinierende Charaktere besitzt, ist einer der wirklich raren Glücksfälle der Gegenwartsliteratur.«
          Märkische Allgemeine Zeitung Potsdam   02.10.2004

»Es ist die Leichtigkeit der Sprachführung, die fasziniert. Der Held als ›Idiot‹ ist unberechenbar und doppelbödig. In diesem packenden Tibet-Buch stehen für einmal nicht Religion und Mystik im Vordergund.«
          Neue Luzerner Zeitung    16.10.2004

»Die intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen handelnden Personen, deren Charaktere, sowie mit der These: ›Ich weiß, dass ich nichts weiß‹ macht dieses Buch zu einem echten Kleinod.«
          Magazin Fritz Eschborn   01.10.2004

»Mit großer Erzählkunst und unverblümter Ehrlichkeit gewährt Alai Einblick in die mystische Welt des östlichsten Gebietes von Tibet im vorigen Jahrhundert. Mitreißend und spannend werden allgemeine Denkanstöße eingebracht, wie gesellschaftliche Veränderungen unter dem Druck politischer Ideologien und alter Tradition entstehen.«
       Gertraud Gugel   Bücherbord Graz   01.09.2004

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Internet Links

Red Poppies: A Novel of Tibet
     http://mclc.osu.edu/rc/pubs/reviews/yue.htm

Bücherbogen Alai: Wirbelwind der tibetischen Literatur (PDF)
     http://www.unionsverlag.com/pdf/pers/alai.pdf




Diskussion

Stimmen von Leserinnen und Lesern:

Dieses Buch habe ich wirklich genossen!
Humor und Ernst, Skurrilität und Faszination einer fremden Kultur sind hier zu einem wahren Leseerlebnis verschmolzen, das mit so mach überraschender Wendung aufwartet.
     Loveig Müller, Bücher Waide, Frankfurt am Main    08.04.2004

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Bibliografie: Roter Mohn

Verlag: Unionsverlag
Bindung: gebunden
448 Seiten
ISBN 3-293-00327-3
Erscheinungsdatum: 25.02.2004
Aktuelle Auflage: 2
Gewicht: g
Masse: x x
Originaltitel: »Chen’ai luoding« (Peking, 1998)
Originalsprache: Chinesisch
Umschlag:


Alai
Roter Mohn
Roman
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt
448 Seiten, gebunden
ISBN 3-293-00327-3

EUR 22.90  /
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