|
|
Alai Roter Mohn »Mit großer künstlerischer Vollendung eröffnet uns Alai die reiche und geheimnisvolle innere Welt Tibets. Ein Werk wie ›Roter Mohn‹ hat es in der chinesischen Literatur noch nicht gegeben. Ein wahrhaftiges Meisterwerk.« Jeder weiß, dass der zweite Sohn des Fürsten Maichi ein Idiot ist. Als Thronfolger wird er nie zum Zug kommen. Umso unvoreingenommener beobachtet er seine Umgebung – die Festung des Fürsten im äußersten Osten Tibets, die rücksichtslose und grausame Feudalherrschaft, die in kleinliche Streitereien verwickelten Lamas, die Intrigen um schöne Frauen und die Fehden mit benachbarten Herrschern, die wechselnden Allianzen mit den Chinesen. In das entlegene Hochland dringt die Moderne lediglich als fernes Echo. Als ein Sondergesandter der chinesischen Regierung Fürst Maichi Mohn anbauen lässt, wird dieser unermesslich reich. Die betörende rote Mohnblüte und der Duft der reifenden Kapseln bringen Unruhe in das archaische Leben. Einzig der Idiot erkennt, dass sich das Ende einer Ära abzeichnet. »Der Roman leistet für Osttibet, was Gabriel García Márquez für das Hinterland Kolumbiens oder Thomas Mann für das norddeutsche Kaufmannswesen geleistet hat – er setzt ein Land, eine Gesellschaft und eine (untergehende) Kultur auf die literarische Landkarte.« Brigitte Helbling Berliner Zeitung 13.10.2009 »Alai hat einen großartigen, mitreißenden und überaus heiteren Roman geschrieben, in welchem Schönheit und Grausamkeit eng beieinander liegen und der bevölkert ist von einer Palette unvergesslicher und einzigartiger Figuren.« Trigon Zürich 01.05.2006 »Wer den sanftmütigen, glücklich reinkarnierten Dalai Lama mit seiner Gutmenschenreligion vor Augen hat, wird ›Roter Mohn‹ als das Dokument eines anderen, alltäglichen Tibet mit Interesse zur Kenntnis nehmen.« Der Bund Bern 18.08.2005 »Vom Mythos Tibet ist hier nicht die Rede, selbst die Begriffe ›Tibet‹ und ›Tibeter‹ kommen kaum vor. Der Roman ist in einer schwer beschreibbaren Weise poetisch und anziehend, wie schwebend in einem archaischen Raum, den die neue Zeit waffenklirrend und brutal auslöscht.« Egbert Asshauer Tibet-Forum Bonn 01.02.2005 »Die Erzählperspektive aus der Sicht des ›idiotischen‹ Fürstensohnes erweist sich als geniale Wahl Alais. Mit seiner kindlichen Naivität, die immer haarscharf zwischen Grausamkeit und Gutmütigkeit pendelt, lässt er den Leser teilhaben am Lauf der Geschichte.« Hendrik von Boxberg www.3sat.de/denkmal 28.01.2005 »Gezeugt wurde er in ›ziemlich besoffenem Zustand‹ mit der chinesischen Zweitfrau, ›sodass ich wohl oder übel als fröhlicher Idiot durchs Leben gehe‹. Dieses ›wohl oder übel‹ zieht sich durch sämtliche Aspekte des Romans; viel vom Sprachwitz, von den ironischen und sarkastischen Dialogen und Überlegungen des so genannten Idioten speist sich aus dem Widerspruch zwischen mittelalterlicher Grausamkeit und dem mal menschlich, mal absurd (oder beides zugleich) anmutenden Empfinden des Erzählers.« Gisela Schneckmann Kommune Frankfurt 31.10.2004 »Die fernen und uns sehr fremden Welten Tibets schildert Alai mit großer Sachkenntnis von innen, ein in der Literatur so seltener Blick, dass man ihm schon dafür dankbar sein müsste. Dass sein Roman darüberhinaus noch so viel erzählerische Tiefe und so faszinierende Charaktere besitzt, ist einer der wirklich raren Glücksfälle der Gegenwartsliteratur.« Märkische Allgemeine Zeitung Potsdam 02.10.2004 »Es ist die Leichtigkeit der Sprachführung, die fasziniert. Der Held als ›Idiot‹ ist unberechenbar und doppelbödig. In diesem packenden Tibet-Buch stehen für einmal nicht Religion und Mystik im Vordergund.« Neue Luzerner Zeitung 16.10.2004 »Die intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen handelnden Personen, deren Charaktere, sowie mit der These: ›Ich weiß, dass ich nichts weiß‹ macht dieses Buch zu einem echten Kleinod.« Magazin Fritz Eschborn 01.10.2004 »Mit großer Erzählkunst und unverblümter Ehrlichkeit gewährt Alai Einblick in die mystische Welt des östlichsten Gebietes von Tibet im vorigen Jahrhundert. Mitreißend und spannend werden allgemeine Denkanstöße eingebracht, wie gesellschaftliche Veränderungen unter dem Druck politischer Ideologien und alter Tradition entstehen.« Gertraud Gugel Bücherbord Graz 01.09.2004 10 von 37 angezeigt » Alle zeigen Red Poppies: A Novel of Tibet http://mclc.osu.edu/rc/pubs/reviews/yue.htm Bücherbogen Alai: Wirbelwind der tibetischen Literatur (PDF) http://www.unionsverlag.com/pdf/pers/alai.pdf Stimmen von Leserinnen und Lesern: Dieses Buch habe ich wirklich genossen!
|
| Langsame Internetverbindung ? |