Yi Munyol

Der entstellte Held

Erzählung
Aus dem Koreanischen von Kim Hiyoul und Heidi Kang
Mit einem Nachwort von Heidi Kang
»Eine feinsinnige, fesselnde Geschichte von einem großartigen Autor.« Salman Rushdie
Taschenbuch
Broschiert
Vergriffen. Neuauflage unbestimmt. Vorbestellbar
UT 291
128 Seiten
ISBN 978-3-293-20291-7
[Keine Preis-Information]
Unionsverlag
 Taschenbuch
Vergriffen. Neuauflage unbestimmt. Vorbestellbar
Als sein Vater von Seoul in eine Kleinstadt strafversetzt wird, kommt der zwölfjährige Han Pyongtae in eine neue Schule. Schon bald stellt er fest, dass hier ganz andere Regeln herrschen: Der ein wenig ältere Klassensprecher Sokdae tyrannisiert seine Klassenkameraden und zwingt sie zu willenloser Unterwerfung – mit Billigung der Lehrer. Han Pyongtae nimmt den Kampf auf, doch auch er ist nicht immun gegen die Verführung durch die Macht. Das Klassenzimmer wird zur Bühne eines unerbittlichen Machtkampfes.

Stimmen

In einer gewählten und eleganten Sprache schreibt der koreanische Autor von den Mechanismen der Herrschaft – von der Machtlosigkeit Einzelner und der Mächtigkeit der Mitläufer ebenso wie von der Brüchigkeit solcher Gruppen und Gesellschaften. Ein Nachwort der Übersetzerin fasst die vergangenen fünfzig Jahre Koreas zusammen und ergänzt damit diese literarische und gesellschaftspolitische Trouvaille auf ideale Weise.

Kinderbuchfonds Baobab, Basel, 30.11.2005

Yi Munyol, in Korea einer der meistgelesenen modernen Autoren, zeigt sich hier als Meister der erzählerischen Lakonie und klaren Figurenzeichnung. Parabel über die Niederungen eines Unrechtssystems.

Börsenblatt, Frankfurt, 27.09.2005

Die autoritäre Gesellschaft Südkoreas wird in diesem asiatischen Pendant zu Robert Musils ›kakanischem‹ Kadettenroman ›Die Verwirrungen des Zöglings Törless‹ als diktatorisch regierte ›Klassen‹-Gesellschaft porträtiert. Aber Yi Munyol gelingt es, so differenziert und spannungsvoll aus Sicht seiner Schülergestalten zu erzählen, dass statt eines platten politischen Lehrstücks ein passagenweise atemberaubendes Psychogramm entsteht.

Ludger Lütkehaus, Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2004

Eine Parabel über die Überwindung eines Unrechtssystems, die es durchaus verdient, in eine Reihe mit Orwells ›Animal Farm‹ gestellt zu werden.

Siegener Zeitung,

Der charismatische Sokdae und der eigensinnige, idealistische Han Pyongtae sind glaubwürdige Figuren, der Roman durch und durch überzeugend.

Publishers Weekly,

Eine politische Allegorie, die Licht auf die koreanische Gesellschaft wirft, vor allem aber ein spannender Roman über menschliche Schwächen.

The Asian Reporter, Portland,
 

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Porträt
Heidi Kang
(Übersetzung)

Andere Werke von Yi Munyol

Bibliografie

Originaltitel: Uridului ilkurojin Yongung (1987)
Originalsprache: Koreanisch
Erstauflage: 21.04.2004
Auflage: 1