Alberto Vázquez-Figueroa

Der Leguan

Roman
Aus dem Spanischen von Jan Moewes

»Vázquez-Figueroa setzt einem ›Genie des Bösen‹ ein Denkmal: dem satanischen Gegenbild des frommen Robinson Crusoe.« Rainer Traub, Der Spiegel

 Taschenbuch
€ 10.90, FR 16.90, €[A] 11.30
Broschiert
Vergriffen. Keine Neuausgabe
UT 324
256 Seiten
ISBN 978-3-293-20324-2
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Im äußersten Süden der Galapagos-Inseln liegt eine einzelne kleine Insel, Hood oder »La Española« genannt. Ihre Anlegestelle heißt heute noch »Oberlus-Bucht« zur Erinnerung an einen Mann, der dort Ende des 18. Jahrhunderts gelebt hat und als »Der Leguan« bekannt war. Dieser Abenteuerroman beruht auf seiner Geschichte.
Seit er sich erinnern kann, ist Oberlus »das Monster«. Jeder wendet den Blick ab, die Männer spucken aus, die Frauen erstarren, wenn sie sein missgestaltetes Gesicht sehen. In ohnmächtiger Wut flieht der Ausgestoßene auf eine unbewohnte Insel. Jetzt rächt er sich an der Menschheit und errichtet sein eigenes, grausames Reich, in dem menschliche Regeln und Regungen nichts gelten.
Erst in der rätselhaften Niña Carmen, die er sich eines Tages gewaltsam an seinem Strand erobert, findet er eine ebenbürtige Gegnerin.

Alberto Vázquez-Figueroa wurde durch seinen Weltbestseller »Tuareg« erfolgreich. Unmittelbar danach erschien »Der Leguan«. Dieser bisher nie übersetzte Abenteuerroman erzählt eine beklemmende Robinsonade von atemberaubender Spannung. Die Geschichte vom »Leguan«, in alten Chroniken überliefert und von Melville in einer Erzählung aufgenommen, wird hier zur Parabel schrankenloser Herrschaft.

Stimmen

»Kaum ein Leser wird diesen Roman vor seinem Ende aus der Hand legen können. Die eiskalte Präzision des Leguans, der rein aus sachlichem Kalkül mordet, foltert und schändet wirkt gar zu ungeheuerlich. Ein grandioser Alptraum mit dem dämonischen Gegenstück Crusoes.«

Matthias Neiden, Andromeda Nachrichten, Schnega

»Robinson Crusoe gegen den Strich gebürstet: Ein sprachgewaltiger Roman, der das Prädikat ›abgründig‹ verdient.«

Salzburger Fenster

»Kraftvolle Naturbeschreibungen und eine ruhige, bildmächtige Sprache machen den ›Leguan‹ zum Meisterwerk. Einsame Inseln wird man fortan allerdings anders betrachten.«

Buchjournal, Frankfurt

»Ein beklemmendes Buch, ein beeindruckendes Buch, ein Buch, das durch seine Gegensätze zum Lesen begeistert. Dieser Roman ist alles andere als normal. Oberlus Gewalttaten sind nicht ein bisschen nachvollziehbar und doch kann man hinter seine Fassade blicken. Die Liebesstory geht an Herz und Nieren – brutale Vergewaltigung und lüsternes Begehren reichen sich die Hand. Und alles spielt sich auf einer kleinen Insel ab, erinnert aber nicht annähernd an Robinson Crusoe.«

Kristina Habermann, Literaturkritik.de

»Eine ungewöhnliche Robinsonade von atemberaubender Spannung, eine ebenso harte, wie zugleich faszinierende Lektüre, die von der Wut und der Macht handelt.«

Good Life, Wien

»Für unerschrockene Leser spannend und lehrreich!«

Wilfried Funke, Borromäusverein Redaktio Buchprofile, Bonn

»Alberto Vázquez-Figueroa ist ein geschickter Erzähler. Die Geschichte um den hässlichen, diabolischen Ausgestossenen ist ihm Gerüst für ausufernd wilde und spannende Geschichten, die er auf der unwirtlichen Insel zusammenführt. So gelingt ihm ein Abenteuerroman, der im psychologisch reizvollen Aufeinandertreffen zwischen der Schönen und dem Biest kulminiert.«

Roman Schürmann, Zuger Presse

»Vázquez-Figueroas ›Leguan‹ überzeugt zwar durch kraftvolle Naturbeschreibungen, spekuliert aber auf den Voyerismus des Lesers und geht bis an die Grenze des Geschmacks.«

Rheinischer Merkur, Bonn

»Vázquez-Figueroa hat ein düsteres, mit grausamen und blutigen Details gespicktes Buch geschrieben, das packender Abenteuerroman und pessimistische Herrschaftsparabel zugleich ist. Blickt man zurück in die Literaturgeschichte, so fällt eines auf: ob bei Mary Shelley, Robert L. Stevenson, Jean Cocteau oder anderen – die Bestie in noch so verzerrter Optik hatte stets einen guten Kern, ein Herz hinter der abschreckenden Fassade. Alberto Vázquez-Figueroa verzichtet darauf, ›Der Leguan‹ ist durch und durch böse und kostet seine errungene Macht bis zur Neige aus. Der Leser nimmt es mit Schrecken zur Kenntnis, kann sich der Faszination dieses Romans aber bis zur letzten Seite kaum entziehen.«

Jochen Kürten, Deutsche Welle Buchtipp, Bonn

»Er war Harpunier und Seeräuber und hässlich, wurde verspottet, geschlagen, gedemütigt. Da setzte sich Leguan Oberlus ab auf eine Galapagosinsel, versklavte Seeleute und herrschte gefühllos, grausam und mit messerscharfem Verstand. Das war im 18. Jahrhundert, und die Geschichte, die der Autor aus dieser historischen Randnotiz spann, ist dermassen abenteuerlich, tiefsinnig und spannend, dass man sie kaum je vergessen dürfte.«

Heinz Storrer, Schweizer Familie, Zürich

»Ein Abenteuerroman. Gewiss. Aber was für einer. Einer, dessen Sog man sich nicht entziehen kann! Dass dieses im spanischen Original zuerst 1982 erschienene Buch uns hier zu Lande erst so spät erreicht, ist ein wenig verwunderlich, denn ›Der Leguan‹ ist das vielleicht beste Buch des auch in Deutschland ja nicht etwa unbekannten Autors.«

Hasso Greb, Amazon.de, München

»Vázquez-Figueroa mutet seinen Lesern einen harten Roman zu, der aber nicht bloß als Aneinanderreihung von Grausamkeiten aufzufassen ist. Der Leguan ist kein Sadist, sondern ein Mensch, der zu intelligent ist, um sich Illusionen zu machen und zu stark, um sich zu ergeben. Insofern kann der Roman auch als Parabel auf das Hineingeworfensein des Menschen in eine Welt, in der es nichts umsonst gibt, verstanden werden.«

Ingrid Kainzer, Bibliotheksnachrichten, Salzburg

»Alberto Vázquez-Figueroa folgt den Gedanken des brutalen ›Leguan‹, doch in nüchtern-faktischem Stil. Er macht seine Handlungen nachvollziehbar, ohne sie zu billigen, weckt Verständnis, ohne Absolution zu erteilen. Ein Leseabenteuer.«

Neue Presse, Hannover

»Schlimm, wenn man sich vorstellt, dieses Buch könnte den Lesern verborgen bleiben. Es ist eine harte Geschichte, die der Spanier Alberto Vázquez-Figueroa hier erzählt und die auf historischen Tatsachen beruht. Eine Geschichte von der Wut und der Macht.«

Anton Thuswalder, Salzburger Nachrichten

»Enorm plastische Darstellung einer schrankenlosen Existenz. – Breit einsetzbar.«

Gerd Kriebisch, EKZ-Informationsdienst, Reutlingen

»Der packende Roman des spanischen Erfolgsautors Vázquez-Figueroa basiert auf einer wahren Geschichte. Uns fesselt die Menschlichkeit der Unmenschlichkeit. Das Genie des Bösen, dem man sich nicht entziehen kann – ob man will oder nicht.«

Ariane Lendenmann, SonntagsBlick, Zürich

»Der Roman ist hervorragend geschrieben, aber nichts für Zartbesaitete. Der ›Leguan‹ wird zum Prototypen eines Diktators. Er ist von unerträglicher Grausamkeit. Dennoch wird er nicht nur verdammt. Er hat Qualitäten, die ihn zu einem faszinierenden Menschen machen, dem sich auch die Frau nicht entziehen kann. Die Geschichte ist letztlich von einer enormen Kraft und einer wilden Schönheit wie das unergründliche Meer.«

Vogel, Pädagogisches Medienzentrum, Luzern

»Kaum zu glauben, dass dieser farbige, ernsthafte und beklemmende Roman erst jetzt ins Deutsche übertragen worden ist. Die unberührte Landschaft, im Archipel der Galapagos-Inseln, spielt ebenso mit wie der sie störende Mensch und seine niederen Triebe. Leidenschaft und Grausamkeit, Machtrausch und Sex mischt Vázquez-Figueroa perfekt mit den Ingredienzen einer Sozialgeschichte. Ohne zu psychologisieren oder um Mitleid für die Bestie zu werben, schafft der Autor eine dichte, peinigende und beängstigende Atmosphäre, die sehr wohl auch die Lust am Monströsen schürt.«

Ditta Rudle, Buchkultur, Wien

»Mit der Zahl der Orgasmen Carmens wachsen aber auch die Befremdung des Lesers und zugleich eine Art Wehmut über die Verschwendung eines Stoffs. Statt sich in jene schillernde Galerie von Inseltyrannen einzureihen, die mit Shakespeares Prospero ihren Anfang nimmt, sinkt die Figur des Oberlus in die Niederungen schlüpfriger Filmchen hinab.«

Florian Borchmeyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dieser Abenteuerroman erzählt eine beklemmende Robinsonade von atemberaubender Spannung.«

Irina Schmidt, Freies Radio Kassel

»Alberto Vázquez-Figueroa erzählt gekonnt und spannend, doch je länger man liest, umso mehr stellt sich das Gefühl ein, dass man sich auf einer Oberfläche bewegt, unter der sich nichts verbirgt.«

Martin Stohler, Sektor Erziehung, Basel

»Oberlus gehört zu den lange verschollenen Gespenstern der See, eine Gestalt aus dem Orkus wie der Fliegende Holländer. Abgrundtief hässlich, ausgestossen, ein Bündel aus Überlebensgier und Rachedurst: so zeichnet Vázquez-Figueroa den Seemann, der auf der unbewohnten Galapagos-Insel Hood Ende des 18. Jahrhunderts seine Einmanndiktatur errichtete. Gestrandete Matrosen werden versklavt, eine schöne Lady hält er in seiner Höhle gefangen. Hermann Melville griff sein Schicksal auf, jetzt geht ›Der Leguan‹ erneut um, halb Elefantenmensch, halb Zyklop, ein grandioser Albtraum.«

Tobias Gohlis, Die Zeit, Hamburg

»Ein spannender, grandioser Abenteuerroman wie von Dumas père oder fils.«

Wolfgang Bortlik, Club-Ticket, Basel

»Der unerhört spannende Abenteuerroman des Spaniers Alberto Vázquez-Figueroa setzt einem ›Genie des Bösen‹ ein Denkmal: einem satanischen Gegenbild des frommen Robinson Crusoe, das im 18. Jahrhundert auf einer Pazifikinsel sein Unwesen getrieben haben soll.«

Rainer Traub, Der Spiegel/ Kulturspiegel, Hamburg

»Ein extrem spannungsgeladener Abenteuer-Thriller, und zugleich eines der verstörendsten Psychogramme, das je ein Autor ersonnen hat. Das Beklemmendste: Oberlus, der Leguan, hat wirklich gelebt. Noch heute heisst die Anlegestelle der kleinen Insel La Española im äussersten Süden des Galapagos-Archipels ›Oberlus-Bucht‹ – zur Erinnerung an eines der gequältesten und teuflischsten Wesen, die je existiert haben.«

Harff-Peter Schönherr, Stadtblatt, Osnabrücks Illustrierte

»Der Leguan ist ein paradigmatischer Diktator, der keinerlei moralische Massstäbe und keine Werte der Zivilisation anerkennt, weil sie ihm alles schuldig geblieben ist, was ein Mensch zum Überleben braucht: eine harte Parabel über Herrschaft und ihre Legitimation.«

Ingeborg Sperl, Der Standard, Wien

»Menschen und ihr Verhalten in extremen Situationen werden auf faszinierende Weise geschildert, die freilich ganz schön an die Nieren geht. ›Der Leguan‹ ist ein schrecklich-schönes Buch voller Gegensätze: eine fast paradiesische Natur bildet die Kulisse für unglaublichen Terror und schier unvorstellbare Gewalt. Alberto Vázquez-Figueroa, der durch seinen Weltbestseller ›Tuareg‹ berühmt wurde, schickt den Leser in ein Wechselbad der Gefühle, das ihn auch nach der Lektüre lange nicht loslässt.«

Harald Schönig, Stadtanzeiger, Neustadt

»>Der Leguan< hat seine ganz eigene Moral. So, wie Vàzquez-Figueroa sie erzählt, scheint sie nur eine zum Zynismus herausfordernde Parabel über das Böse zu sein. Aber sie handelt von der moralischen Legitimität der Gegenwehr. Und wie im wirklichen Leben ist die Antwort auf dieses Problem hinter Sadismen und Bosheiten gut versteckt.«

Victor Lachner, Ultimo - Stadtillustrierte, Bielefeld

»Jahrelang hat Alberto Vázquez-Figueroa als Journalist die Welt bereist und dabei Abenteuergeschichten und Legenden gesammelt, um sie in einem umfangreichen Werk zu verarbeiten. Erzählen kann der 1936 geborene Spanier fesselnd und spannend, das beweist er in dem auf einer Legende basierenden Abenteuerroman >Der Leguan< (2003), der in Spanien bereits 1982 erschien. Der Autor lässt den Leser zwischen Mitleid und Abscheu schwanken, gaukelt ihm Hoffnung auf Erlösung des Monsters vor, um dann zu zeigen: Der Leguan ist wirklich ein der Hölle entsprungener Teufel. Er schildert überzeugend die Abgründe einer gepeinigten Kreatur, die resistent ist gegen Gefühle und mit raffiniertem Sadismus gegen die Welt kämpft.«

Anke Breitmaier, Westfälischer Anzeiger, Hamm

»Der Bestsellerautor Alberto Vázquez-Figueroa greift im neuen Roman eine wahre Geschichte auf und blickt gleichnishaft in die Abgründe des Menschlichen.«

Tiroler Tageszeitung, Innsbruck

»In einer einfachen, von der Handlung getragenen Sprache schildert Vázquez-Figueroa das entsetzliche Leben seiner dämonischen Hauptfigur Oberlus, die im 18. Jahrhundert auf einer Insel des Galapagos-Archipels ihr Unwesen getrieben haben soll. (...) Letztlich zeigt dieser beklemmende und verstörende Roman, wie wenig Menschlichkeit jemandem bleibt, dem diese selbst immer verwehrt wurde.«

Urs Bruggmann, Neue Luzerner Zeitung

»Ein Abenteuerroman. Gewiss. Aber was für einer. Einer, dessen Sog man sich nicht entziehen kann! Dass dieses im spanischen Original zuerst 1982 erschienene Buch uns hier zu Lande erst so spät erreicht, ist ein wenig verwunderlich, denn >Der Leguan< ist das vielleicht beste Buch des auch in Deutschland ja nicht etwa unbekannten Autors. >Der Leguan< muss man lesen!«

Thomas Köster, www.amazon.de  Online einsehen

»Beklemmend ist der neue Roman des 1936 in Santa Cruz de Tenerife geborene Vazquez-Figueroa. Unheimlich und beängstigend, manchmal eindringlich und schmerzhaft.Auf engstem Raum einer kleinen, verlassenen Insel spielen sich menschliche Dramen ab, erklärt ein Einzelner der Welt den Krieg. Eine mahnende Geschichte ist es, die umso dramatischer wird, je stiller und zurückhaltender die Sprache des Autors ist. Genial geschrieben! Ein Buch, das den Leser in ein Wechselbad der Gefühle schickt und nach der Lektüre lange nicht mehr loslässt.«

Barbara Wegmann, Titel-Magazin, Osnabrück  Online einsehen

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Bibliografie

Originaltitel: La iguana (Barcelona, 1982)
Originalsprache: Spanisch
Erstauflage: 30.3.2005
Auflage: 2