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Yusuf Atilgan Der Müßiggänger Eine Symphonie des Müßiggangs Wie »eine schwankende Brücke ohne Geländer« ist das Leben für den jungen Flaneur. Ziellos treibt er durch die Straßen Istanbuls. Er geht in Kinos, trifft sich mit Künstlern und macht sich einen Spaß daraus, die Heuchelei der anderen zu entlarven. Mal provoziert er Passanten, mal Kellner in den Cafés, immer ist er unglücklich und auf der verzweifelten Suche nach der Frau seiner Träume. Nachwort von Yüksel Pazarkaya zu »Der Müßiggänger« Vom Übersetzen toter Autoren Bericht der Übersetzerin Antje Bauer »Yusuf Atilgan erschien etwas spät auf der Bühne der Großstadtliteratur. Er hat jedoch eine spezielle Note, die ihn zeitlos und heute noch lesenswert macht. Atilgans Typ des überspannten Großstadtbewohners erinnert an Figuren der literarischen Moderne wie Knut Hamsuns einsame Helden in Großstadt und Fremde, an Edgar Allan Poes Mann der Masse oder an den Flaneur Baudelaires.« Martin Zähringer Neue Zürcher Zeitung 19.07.2008 »Mit dem gut gebauten und fesselnden Roman hat Yusuf Atilgan (1921-1989) schon früh die psychoanalytische Interpretationskultur importiert und damit in der Türkei einiges Befremden erzeugt.« Martin Zähringer St. Galler Tagblatt 13.10.2008 »Der Roman wirkt - nicht zuletzt dank der hervorragenden Übersetzung von Antje Bauer - erstaunlich modern. Durch die Konzentration auf C., den unangepassten jungen Mann mit rebellischen Zügen, entsteht ein präzises Porträt eines vom Leben zerschlissenen Menschen. C. vertritt seinen Müßiggang zwar offensiv als Lebensform, doch im Laufe des Romans wird klar, dass sein Umherirren signifikant ist für seinen seelischen Zustand und dass sich dahinter ein Geheimnis verbirgt.« Volker Kaminski Quantara.de - Dialog mit der islamischen Welt Bonn 20.05.2008 »Der Roman zeigt eine bemerkenswert offene Atmosphäre Istanbuls. "Der Müßiggänger" zeigt die türkische Gesellschaft zwischen Moderne und Tradition - und könnte ebenso gut in Rom spielen.« Jörg Plath Financial Times Deutschland Hamburg 04.02.2008 »Yusuf Atilgan hat einen leicht zu lesenden und unterhaltsamen Roman hinterlassen. Es ist eine Fabel über die Fremdheit zwischen den Menschen. Ein Liebesroman der verpassten Gelegenheiten. Vielleicht auch ein Lehrbeispiel für das Scheitern eines überheblichen Einzelnen.« Stefan Berkholz SWR 2 Baden-Baden 13.01.2008 »Yusuf Atilgans Roman erinnert an frühe Filme von Antonioni, an ›L'Avventura‹ oder ›La Notte‹. Oder an den Nouveau Roman: Ein Mann gleitet allein durch Istanbul.« Jörg Plath Deutschlandradio Berlin 27.11.2007
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