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Asli Erdogan Die Stadt mit der roten Pelerine »Asli Erdogan ist eine außergewöhnlich feinfühlige und scharfsichtige Autorin, ihre Romane sind vollendete Werke.« Rio de Janeiro: Stadt des Karnevals, Meisterin im Spiel der Täuschungsmanöver, der Zufälle und der Maskerade. Özgür, eine introvertierte junge türkische Akademikerin, kann sich von der ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Stadt nicht lösen, ja sie fühlt sich vielmehr angezogen von der scheinbar grenzenlosen Freiheit und der Lebensfreude der brasilianischen Metropole. Weit entfernt hat sich dabei die junge Frau von der traditionellen Frauenrolle, wie sie die türkische Gesellschaft vorsieht. Nicht wie eine Touristin führt Özgür den Leser durch die Labyrinthe dieser Großstadt, sondern wie eine Migrantin, die das zunächst Fremde als Vertrautes und Eigenes akzeptiert. Gleichzeitig ist die Stadt Impuls für ihr Schreiben und für die Schöpfung ihrer fiktiven Doppelgängerin Ö. – die beiden Erzählebenen, auf mannigfache Weise miteinander verflochten, spiegeln sich ineinander. Passagen, die aus einem Reiseführer stammen könnten, folgen surrealen Szenen, satirische Momente wechseln sich mit Zeitungsmeldungen ab. Die Reise in die Straßen Rio de Janeiros, immer begleitet von brasilianischen Rhythmen, führt mitten hinein in die Tiefen der Stadt mit ihren aufmüpfigen Favelas. Atemberaubend ist die nuancierte Feinzeichnung der Menschen, die in Liebe und Leid auf oftmals tödliche Weise miteinander verschmelzen. Leseprobe
Tag der Feuerwerke Dokumente zu Die Stadt mit der roten Pelerine Nachwort von Karin Schweißgut zu »Die Stadt mit der roten Pelerine«Feridun Andaç: Interview mit Asli Erdogan Iskender Savaşir: Talking to Asli Erdogan »Wir lesen die scheinbar genaue Wiedergabe einer verrotteten Stadtlandschaft, bewundernswert packend in diversen realistischen Details. Dabei ist das Chaos eines Innenlebens immer mitgedacht und mitgeschrieben. In diesen Überschneidungen von Innen und Außen sowie den Schwankungen im Realitätsbegriff liegt der Reiz und die Originalität dieses Buchs.« Ruth Klüger Die Welt Berlin 11.10.2008 »Asli Erdogan erzählt von Freiheit und Einsamkeit, von Leid und Ungerechtigkeit, in ihrer türkischen Heimat und in der Fremde. ›Die Stadt mit der roten Pelerine‹ ist ein vielschichtiger Roman, klug, anregend und aufwühlend, ein Feuerwerk an Metaphern – und aus diesem Grund ein intensives, ergreifendes Lese–Erlebnis.« Emel Korkmaz Hessischer Rundfunk hr 2 Frankfurt am Main 27.09.2008 »Eine faszinierende Mischung aus Beobachtung, innerem Monolog, aus szenischen Wechseln, Dokumentpassagen, Theaterspiel und die Reise in ein schillerndes Universum. Der Weg mit Özgür führt hinein in die Straßen Rio de Janeiros. Hinein in ein Labyrinth, das sehr groß, wenn nicht unüberschaubar ist, und einen über knapp 200 Seiten nicht freilassen will.« Michaela Krüger Kölner Stadt-Anzeiger 26.07.2008 »Hier begibt sich eine moderne, heimatlose, verlorene Weltbürgerin auf die Suche nach sich selbst.« Petra Klein Märkische Allgemeine Zeitung Potsdam 19.07.2008 »Für die Leser ist es eine doppelt spannende, weil doppelt fremde Lese-Erfahrung: Eintauchen in eine fremde Welt, die wir allerdings auch durch die Augen einer Frau erleben, die aus einer uns fremden Kultur stammt. Faszinierend sind die Beschreibungen der Charaktere, die in Liebe und Leid auf oftmals tödliche Weise miteinander verschmelzen.« Lübecker Nachrichten 18.07.2008 »Erdogan jongliert bilderreich, sprachgewaltig und gefährlich mitreißend mit Schicksalen, Wörtern, Sätzen. Und baut einen magischen Kosmos auf, in dem nicht verwundert, dass das tragische Ende der Protagonistin eine Erlösung ist.« Gisela Hoyer Dresdner Neueste Nachrichten / Leipziger Volkszeitung 07.07.2008 »Der Tonfall existentieller Traurigkeit kontrastiert stilistisch reizvoll mit der schnoddrigen Lebhaftigkeit der Haupterzählung und verrät, dass die Stadt, an die Özgür in einer Art amour fou gebunden ist, für ihre Heldin wie auch für sie, die Autorin, ein Exemplum des Lebens selbst ist.« Hans-Dieter Fronz Mannheimer Morgen 05.07.2008 »Wir folgen der Protagonistin durch ein Gestrüpp voller Mythen, Gefahren und Gewalten. Sie ist auf der Suche nach Leben, auf der Suche nach sich selbst. Sie hat flüchtige Liebschaften, sie will die Menschen verstehen, lernt die Sprache - doch sie bleibt immer die Fremde. Und sie verliert nach und nach den Boden unter den Füßen. Und über allem wirkt Rio, bleibt ständig gegenwärtig, röhrt und brüllt und lockt und reißt wie ein wildes Tier, ist nicht bloß Kulisse, sondern ganz real, es existiert. Ein verwickeltes und vielschichtiges Buch, aber bannend und aufwühlend bis zuletzt. Asli Erdogan ist ein Meisterstück gelungen.« Stefan Berkholz SWR 2, Forum Buch Baden-Baden 29.06.2008 »Selten wurde eine Stadt so prall-sinnlich und sprachmächtig vergegenwärtigt wie hier. Das Buch ist eine polyfone Sinfonie der Großstadt und Rio im Grunde seine wahre Heldin.« Hans-Dieter Fronz Der Bund Bern 14.06.2008 »Nicht nur ein Stück Lebenserfahrung der Autorin, sondern vor allem ein überaus faszinierender Roman, der einen geradezu magischen Sog ausübt. Die Autorin versteht es, mit wenigen Worten Atmosphäre und Augenblicke beeindruckend authentisch zu vermitteln. Ganz nebenbei: formal wie inhaltlich ein Meilenstein der aktuellen türkischen Literatur. Für möglichst viele Bibliotheken.« Elisabeth Mair-Gummermann ekz Bibliotheksservice Reutlinger 01.06.2008 10 von 29 angezeigt » Alle zeigen Elke Heidenreich über »Die Stadt mit der roten Pelerine« (Text und Video, ZDF) http://lesen.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,7163643,00.html Timour Muhidine: Dans la jungle des villes (Le Monde diplomatique) http://www.monde-diplomatique.fr/2003/07/MUHIDINE/10271 Th. P.: La Ville dont la cape est rouge (Urbanisme) http://www.urbanisme.fr/numero/334/Lib/lib334.pdf
Bibliografie: Die Stadt mit der roten Pelerine
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