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Patricia Grace

Anapuke, Berg der Ahnen

Roman
Aus dem Englischen von Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini
Der Kampf um Landrechte wird für eine Maorifamilie zur Begegnung mit der eigenen Geschichte und Tradition.
 Hardcover
€ 19.90, FR 33.90, €[A] 20.50
Broschiert
Vergriffen. Termin Neuausgabe unbestimmt
384 Seiten
ISBN 978-3-293-00317-0

 
Als Tawera zur Welt kommt, weiß er sofort, dass da noch jemand ist: ein anderes Kind, ein Mädchen, das nur er sehen kann. Schließlich stellt sich heraus, dass Tawera tatsächlich eine vier Jahre ältere Schwester hat, die nach einem Autounfall tot zur Welt kam. Die Mutter trauert lange um ihr erstes Kind, doch mit der Geburt von Tawera nimmt der Geist des Mädchens ganz selbstverständlich seinen Platz in der Familie ein. Für Tawera ist die ältere Schwester immer anwesend, er erzählt ihr, was er sieht und erlebt, sie spielen und streiten. Doch das Mädchen scheint noch eine andere Aufgabe zu haben in der Familie, die zunächst zaghaft, dann immer selbstbewusster um die alten Landrechte am Berg Anapuke, der Wohnstätte ihrer Ahnen, kämpft.

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Die kleine Idee, aus der Anapuke, Berg der Ahnen entstand, war die wahre Geschichte eines tot geborenen Babys, das im Krankenhaus im Abfall landete und schließlich der trauernden Familie für die Bestattung zurückgegeben wurde, jedoch ohne Augen. Es ist ein literarischer Kunstgriff (das Baby ist den ganzen Roman hindurch anwesend), den die Leser nicht so schnell vergessen können. Grace sagt, dass sie die Geschichte nicht wegen ihrer schockierenden Wirkung verwendet hat – »aber sie ist sehr eindringlich und bewegend, und Fiktion soll ja eindringlich und bewegend sein« –, obwohl sie tief schockiert war, als sie 1991 zum ersten Mal von dem toten Baby hörte. »Ich konnte es lange nicht vergessen. Aber ich glaubte nicht, dass ich darüber schreiben würde, ich dachte, es würde in einem Roman zu unglaubwürdig klingen. Die wahre Begebenheit ist im Roman abgemildert.«

Ebenso schockierend ist für sie eine andere Geschichte, die Eingang findet in den Roman: diejenige von Riripeti, die »von der Schule umgebracht wird«, weil sie nicht die richtigen Antworten in der richtigen Sprache geben kann. Grace benutzt diese Geschichten, um Familiengeschichten mit heutigen Maori-Anliegen zu verknüpfen, wie schon in ihren früheren Büchern.

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Bibliografie

Originaltitel: Baby No-Eyes (1998)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 25.8.2003
Auflage: 1