Stan Jones

Schamanenpass

Roman
Aus dem Englischen von Peter Friedrich
Ein Fall für Nathan Active (2)
Action und Abenteuer im Eis, Schamanen und Computer, Visionen und Handys, Schlittenhunde und Schneemobile – Nathan Active legt sich mit der Vergangenheit an, in der brutalen Ödnis am Schamanenpass.
 Hardcover
€ 19.90, FR 35.90, €[A] 20.50
gebunden
In anderer Ausgabe lieferbar
288 Seiten
ISBN 978-3-293-00340-8
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Die Mumie eines vor achtzig Jahren gestorbenen Mannes, »Onkelchen Frost« genannt, verschwindet spurlos aus dem Ortsmuseum von Chukchi. Zwei Tage später wird der alte Victor Solomon draußen beim Eislochfischen tot aufgefunden – mit der Harpune in der Brust, die zu »Onkelchen Frost« gehörte. Alaska State Trooper Nathan Active steht vor einem Rätsel. Erst als er die Ältesten befragt, wird ihm klar, dass er tief in die Geschichte der Siedlung eintauchen muss. Nur noch wenige Menschen wissen von den alten Zeiten, als die Schamanen alle Macht hatten und kaum einer es wagte, sich gegen sie aufzulehnen. Doch die Nachfahren der damals Beteiligten haben die alten Geschichten nicht vergessen. Die Welten prallen aufeinander, am Schamanenpass kommt es zum Showdown.

Stimmen

»Verfolgungsjagden auf Schneemobilen, tobende Schneestürme, eine ewige Eiswüste, Karibus und zugefrorene Seen, Buschpiloten und mutige Cops, aufrechte und geldgierige Eskimos, Sagen und Mythen, alte Rituale und neue Gewohnheiten. Aber der wohl wichtigste Strang dieses spannenden und gut konstruierten Kriminalromans ist die Geschichte um Schamanenkult und Christianisierung, um den Kampf der Freigeister gegen die alten Traditionen. Jones’ wohlbegründete und gut erzählte These: Solche Tradition ist nicht einfach gut oder schlecht. Auch die alten Schamanen haben um ihre Macht gekämpft, haben, wenn es sein musste, auch gemordet.«

Georg Patzer, literaturkritik.de

»›Schamanenpass‹ ist ein spannend erzählter Abenteuerroman, in dessen Mittelpunkt zwei Morde stehen. Nathan Active recherchiert mit der Beharrlichkeit eines Marathonläufers.«

Lexikon der Kriminalliteratur, Bitburg

»Stan Jones hat mit ›Schamanenpass‹ wieder einen ungewöhnlichen Krimi geschrieben. Es ist eine Mischung aus Kultur- und Sozialgeschichte, aus mündlicher Überlieferung von Lehren und Prophezeiungen eines Schamanen, der im 19. Jahrhundert in Nord-West-Alaska gelebt hat, aus realistischer Alltagsbeschreibung der Inupiat Anfang des 21. Jahrhunderts, aus Abenteuer und Fiktion. Ein spannendes, aufregendes, lehrreiches und amüsantes Buch, denn der Autor verfügt über eine gute Portion Humor, Witz, Ironie und Selbstironie. Ein vor Kälte klirrender Krimi, der mit viel Wärme und Achtung für die Inupiat geschrieben wurde. Was einem die größte Bewunderung abverlangt, ist, wie Stan Jones es schafft, aus einer Mumie langsam und immer deutlicher einen Menschen mit Gefühlen und Überzeugungen entstehen zu lassen und dadurch das Ineinandergreifen von Vergangenheit und Gegenwart verständlich zu machen.«

Rosemarie Altenhofer, Hessischer Rundfunk

»›Schamanenpass‹ ist bereits Stan Jones’ dritter Nathan-Active-Krimi. Wer die beiden Vorgänger ›Weißer Himmel, schwarzes Eis‹ und ›Gefrorene Sonne‹ verpasst hat, ist jetzt in der glücklichen Lage, den lächerlichen deutschen Winter mit seinen verhaltenen Plusgraden gleich über mehreren großartigen Büchern vergessen zu können.«

Kolja Mensing, Die Tagszeitung, Berlin

»Überzeugend ist nicht nur der Plot des literarisch geschriebenen Krimis. ›Schamanenpass‹ erzählt ebenso stimmig und dicht vom kargen Leben im eisigen Landstrich Nordalaskas.«

Berner Zeitung

»Stan Jones schubladisiert nicht, er teilt seine Protagonisten nicht in Schurken und Gutmenschen ein. Jones erzählt von der kargen sowie lebensfeindlichen Eiswüste, von den eisigen Schneestürmen, welche sogar die berühmte ›heisse Spur‹ verwehen können. Der Ethnokrimi des in Alaska lebenden US-Amerikaners Stan Jones erinnert an einen harten Schneeball: kompakt, eiskalt und von faszinierender Struktur.«

Nicole Zurbuchen, Sonntagsblick, Zürich

»Der coolste Krimi 2004.«

Bücher, Weihnachts-Special, Essen

»Jones, zu Recht als ›Tony Hillermann in Schneeschuhen‹ bezeichnet, gelingt wieder einmal ein Kriminalthriller, dessen Schauplätze so ungewöhnlich sind wie seine Charaktere. Der Schamanenpass? Es gibt ihn wirklich. Mitsamt seiner mörderischen Stürme. Und niemand weiß das besser als Jones, der Journalist und Buschpilot aus Anchorage. Nur heißt er anders als im Buch. Toughe Lektüre für die Zeit des ersten Schnees.«

Harff-Peter Schönherr, Stadtblatt, Osnabrück

»Ein Krimi als Reise zu einem fremden Volk und dessen Geschichte. Ein Erlebnis.«

Echo, Tirol

»Ein Krimi am Polarkreis kommt ohne Autos aus und ist ohne Schneemobile nicht denkbar. Die Männer an diesem eiskalt-exotischen Schauplatz von Stan Jones sind Pragmatiker des Überlebens in einer extrem feindlichen Umwelt – und doch stets auf der Hut vor Geistern. Wer nicht schneeblind ist, muss Stan Jones gelesen haben.«

Bücher-Magazin, Essen

»Trotz des Titels kein Ethnokitsch, vielmehr ist ›Schamanenpass‹ eine Art ethnologischer Kriminalroman von herausragender Qualität – und eine Hommage an die Verlierer der Kolonisation Alaskas.«

Stadtrevue, Köln

»Ein wunderschön eiskaltklirrender Ethno-Krimi beginnt an einem Eisloch in Alaska, wo ein Eingeborener mit einer antiken Harpune ermordet wurde.Stan Jones, geboren in Anchorage, kann trefflich von Schneemobilen, Jagd und Buschpiloten erzählen.«

Der Standard / Album, Wien

»Ein ethnologischer Kriminalroman von herausragender Qualität – und Hommage an die Verlierer der Kolonisation Alaskas zugleich.«

Ulrich Noller, Westdeutscher Rundfunk WDR5, Krimitipps  Online einsehen

»Raub und Mord haben ihre Wurzeln in vergangenen Zeiten. Spannend wie der Plot ist bei Stan Jones drittem Krimi ›Schamanenpass‹ wiederum das soziale Ambiente. Der Autor lebt in Anchorage. Die beklemmend dichten Schilderungen über das Leben im eisigen Landstrich Nordalaskas lassen einen frösteln. Melancholisch schöner Ethnokrimi.«

Facts, Zürich
 

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Bibliografie

Originaltitel: Shaman Pass (2002)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 21.7.2004
Auflage: 1