Kobo Abe

Die Frau in den Dünen

Mit einem Nachwort von Irmela Hijiya-Kirschnereit
Aus dem Japanischen von Oscar Benl und Mieko Osaki
Ein Mann, eine Frau und der unaufhaltsame Sand.
 Taschenbuch
€ 12.95, FR 17.90, €[A] 13.40
Broschiert
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Erscheint 17.9.2018
UT 809
256 Seiten
ISBN 978-3-293-20809-4
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In den Sanddünen vor einem abgelegenen Dorf frönt Niki Jumpei seiner einzigen Leidenschaft: der Suche nach unentdeckten Insektenarten. Als die Nacht hereinbricht, bieten ihm die Dorfbewohner ein Nachtquartier an – sie seilen ihn in die Tiefen eines Sandlochs hinab, zu einer einzelnen Hütte. Dort empfängt ihn eine junge Frau in geheimnisvoller Erwartung. Die ganze Nacht über bleibt sie auf und schaufelt das Haus frei. Als der Mann am nächsten Tag aufbrechen will, ist die Strickleiter verschwunden. Und durch alle Ritzen der Hütte dringt unablässig der Sand.

Dieser Roman begründete Kobo Abes Ruhm und wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Stimmen

»Abes faszinierende Beschreibung von Jumpeis Unglück ist herausragend. Dem Leser stockt bei den überwältigend kraftvollen Bildern des erstickenden Sandes selbst der Atem.«

James Kirkup, The Independent  Online einsehen

»Meisterhaft, wie der japanische Schriftsteller seinen namenlosen Antihelden schon auf der zweiten Seite sanft in ein ironisches Licht setzt, wenn er festhält, dass ein erwachsener Mann, der sich leidenschaftlich ›einer so sinnlosen Tätigkeit wie dem Sammeln von Insekten‹ verschreibe, einen seelischen Defekt haben müsse. Abe erzählt diese vom französischen Existenzialismus inspirierte Parabel in klaren, schlichten Sätzen, die zwischen trockener Wissenschaftlichkeit und der Einfachheit eines heißen Tages am Meeresstrand oszillieren.«

Neue Zürcher Zeitung  Online einsehen

»Eine vielschichtige Parabel, die Kobo Abe mit knappen, dichten Bildern und in einer von ihm seither nicht wiederholten Schlichtheit der Sprache in Szene gesetzt hat. Die zynisch-besessene Dorfbewohnerschaft ist die Gesellschaft. Der erstickende Sand ist die Umwelt. Der Mann und die Frau sind beide Opfer.«

Hisako Matsubara, Die Zeit  Online einsehen

»Kaum einer kann ein so absurdes Szenario so plausibel und vertraut erscheinen lassen wie Kobo Abe. Die Emotionen fangen den Leser im Körper des Protagonisten, in einem Labyrinth ohne Ausgang.«

Blake Butler, Vice  Online einsehen

»›Die Frau in den Dünen‹, die mystische Geschichte eines Mannes, der in einer abgelegenen Sandgrube gefangen gehalten wird, erinnert eher an Kafka als an Kawabata.«

David Remnick, The Washington Post  Online einsehen

»Manche Bücher muss man einfach gelesen haben. Abes existentialistisches Meisterwerk ist eines davon – es belebt den Geist und geht unter die Haut.«

Kris Kosaka, The Japan Times  Online einsehen

»Kobo Abe hat das Dilemma der menschlichen Existenz eingefangen, jedoch wird Die Frau in den Dünen nie schwer. Während sich die Atmosphäre zuzieht, bleibt die Sprache stets perfekt geschliffen. Ein Klassiker der Phantastik, besser geht es kaum. Ein gewaltiges Buch, ein Knall, ein Sturm, ein Versinken. Oder kurz: Weltliteratur.«

Björn Bischoff, Tentakelbuch  Online einsehen

»Eine bezeichnend düstere und surrealistische Fabel.«

James Sterngold, The New York Times  Online einsehen

»Eine einzige Interpretation wird diesem Werk nicht gerecht. Immer wieder muss der Leser seine Urteile und Prinzipien über den Haufen werfen. Anstatt einer ›Moral von der Geschicht‹ hinterlässt uns Abe eine Leerstelle, die wir selbst füllen müssen. Eine Herausforderung, von der man sich so schnell nicht abwenden wird.«

Ted Gioia, Fractiousfiction  Online einsehen
 

Dokumente

Autoren-Seiten

Porträt
(Übersetzung)

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Bibliografie

Originaltitel: Suna no Onna
Originalsprache: Japanisch
Erstauflage: 17.9.2018
Auflage: 1