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Juri Rytchëu »Vieles, was über über kleine Völker geschrieben wird, ist eine Fantasie von Leuten, die durch ein Fernglas auf das Ufer schauen.« Juri Rytchëu Juri Rytchëu wurde 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uëlen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens geboren. Der erste Schriftsteller dieses Volkes mit zwölftausend Menschen wurde mit seinen Romanen und Erzählungen zu einem berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur und eines vergessenen Volkes. Juri Rytchëu starb 2008 in St. Petersburg. Juri Rytchëu wurde 1930 in Uëlen, im äußersten Nordenosten Sibiriens, als Sohn eines Jägers geboren. In einer alten tschuktschischen Behausung inmitten der alten Bräuche wuchs er auf. Erste Kontakte mit Russen und dem Russischen hatte er durch Seeleute, die hier manchmal anlegten, mit den Wissenschaftlern der Polarstation, dann aber vor allem in der Schule. Nach deren Beendigung arbeitete er ... » MehrStimmen »Das kleine, von der Auslöschung bedrohte Volk hat einen großen Schriftsteller hervorgebracht, den 1930 geborenen Juri Rytchëu, der seit dreißig Jahren mit fesselnden Romanen und Epen von nichts anderem als dem Überlebenskampf, der kulturellen Eigenheit und alltäglichen Spiritualität der Tschuktschen erzählt. Seine Prosa ist kunstvoll und weise zugleich. Wenn das Wort von der Weltliteratur noch Sinn hat, dann hier: bei diesem Autor, der von einer unbekannten, missachteten Welt am Rande erzählt und dabei universelle Fragen der Menschheit stellt.«Karl-Markus Gauss Süddeutsche Zeitung München 06.06.2003 »Mit seinem Blick für das Wesentliche, seinem Einfühlungsvermögen in psychologische Vorgänge und seiner unsentimentalen, mit kleinen dramatischen Höhepunkten versetzten Erzählweise schlägt Rytchëu den Leser in seinen Bann und weckt Hochachtung für die Menschen dieser Gegend.« Deutsches Allegmeines Sonntagsblatt »Rytchëus Sprache ist klar und ohne Schnörkel. Sie beschränkt sich auf Wesentliches und erreicht doch eine erstaunliche Dichte, die das Geschehen ›hautnah‹ miterleben lässt.« Nürnberger Nachrichten »Das kann Rytchëu: erzählen, dass es das Herz zerreißt. Wie ist die Welt großartig und traurig!« listen »Aus Rytchëu, dem einstigen Ziehkind sowjetischer Nationalitätenpolitik, zu deren Prestigeobjekten Nationalschriftsteller gehörten, ist in den vergangenen Jahren ein scharfer Kritiker des sowjetischen Systems und der kruden postkommunistischen Marktwirtschaft geworden, der mit seinen in kurzer Folge erschienenen Romanen und Erzählungen ein einzigartiges Dokument der Agonie, aber auch der Widerstandskraft dieser uralten Kultur an der Behringstraße schuf.« Sabine Berking Frankfurter Allgemeine Zeitung 02.01.2007 »Es bleibt der bewundernde Respekt vor diesem Erzähler aus dem östlichsten Osten, dem es gelungen ist, ohne jeden Rückhalt bei einer autochthonen literarischen Tradition sich diesen eigenständigen Weg zu bahnen.« Lothar Baier Die Zeit »Ohne Frage reiht sich Rytchëu in die große Galerie der hervorragenden Romanciers des Realismus auf dem Boden der ehemaligen Sowjetunion wie Aitmatow, Valentin Rasputin und Wladimir Tendrjakow ein, deren Werke schon längst Bestandteil der Weltliteratur geworden sind.« Buchjournal »Bislang der einzige Autor von Weltrang, der ganz und gar authentisch vom harten Leben der Tschuktschen berichtet.« Der Standard »Welche Schönheit weiß Rytchëu in diesem unwirtlichen Tschuktschenland zu entdecken und in Worte zu fassen!« Zürichsee-Zeitung »Mit Kritik an der kulturellen Arroganz der Zivilisatoren hält Rytchëu nicht zurück, die Möglichkeiten kultureller Symbiosen sind ihm jedoch auch bewusst, schließlich lebt er in St. Petersburg. Das zeigt sich auch in seiner Schreibweise: Der Autor bezieht sich auf russische Klassiker und moderne Realisten ebenso wie auf Mythen der Tschuktschen, schamanistisches Wissen und die mündlichen Traditionen.« Der kleine Bund Bern 15.10.2005 10 von 11 Stimmen angezeigt. » Alle zeigen Der stille Genozid Über den Mord an den kleinen arktischen Völkern Russlands. Von Juri Rytchëu »Es galt also, mir einen anderen Weg zu suchen ...« Juri Rytchëu über sein Verhältnis zur mündlichen Erzähltradition »Von Kindheit an kannte ich jeden Grashalm ...« Aus einem Interview mit Juri Rytchëu Juri Rytchëu, Literatur aus dem hohen Norden Von Eveline Passet Wo der Globus zur Realität wird Eine Lesereise mit Juri Rytchëu. Von Leonhard Kossuth Juri Rytchëu: Life and works English summary about the author and his books Juri Rytkheu: World Literature Today By Joseph P. Mozur Jr. Juri Rytcheu liest auf Tschuktschisch (Videoclip von Jo Schwartz) http://www.joschwartz.com/rytcheu_clip.html Fokke Joel: Juri Rytchëu erinnert an ein vergessenes Volk http://www.freitag.de/2003/49/03491401.php Klaus Bednarz über Tschukotka heute http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-lit-pol/724.html Polar museums http://www.spri.cam.ac.uk/lib/museums.htm The Red Book of the Peoples of the Russian Empire http://julia.eki.ee/books/redbook/chukchis.shtml Human Rights and Economic Development in the Russia Far East http://www.lib.uconn.edu/ArcticCircle/SEEJ/Russia/deb.html Impressions of Russian Far East http://www.cs.toronto.edu/~mes/russia/fareast/chukotka.html Chukotka Autonomous District Overview http://vladivostok.com/usis/CHUKCHI.htm High North Alliance http://www.highnorth.no/Default.htm Arctic Circle http://borealis.lib.uconn.edu/arcticcircle/ Map of Chukotka http://arctic.foreignpolicyblogs.com/files/2009/08/goldminemap2.jpg Stimmen von Leserinnen und Lesern: Zu Juri Rytcheu Juri Rytchëu - Traum im Polarnebel
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