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Leonardo Padura Der Nebel von gestern »Havanna war die aufregendste Stadt der ganzen Welt! Die Nacht hörte nie auf. Als wärs das Normalste der Welt, hast du zwischen Marlon Brando und Cab Calloway gesessen, gleich neben Errol Flynn und Josephine Baker. Mit all den verrückten Leuten, den besten Musikern, die Kuba je hervorgebracht hat. Kannst du dir das vorstellen?« Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt - kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Leseprobe
»Die Symptome kamen ganz plötzlich, wie die gefräßige Welle, die am friedlichen Strand das Kind erfasst und mit sich in die Tiefen des Meeres reißt: der Salto mortale im Magen, das Taubheitsgefühl in den Beinen, das sie beinahe wegknicken ließ, der kalte Schwei » Mehr Dokumente zu Der Nebel von gestern Leonardo Padura über Mario Conde, die Macht des Dollar und die historische Ermüdung seiner Landsleute (Interview)Leonardo Padura über »Der Nebel von gestern« »Der wie eine alte Schallplatte in eine A– und eine B–Seite eingeteilte Roman ist eine von Hans–Joachim Hartstein glänzend übersetzte melancholische Zeitreise in die vorrevolutionären Tage Havannas, in denen das Nachtleben den Rhytmus des Lebens vorgab.« Reinhard Helling Frankfurter Allgemeine Zeitung 10.10.2008 »Wie immer ist Leonardo Padura am Allgemein-Menschlichen interessiert und hat eine nahezu hypnotische Stärke im Heraufbeschwören von Stimmungen - Melancholie, Taumel, Verfall; am Schluss ist das Glas leer.« Ingo Anhenn Begegnung der Kulturen Stuttgart »Dieser Roman, der gut auch als Krimi gelten kann, führt den Leser sowohl in das feudalistische Kuba der 50er Jahre als auch in die desolate Gegenwart mit ihren sozialen und v.a. wirtschaftlichen Verwerfungen. Atmosphärisch dicht, spannend und daher sehr empfehlenswert.« Joseph Schnurrer Buchprofile Bonn 01.01.2009 »Meisterhaft versteht es Leonardo Padura, vor dem inneren Auge Condes und dem des Lesers die späten Fünfzigerjahre auferstehen zu lassen, den Nebel zu lüften, uns Einblicke zu gewähren in eine pulsierende Stadt des Vergnügens, des Tanzes, der Musik, der halbseidenen Nachtclubs. Und ebenso rasch und eindrücklich reisst er uns wieder in die raue Gegenwart zurück, wo es ums nackte Überleben geht. Schwerelos begeben wir uns auf Zeitreisen, Vergangenheit und Gegenwart erhellen einander auf faszinierende Weise in diesem Buch, das viel mehr ist als ein Kriminalroman.« Andrea Bollinger Der Bund Bern 19.11.2008 »Leonardo Padura ist ein literarisches Meisterwerk gelungen, eine bezaubernde Hommage an Havanna und das karibische Lebensgefühl. Mit Haut und Haaren taucht der Leser ein in die Welt vor der Revolution und lernt das heruntergewirtschaftete Havanna von heute kennen.« Claudine Borries Die Berliner Literaturkritik 01.11.2008 »Ein Wunderwerk ist dem angesehenen und preisgekrönten Autor mit der atmosphärischen Darstellung des Lebensgefühl auf dieser herrlichen Karibikinsel gelungen. « Claudine Borries Die Berliner Literaturkritik 23.10.2008 »Leonardo Padura lässt die Zeiten von Militärdiktatur, Revolution und kommunistischer Herrschaft anhand menschlicher Schicksale lebendig werden. Facettenreich, leichtfüßig und bemerkenswert offen erzählt, entwickelt sich der Krimi zu einem Gesellschaftsroman im besten Sinne.« Matthias Busch Münchner Merkur 11.10.2008 »Leonardo Padura erzählt die Geschichte Kubas im 20.Jahrhundert quasi nebenbei, dabei erinnert ›Der Nebel von gestern‹ an Carlos Ruiz Safons ›Schatten des Windes‹ aber auch an Borges: ob es die Philosophie des Boleros ist, die uns fesselt oder das Labyrinth des eigenen Lebens in dem sich Mario Conde verläuft – ›Der Nebel von gestern‹ ist einer der intelligentesten, lebendigsten und schönsten Schmöker der letzten Zeit, der wie guter kubanischer Rum als einzige Nebenwirkung Lust auf mehr macht.« Stefan Maelck MDR Figaro Krimi des Monats 29.09.2008 »›Der Nebel von gestern‹ ist spannend, lebendig, fesselnd, interessant, versehen mit der nötigen Prise Deftigkeit, ohne vulgär zu werden. Und was Padura erneut meisterhaft gelingt: er entführt den Leser in diese verkommene, heruntergewirtschaftete Stadt Havanna, in eine von Drogen und Alkohol, Verbrechen, Prostitution und Korruption verdorbene und vergiftete Gesellschaft – wo es trotzdem brodelt und kocht vor Lebensfreude.« Sonja Kolb Associates Press (AP) 04.09.2008 »Padura besticht wieder mit einer subtilen Mischung aus Nostalgie, Melancholie und Begeisterung für die Wurzeln der kubanischen Kultur. Ein mitreißendes Melodram, das viele Leser entzücken wird.« Dietmar Adam ekz-bibliotheksservice Reutlingen 01.09.2008 10 von 21 angezeigt » Alle zeigen Gespräch mit Leonardo Padura (Peter B. Schumann, Deutschlandradio, Audiodatei) http://www.unionsverlag.com/userimg/Padura_dlf_20090101_0931_110d366f.mp3 Über den Bolero http://www.salsa-in-cuba.com/deu/dance_bolero.html Sobre el bolero http://www.cubamusic.com/page/CUB/ES/boleros.aspx
Bibliografie: Der Nebel von gestern
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