Yasmina Khadra

Herbst der Chimären

Kriminalroman
Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe
»Dies ist das böseste, schwärzeste Buch der Trilogie, eine Reise durch die Finsternis, durch Krankenhäuser und auf Friedhöfe, in fast entvölkerte Dörfer und an die Schauplätze der Morde.« Wilhelm Roth, Frankfurter Rundschau
Taschenbuch
broschiert
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UT metro 240
144 Seiten
ISBN 978-3-293-20240-5
€ 8.90 / sFR. 12.90
Unionsverlag
 Taschenbuch
€ 8.90 / sFR. 12.90

Der unbestechliche Kommissar Llob wird aus dem Polizeidienst entlassen: Er hat unter Pseudonym Kriminalromane geschrieben, die wegen ihrer schonungslosen Offenheit den korrupten Mächtigen von Algerien gefährlich werden könnten. Llob ist geächtet, verliert seine letzten Freunde und entgeht nur knapp einem Anschlag. Als ihm jemand die Rehabilitation anbietet, lehnt er ab. Von nun an ist er ganz allein.

Khadra lässt noch einmal in intensiven Bildern das vom Terror verwüstete Algerien entstehen - es ist zugleich eine Liebeserklärung an sein Land.

Stimmen

Yasmina Khadras Romane erlauben einen seltenen Einblick in das vor westlichen Augen abgeschirmte Algier. ›Algier ist eine Wanderbühne, auf der nur Tragödien zur Aufführung kommen‹, heißt es an einer Stelle. Mag sein. Aber Mohammed Moulessehoul ist ihr begabtester Regisseur.

Robert Müller, Berliner Morgenpost,

›Herbst der Chimären‹ ist das böseste, schwärzeste Buch der Trilogie, eine Reise durch die Finsternis, durch Krankenhäuser und auf Friedhöfe, in fast entvölkerte Dörfer.

Wilhelm Roth, Frankfurter Rundschau,

Khadra alias Moulessehoul entwirft ein beängstigendes Szenario, wie es ihm selbst hätte ergehen können, wäre sein Pseudonym während der Aktivzeit aufgedeckt worden.

Neue Luzerner Zeitung,

Khadra zeichnet in seinem Krimi ein eindringliches Bild der kaum überschaubaren Verhältnisse in Algerien.

Metropol, Zürich, 05.10.2001

konsequent, verzweifelt und äusserst einprägsam

Wienerin, 01.11.2001

Der Autor weiß nur zu gut, worüber er schreibt; kein Wunder also, dass der Leser eine Weile braucht, um nach der Lektüre wieder in die heile Welt zurückzufinden.

Die Rheinpfalz, 30.08.2002

...die Möglichkeit, das heutige Algerien zu entdecken.

www.maigret.info,

Dem Autor geht es darum, die Hintergründe des Kriegs in Algerien aufzuzeigen, von dem die finanzkräftige Elite profitiert. Was diese natürlich wenig freut. Der Kommissar, der wie Khadra in seiner Freizeit Romane schreibt, ist unerbittlich und unbequem.

Sabine Girsberger, Trigon-Magazin, Wettingen, 01.12.2002

Khadras tiefschwarze Krimis sind anders als herkömmliche Genreliteratur. Die Aufklärung der Verbrechen wird in diesen Geschichten nicht als Erfolg verbucht, weil die Maschinerie des Wahnsinns, gespeist und geschmiert aus vielerlei dunklen Quellen, weiterläuft.

Robert Brack, die tageszeitung, Berlin, 23.10.2001

Eine packende, lohnende Lektüre. Das kenntnisreiche Nachwort von Beate Burtscher-Bechter ordnet die stimmungsstarke Story exakt in politisch-gesellschaftliche Zusamenhänge ein.

Peter Meier, Blick, Zürich, 13.10.2001

Ein Kriminalroman, dem eine eindringliche Schilderung der Missstände im Algerien von heute gelingt.

Volltext, 01.10.2002

Für uns ist die Trilogie eine der offensten und schonungslosesten Darstellungen der Situation im heutigen Algerien ohne mahnenden Zeigefinger, temporeich und unterhaltsam, aber stets politisch.

www.nahost.de, 01.01.2001

›Herbst der Chimären‹ ist sein letzter Kommissar-Llob-Krimi. Der definitiv letzte. Und als solcher schonungslos pessimistisch und so düster wie seine Heimat, ›in der es nichts gibt als Schuldige und Opfer‹, wie Kommissar Llob sagt.

Bieler Tagblatt, Biel, 31.08.2002

Wieder ein Yasmina-Khadra-Krimi, der viel über das Leben in Algerien und den täglichen Wahnsinn des Fundamentalismus verrät.

Die Welt, Berlin, 06.07.2002
 

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Bibliografie

Originaltitel: L'automne des chimères (1998)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 11.07.2002
Auflage: 1