Patrick Boman

Peabody geht fischen

Kriminalroman
Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe
»Peabody ist der niederträchtigste Ermittler, der jemals in Szene gesetzt wurde.« Westdeutscher Rundfunk
 Taschenbuch
€ 8.90, FR 12.90, €[A] 9.20
broschiert
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UT metro 361
192 Seiten
ISBN 978-3-293-20361-7
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»Gehen Sie fischen. Holen Sie sich keine Syphilis. Kurz, betrachten Sie es als eine Art Urlaub.« So lautet die gut gemeinte Empfehlung, die Inspektor Peabody mit auf den Weg bekommt bei seiner Zwangsversetzung in ein Fischernest an der südindischen Küste. Doch noch bevor sich Peabody mit den betäubenden Klimaverhältnissen und den reichlich obskuren Sitten in diesem verschlafenen Außenposten der britischen Kronkolonie vertraut machen kann, wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um die sehr traurigen Überreste des zwielichtigen Anwalts Shantidas, Freund der Witwen und Waisen.

Stimmen

»Dieser Peabody ist ein Stinkstiefel – er ist zu dick, kaut auf einer unappetitlichen Zigarre rum und hält sich nicht an die Regeln. Dafür spricht er aber einige indische Sprachen, ist nicht korrupt und, wie es heißt, ›so indisch, wie ein Engländer nur sein konnte, also indischer, als die Polizei erlaubt.‹«

WDR2, Köln

»Ein mit einigen witzigen, lebendigen Nebenfiguren angereicherter Krimi, der vor allem von seinen Skurrilitäten lebt, eine Krimiparodie und eine Satire auf den Kolonialbetrieb.«

Georg Patzer, literaturkritik.de, Hamburg  Online einsehen

»Lesen Sie diesen Text gar nicht erst zu Ende, wenn Sie auf Kommissare stehen, die monogam sind, Flüche meiden und sich bei ihren Vorgesetzten größter Beliebtheit erfreuen. Sonst kriegen Sie es mit Inspector Peabody zu tun. Der Franzose Patrick Boman hat diesen abgehalfterten Koloss geschaffen – mit seinem galligen Witz, seiner unverhohlenen Lust am weiblichen Geschlecht und seinem derben Ton gegenüber der Welt an sich, besonders aber ihrer verbrecherischen Hälfte. Man ist genussvoll und nicht selten laut lachend damit beschäftigt, die Parade der Charakter-Käuze zu bestaunen, die Peabodys Spurensuche eskortieren.«

Lars L. von der Gönna, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen

»Zart besaitete Seelen müssen bei diesem Inspektor schon ab und zu mal tapfer schlucken. Denn Peabody flucht gerne und begegnet anderen meist mit Sarkasmus und Ironie. Menschen mag er offensichtlich nicht besonders. Dafür liebt er grüne Zigarren, die er ständig raucht. Ein spannender und unterhaltsamer Krimi voll schwarzem Humor, absurden Situationen und exotischer Atmosphäre, der die britische Kolonialzeit in Indien in all ihren Facetten wunderbar schildert.«

Bücher, Essen

»Die Geschichte ist spannend, höchst unterhaltsam und mit viel Lokalkolorit erzählt. Patrick Boman zeichnet ein detailreiches und farbiges Bild des abgelegenen kolonialen Fischerortes in Südindien.«

Jürgen Küssow, Radio Transglobal bei Tide 90, 6, Hamburg

»Boman, übrigens ein schwedischer Franzose, falls es so etwas gibt, testet auch unsere moralische Flexibilität. Schreiben kann der Bursche zudem, Personen, Orte, schwer atmende Landschaften mit zwei, drei Strichen zeichnen, so dass noch genügend Raum bleibt für die Phantasie des Lesers, aber auch ein Ort, an dem er sie vom Zügel lassen kann. Ein lustiger noir, kein zynischer, einer halt, der uns ein munteres Feuerchen in der dunklen Welt anzündet. Nicht um uns zu wärmen, sondern um uns sehend zu machen.«

www.hinternet.de  Online einsehen

»Man kann Patrick Boman zu dieser Figur, einem Menschen in seinem Widerspruch, nur gratulieren. Auch zu der Art, wie gänzlich unangestrengt indische Vergangenheit vors Auge des Lesers erzählt wird, ohne alles Hantieren mit mühsam herbeirecherchiertem Historienkolorit.«

perlentaucher.de

»Wer also wissen will, wie sich das Britische Empire durch seine Beamten selbst zugrunde gerichtet hat, der bekommt mit ›Peabody geht fischen‹ jetzt genau das Buch, auf das er gewartet hat, seit er die letzte Seite von T. C. Boyles ›Wassermusik‹ gelesen hat.«

Kolja Mensing, Tageszeitung, Berlin

»Boman hat ein sicheres Gespür für absurde Situationen und Zwischentöne.«

Frank Rumpel, Titel-Magazin

»Ein Krimi mitten im von den Briten besetzten Indien, in dem kein einziger Brite eine weiße Weste hat – nicht mal der Detektiv. Der Kriminalfall liefert den Vorwand für ein humorvolles, atmosphärisches Porträt einer Kolonialistenschicht, die, besiegt von Hitze und Trägheit, korrupten Landessitten längst verfallen ist.«

Die Rheinpfalz, Ludwigshafen

»Ein spannender Krimi, der durch den ungewöhnlichen Inspektor zum Lesegenuss der ganz besonderen Art wird. Gewürzt mit einem geradezu sarkastischen Humor.«

Nordsee-Zeitung, Bremerhaven

»Das Buch gefällt nicht nur, weil Boman so überzeugend eine Situation am Rande des Imperiums entfaltet, wo die Staatsgewalt nicht so richtig gefürchtet wird. Sondern auch, weil er mit solcher Ökonomie, mit solch trockenem Witz erzählt.«

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, Hamm

»Der Krimi ist eine Entdeckung: ein gewitzter und niederträchtiger Detektiv, ein wunderbares Ambiente und eine spannende Handlung.«

20 Minuten, Zürich

»Boman hat mit Josaphat Peabody eine eigenwillige und interessante Figur geschaffen, einen Ermittler, der mit Widerwillen an seine Arbeit geht, der die britische Kolonialhierarchie nicht ernst nimmt und seinen scharfen Verstand ebenso wie seine Respektlosigkeit zum Vergnügen des Lesers einsetzt.«

Nicole Rodriguez Cardenas, Hessischer Rundfunk

»Fiese, widerliche Ermittler kennt die Kriminalliteratur zur Genüge. Josaphat Peabody stellt trotzdem die meisten von ihnen in den Schatten. Der Kommissar in Patrick Bomans Roman ist extrem dickleibig und verfressen, dazu übellaunig, faul, geil, misanthropisch und mit Freund und Feind nicht zimperlich. Ein Antityp, der aber in seiner knorrigen Art, die gegen alle guten Sitten verstößt, immer wieder sympathisch rüberkommt, nicht zuletzt deshalb, weil er ein großer Fan von Piratengeschichten ist, also schlechterdings kein gar so übler Mensch sein kann.«

Ulrich Noller, Westdeutscher Rundfunk

»Unterhaltsam ist der Weg zur Lösung, die uns Patrick Boman erzählt – er lässt seinen Inspektor lieber Piratenromane lesen als Verdächtige zu verhören, er zeigt uns den korrupten Mikrokosmos des kolonialen Subkontinents. Sehr reizvoll.«

Tiroler Tageszeitung, Innsbruck

»Patrick Boman ist mit seinem Inspektor die Erfindung eines prächtigen Charakters gelungen, der in der Krimilandschaft tatsächlich noch gefehlt hat: der exakte Gegenpol zum Gentleman-Verbrecher in Gestalt eines begnadeten Kriminalisten-Ekels.«

Salzburger Nachrichten

»Vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte ist dieser Stoff eine Exkursion in die Abgründe der Seele; beißend in Szene gesetzt mit bitterbösem, schwarzem Humor.«

Ulrich Noller, StadtRevue, Köln
 

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»Ein begnadetes Kriminalisten-Ekel!« Salzburger Nachrichten

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Seit Die Zivilsation, Mutter! kennt man Driss Chraïbis sanften und zugleich tiefsinnigen Humor. Mit der Feder eines großartigen Humoristen und dem Feingefühl des Literaten hat er einen Detektiv geschaffen, wie es ihn noch nie gab.

Bibliografie

Originaltitel: Peabody secoue le cocotier (2002)
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 18.4.2006
Auflage: 1