Pablo De Santis

Voltaires Kalligraph

Roman
Aus dem Spanischen von Claudia Wuttke
»Als hätten E. T. A. Hoffmann und Franz Kafka gemeinsam einen Krimi geschrieben.« Kathrin Fischer, Hessischer Rundfunk
Taschenbuch
Sofort lieferbar
UT metro 338
160 Seiten
ISBN 978-3-293-20338-9
€ 8.90 / sFR. 12.90
Staunend folgen wir dem Kalligraphen Dalessius durch die Wunder des 18. Jahrhunderts: Automaten, erfinderische Henker, sonderliche Bordelle, frühe Computer, Hinrichtungsmaschinen, Teiche voller giftiger Fische, düstere Schlösser und die Linienkutschen für Leichen sind alle in den Kampf der Aufklärung gegen die finsteren Mächte des untergehenden Ancien Régime verstrickt. Voltaire und Dalessius decken einen ungeheuren Coup des Klerus auf, aber können sie ihn auch verhindern?
Pablo De Santis erzählt uns die Zeit vor der Französischen Revolution so, wie wir sie garantiert noch nie gesehen haben.

Stimmen

Ein hinrereißender Lesespaß!

Hamburger Anzeigen und Nachrichten, 07.04.2005

Eine atemberaubende Zeitreise unternimmt der argentinische Autor Pablo De Santis. Er erzählt in Romanform das Leben des Kalligraphen Dalessius. Dieser erlebt die Wunder und Absonderlichkeiten des 18. Jahrhunderts: Automaten, erfinderische Henker, Bordelle, düstere Schlösser, Linienkutschen für Leichen, Teiche voller giftiger Fische und vieles mehr. Zusammen mit Voltaire deckt er einen ungeheuren Coup des Klerus auf. Skurrile Ereignisse und sonderbare Verstrickungen bestimmen Inhalt und Ton des Buches.

Passauer Neue Presse, 27.01.2005

Pablo De Santis setzt philosophische Denkstrukturen zu kriminalistischer Literatur um. Seine Täter und Opfer diskutieren über die Schönheit von Maschinenmenschen, Statuen und die Kunst oder die Mystik alter Schriften, doch sie können nie aus ihren Zwängen ausbrechen. Fatale Finale sind vorprogrammiert. Das Ganze ist gespickt mit Effekten des Gruselromans und Elementen des fantastischen Romans. Damit steht Pablo De Santis in der Tradition von Borges und Casares — wie er waren beide Argentinier. Präzise, geradlinig, pointiert zieht er die Zügel seiner Geschichten immer straffer — und haltlos ergibt sich der Leser: Pablo De Santis, das ist detektivisch gute Krimipoesie!

Jochen Marmit, Südwestrundfunk 2, Bücherlese, 01.09.2004

In einem Interview bezeichnete De Santis seinen Helden treffend als Mischung aus Alchimist und James Bond. Sein kulturgeschichtlich interessanter und sprachlich dichter Krimi ist ein überzeugender Roman, angesiedelt in einer düsteren Phase des Umbruchs.

Doris Schrötter, Österreichisches Bibliothekswerk, Salzburg, 26.08.2004

Der Roman steht für die Freude an einem schön geschriebenen Mord-Roman, der die Kulturgeschichte nicht als verstaubtes Möbel sieht, sondern als durchaus aktuellen Schauplatz, den man nur ein klein wenig anders, ein klein wenig schräg und mit leicht ironischem Blick angucken muss.

Maibritt Hutzel, Titel-Magazin, 22.08.2004  Online einsehen

Ein skurriles Ambiente im Zeitalter der Aufklärung und ein lustvoll fabulierender Autor, der mit Nebensätzen ganze Geschichten erzählt, sorgen für ein höchst konzentriertes, anspruchsvolles Lesevergnügen.

Gabriele Kauer, Borromäusverein, Bonn, 20.08.2004

Dieses Buch, das vom Umfang her bescheiden, wenn auch mit einem genial hinterfotzigen Cover daherkommt, verdient einen Platz im Regal unter den absoluten Lieblings-Highlights. Der Autor spielt virtuos mit historischen Andeutungen, die sich trickreich mit Fakten mischen und erzählt von einem vorrevolutionären Frankreich des 18. Jahrhunderts, in dem einander beunruhigende Maschinen, nicht weniger beunruhigende menschliche Individuen und ungeheure Intrigen begegnen. Fazit: Sensationeller ›Mord-Roman‹ — zu klug und espritreich, um ihn bloß einmal zu lesen.

Sylvia Treudl, Buchkultur, 31.07.2004

De Santis inszeniert in ›Voltaires Kalligraph‹ ein furioses Finale, das suggestiv vorführt, wie Worte doch buchstäblich töten könen.

Roberta De Righi, Abendzeitung, München, 31.07.2004

Ein spannender Krimi, dessen Opfer Wahrheit und Freiheit sind. Es ist ein Spiel mit geschichtlichen Verweisen, eine düstere Reise ins Paris und Toulouse des 18. Jahrhunderts, zugleich aber auch die Geschichte eines mutigen Schreibers und ein Loblied auf die Kunst der Kalligraphie.

Esslinger Zeitung, 24.07.2004

De Santis benutzt wieder verschiedene Genres (Gespenstergeschichte, Krimi, Abenteuerroman), um daraus etwas ganz Eigenes zu kreiern. Dabei ist ihm ein skurriler, spannender und auch humorvoller Roman gelungen, der gekonnt den Kampf zwischen der Aufklärung und ihren düsteren Feinden widerspiegelt.

Dietmar Adam, ekz-Informationsdienst, Reutlingen, 30.06.2004

Ein spannender Krimi, dessen Opfer Wahrheit und Freiheit sind.

Silvia Vogt, Associated Press AP, Frankfurt, 03.06.2004

›Voltaires Kalligraph‹ spielt in der Ära der Aufklärung und wird bevölkert von Automaten, geheimnisvollen Leichentransporten, nackten Fauenkörpern mit geheimen Botschaften und viel anderem Zeug. Pablo De Santis' Kleinod wäre der Traum eines jeden Germanistikseminars, wenn es nicht obendrein auf Borges-artige Weise unterhaltsam wäre. Ein Rätselkabinett im Krimi-Gewand. Ein absolutes Muss für die Liebhaber des literarischen Krimis.

Andreas Ammer, Bayerischer Rundfunk, Diwan, 22.05.2004

Ein rasantes, ein geradezu höllisches Tempo schlägt der Erzähler an. Es scheint ihm Spaß zu machen, ganze Welten in Nussschalen zu pressen, sie zu nennen und zu zerstören fast in einem. Das Geschick De Santis' besteht unter anderem darin, den Wissensdurst, die Wissenschaftlichkeit der Aufklärer in raffinierte Unterhaltung zu verwandeln. Und die Übersetzerin, Claudia Wuttke, hat doch einiges vom eleganten, so lakonischen, so auf englische Art trocken wirkenden Stil des Autors ins Deutsche hinüberretten können.

Christoph Kuhn, Tages Anzeiger, Zürich, 04.05.2004

Der dritte Roman des argentinischen Schriftstellers Pablo De Santis ist genauso bizarr, anspielungsreich und merkwürdig wie seine ersten beiden Bücher. Er zeigt, dass hier ein Autor sein Weltniveau scheinbar spielerisch hält. Mon dieu – was für ein Buch!, möchte man ausrufen, wenn man die 180 Seiten des schmalen Romans verwirrt, gespannt und begeistert in einem Rutsch durchgelesen hat, wenn man aus der Welt der täuschend echten Automatenmenschen, der klerikalen Intrigen und mysteriösen Uhrmacher, der hilfsbereiten Henker, fanatischen Mönche, bordellbesitzenden Zwerge, der unsichtbaren, blutigen oder brennenden Tinte, der reisenden Toten und vieldeutigen Wörter wieder aufgetaucht ist, sich die Augen reibt und sofort von neuem zu lesen beginnt. Geistreich in den Dialogen, absurd in der Handlung, phantastisch in den Bildern – als hätten E. T. A. Hoffmann und Franz Kafka gemeinsam einen Krimi geschrieben.

Kathrin Fischer, Hessischer Rundfunk, Frankfurt, 22.05.2004

Der Leser folgt dem jungen Kalligraphen Dalessius Schritt für Schritt und wird im satirisch-komischen Ton von Pablo de Santis nicht nur in Form eines Kriminalromans, sondern auch in Form einer etwas anderen Kulturgeschichte bestens unterhalten.

Kerstin Arnold, 3sat.de, 27.04.2004  Online einsehen

Die Figuren sind nicht nur auf der Suche nach einem Verbrechen, sondern auf dem Weg in ihr Innerstes. Die verborgenen Pfade dorthin hat de Santis mit solch sprachlicher Präzision beschrieben, dass man das Knistern des Pergamentes und den Geruch der Tinte zu spüren glaubt.

Deutsche Welle, Bonn, 25.04.2004

Staunend folgt man dem Kalligraphen Dalessius durch die Wunder des 18. Jahrhunderts. Meisterhaft.

Schweizer Familie, Zürich, 22.04.2004

In seinem ganz und gar unkonventionellen historischen Roman schickt der Argentinier Pablo De Santis seine Leser zusammen mit dem jungen Dalessius auf eine atemberaubende Zeitreise in ein Panoptikum des Schreckens.

Augsburger Allgemeine, 17.04.2004

Pablo De Santis ist ein Meister des Bizarren, Rätselhaften zwischen Buchdeckeln. Normal ist hier nichts. Fragwürdig alles.

Alice Natter, Südkurier, Konstanz, 20.04.2004

Eine filigrane Preziose, voller wunderbarer Einfälle und Begegnungen. Ein Pastiche der exquisiten Art.

Ekkehard Knörer, Perlentaucher.de, 15.04.2004

Wer erst mal begonnen hat, Pablo De Santis' Roman ›Voltaires Kalligraph‹ zu lesen, der sollte sich für den Rest des Tages nichts mehr vornehmen. Ein meisterlich geschriebener Spannungsroman voller historischer Anspielungen, eine Lesegenuss nicht nur für die Fans von Umberto Ecos ›Im Namen der Rose‹.

Barbara Steinbauer, Radio Aktiv, Springe, 25.03.2004

Der argentinische Schriftsteller versteht es, Elemente verschiedener Genres perfekt zu etwas literarisch völlig Neuartigem zu vermengen, das weder Krimi, Horror, noch Historie, sondern ein Kunstwerk für sich ist. Pablo de Santis legt ein weiteres Meisterwerk an skurrilem Humor, Wortwitz wie pointierter Satire hin.

Sandammeer.de, 24.03.2004  Online einsehen

Was den Roman lesenswert macht, ist nicht nur die in das historische Umfeld eingebettete Mord-Geschichte. Es ist der Blick auf die Welt des geschriebenen Wortes und die Schreibkunst der Kalligraphen. Und es geht um die Wahrheit der Wörter und eine aussterbende Profession.

Ursula Czerlinski, Lesart, Rangsdorf, 01.03.2004
 

Nachrichten

Autoren-Seiten

Andere Werke von Pablo De Santis

Cover
(2010)
Sofort lieferbar
Cover
(2007)
Sofort lieferbar
Cover
(2002)
Sofort lieferbar
Cover
(2000)
Sofort lieferbar

Bibliografie

Originaltitel: El calígrafo de Voltaire (Barcelona, 2001)
Originalsprache: Spanisch
Erstauflage: 17.08.2005
Auflage: 1