Pablo De Santis

Die Übersetzung

Roman
Aus dem Spanischen von Gisbert Haefs
»Nie würde mir einfallen, ein Buch zu schreiben, das nicht unterhält.« Pablo De Santis
Taschenbuch
broschiert
Sofort lieferbar
UT metro 494
160 Seiten
ISBN 978-3-293-20494-2
€ 8.90 / sFR. 12.90
Puerto Esfinge – der Hafen der Sphinx – ist ein verwunschener Ort an der argentinischen Atlantikküste. Genau der richtige Platz für einen Kongress über Geheimsprachen, über Kryptologie, über ausgestorbene Sprachen. Eigentlich fährt Miguel De Blast nur hin, um seine Jugendliebe Ana wieder zu treffen, die er an seinen Rivalen Naum verloren hat. Naum ist jetzt ein Star im Literaturbetrieb und alle fiebern seinem Auftritt entgegen. Aber bevor der Meister eintrifft, beginnen die Rätsel: Erst werden Seehunde tot aufgefunden, dann mehrere Kongressteilnehmer. Die örtliche Polizei ist ratlos. Miguel De Blast gerät auf die Spur eines uralten Fluchs und einer magischen, vergessenen Sprache.

Stimmen

Es ist amüsant zu lesen, brillant konstruiert und steht in einer illustren argentinischen Tradition.

Harald Loch, Saarbrücker Zeitung,

Zwischen all diesen Experimenten sind die Romane des argentinischen Pablo De Santis wertvolle Fundstücke. Kriminalliteratur als fantastisches Gedankenspiel – so könnte man seinen Roman beschreiben, der deutliche Beziehungen zum Altmeister Edgar Allen Poe aufweist. Sein Roman ist ein hochkarätiges, literarisches und lustvolles Spiel mit der Form des Kriminalromans. De Santis’ Rückbesinnung auf Meister der fantastischen Literatur, wie Jorge Luis Borges, und der Kriminalliteratur, wie etwa E.A. Poe, und seine Übertragung in die Moderne ist absolut gelungen. Ein Roman, der den Leser am Ende mit einem Rätsel zurücklässt. Kann Sprache töten?

www.der-buecherfreund.de, 01.01.2000

De Santis Roman unterhält auf intelligente Weise. Er ist raffiniert komponiert, vom Makrokosmos der Schauplätze und Charaktere hinein in die Feinheiten der Sprache.

Uwe Schick, Am Erker,

De Santis verpackt clevere Einfälle in beiläufige Bemerkungen. Kein Wunder, erzählt er doch in diesem auch ein nettes Geschenk für Sprachwissenschaftler abgebenden Krimi, dass man den Tod herbeischwatzen kann.

Stuttgarter Zeitung,

Dieses Böse als dunklen Subtext eines Buchs zu begreifen, das in einer fremden Sprache geschrieben ist, und seine Entzifferung als Übertragung in die Sprache anzusehen, die wir verstehen, ist ein linguistischer hermeneutischer Grundgedanke, dem Pablo De Santis kühl, mit einem wachen Sensorium für erzählerisches Kalkül und sprachlich präzise folgt.

Klaus Siblewski, Süddeutsche Zeitung,

Pablo De Santis ist eine echte Entdeckung, und dass sein Buch jetzt ins Deutsche übersetzt wurde, ein Riesenglück.

Beate Herkendell, marie claire,

Der eigentliche Star der Erzählung ist die Sprache. Und es ist nicht nur literarisch anspruchsvoll, sondern auch äußerst vergnüglich, zu lesen, wie die Sprache zum Stoff und zum Motor des Geschehens wird.

Jazz Zeit,

Allein die knappen Schilderungen einzelner Vorträge, etwa über das außer Kontrolle geratene Gehirn einer Simultandolmetscherin, die unendliche Suche nach der Bedeutung eines Wortes oder das Schweigen in einer Sprache, sind kleine Meisterstücke.

Corinna Dolderer, Münchner Merkur,

Krimi einmal anders – geheimnisvoll und magisch, dabei spannend und unterhaltsam geschrieben. Ein Buch, das einen auch nach dem Lesen noch beschäftigen wird.

Michaela Grom, SWR1,

Das kleine Buch erzählt den Hauch einer Geschichte, die ein bisschen was von Poe, Kafka, Lem und viel von Borges hat.

schwarze taz,

Ein psychologisch oft sehr humorvolles Buch auf hohem sprachlichen Niveau, spannend und mit anregenden Ideen. Beste Unterhaltungsliteratur!

Omega News,

Ein gelungener Roman mit Tiefgang, hervorragend übersetzt.

Reinhard Ehgartner, www.rezensionen.at,

Ein Buch, dessen Atmosphäre an die Romane von Umberto Eco erinnert!

Leben und Glauben,

Aus der Sicht des menschenscheuen Übersetzers Miguel De Blast entwickelt De Santis in einem lakonisch-trockenen Tonfall ein Labyrinth der Verirrungen und Intrigen, in dem die Sprache zum Motor der Handlung und zur Tatwaffe wird.

Angelika Hager, Profil,

Pablo De Santis zeigt, wie man ein eigentlich staubtrockenes Thema als originellen und spannenden Kriminalroman durchspielen kann.

Volker Isfort, Abendzeitung,

De Santis spielt in seinem Buch mit der Sprache, mit Begriffen, mit Deutungen und Bedeutungen. Darin liegt der Spannungsbogen dieser fantastischen Kriminalgeschichte, die dem Genre neue Facetten hinzufügt, aber auch traditionelle Elemente geschickt einbaut.

Margarete von Schwarzkopf, NDR, Bücherwelt,

Man folgt De Santis gern auf den verschlungenen Pfaden seiner bizarren Einfälle bis zur babylonischen Sprachverwirrung und noch weiter in die Tiefen der Zeit, wo sich im Labyrinth der Wörter auch Spezialisten verirren und Sprache zu einer tödlichen Waffe werden kann.

Karolina Fell, Die Märkische,

Besser gebaut und intellektuell unterhaltsamer kann Literatur kaum sein.

Robert Habeck, Literaturkritik.de,

Das kommunikationsphilosophische Paradox einer Sprache, die sich nur im Schweigen realisiert und vollendet, fesselt bald nicht nur die überlebenden Übersetzer, sondern auch den Leser.

Martin Ebel, Neue Zürcher Zeitung,

In einer knappen und verständlichen Sprache entwickelt De Santis seinen Mystery-Krimi, der Sprachwissenschaftler ebenso fesseln dürfte wie Leser, die Geheimnisse und Esoterik lieben.

Alexander Falk, Rhein-Zeitung,

Mit konventionellen literarischen Mitteln gelingt es De Santis, uns in die mysteriöse Welt der Sprache zu locken – und ein Stück fantastische Literatur und ein fantastisches Stück Literatur zu produzieren.

Facts,

De Santis versteht es, mit wenigen Strichen komplexe Gefüge aufzuzeigen und schreibt voll Witz, Poesie und Ironie; die Kraft seiner Sprache zieht einen wie selbstverständlich von Kapitel zu Kapitel. Eines der kleineren Bravourstücke der Erzählung ist die Kunst der subtilen Andeutung. Besser gebaut und intellektuell unterhaltsamer kann Literatur kaum sein.

Robert Habeck, Bayerischer Rundfunk,

Ein starker Cocktail aus Fantasy und Sprachwissenschaften -schaurig intellekturell und galgenhumorig.

WomenWeb.de,

Strenge, fast mathematisch konstruierte Prosa mit der Patina eines zeitlosen Romans.

Bücher zu Lateinamerika,

De Santis mischt kunstvoll Elemente des Krimis mit denen des fantistischen Romans. Hoch spannend, von blitzender Gescheitheit, einfach schön.

Dresdner Neueste Nachrichten,

Die präzise, lakonisch-distanzierte Sprache macht den schnellen Einstieg in den Roman leicht. Umso schwieriger ist dann der Ausstieg. Rätsel sind zäh.

Gaby Küppers, epd Entwicklungspolitik, Frankfurt,

Pablo De Santis ist ein Feinschmecker der Sprache, ein echter Gourmet. Er lässt den Leser etwas von der Magie des Phänomens Sprache spüren. Eine wunderbare Eigenart dieses Romans ist das zwanglose Ineinanderweben von einer kristallklaren, nie manierierten Sprache mit einem klassischen Kriminalplot einerseits und mit fantastischen surrealen Hinter- und Untergründen andererseits. De Santis bleibt direkt und eindeutig – auch da, wo er die Grenzen vertrauter Realität überschreitet – und schafft so nahezu unmerklich eine eigentümlich faszinierende Verquickung verschiedener Welten.

Anselm Brakhage, titel-magazin.de,

Ein Krimi der literarischen Sorte. De Santis mischt die Rätsel des Kriminalromans mit denen des fantastischen Romans.

Neue Westfälische,

>Die Übersetzung ist ein Reisebericht, ein Liebesroman, ein Krimi, zugleich ein Buch über Sprachen und dann auch noch eine parapsychologische Geschichte. Verschwenderisch viele Themen.

Zsuzsanna Gahse, Freitag,

Ein wunderschöner mystischer Thriller.

www.dortmund.de,

Pablo De Santis versteht sein Handwerk. Unmerklich und sacht führt er den Leser am Ende des Romans vor die Scherben eines fast antiken Schicksals am andern Ende dieser Welt und erzeugt eine eigenwillige Spannung.

Christian Schulz,

Der Ideenroman, um den es sich bei >Die Übersetzung< handelt, verselbständigt sich so nicht ins Ir- oder Surreale, sondern bleibt der Schwerkraft des erzählerischen Realismus verhaftet.

Ekkehard Knörer, crime-corner.de,

De Santis knüpft an die Tradition von Borges und Bioy Casares an, in der sich in Sprache und Form Elemente des Kriminalromans und des fantastischen Romans vermischen. De Santis präsentiert uns eine Tatwaffe, die so abstrakt und uralt ist wie der Turm von Babel: die Sprache.

ABC, Madrid,

Dieser Roman ist so spielerisch, wie gute Literatur eben sein sollte.

El Cronista, Buenos Aires,

Erzählt mit einem Humor, der diesen Roman äußerst vergnüglich macht.

Página 12, Buenos Aires,

Nach der Lektüre rumort das Geheimnis in unserem Gedächtnis weiter und strahlt auf die Worte aus, die wir lesen, sprechen und denken.

Juan Manuel de Prada,

Die Gratwanderung zwischen Fiktion und Krimi stellt etwas in den Mittelpunkt, was älter ist, als der Turm zu Babel: die Sprache. Sie ist es, die das Rätsel aufgibt, es löst und die Lesenden bis zum Ende fesselt.

Elisabeth Rank, Lateinamerika Nachrichten,

Außergewö»Außergewöhnlich!

Bücher für Erwachsene, SBD,

Ob Fantasy, science fiction oder intellektueller Krimi: Das einhundertfünfzig Seiten schmale Buch fühlt sich in allen drei Gattungen zu Hause. Es besitzt ein Potenzial, Leser zu irritieren und Unwägbarkeiten zu schüren. Deutungen und Bedeutungen fliessen ineinander über; hierbei erinnert es an Poe, an Kafka. De Santis' Stil überrascht die Leser mit Knappheit, bar jeden sozialkritischen Inhaltes und Sentenzen wie: ›Wenn ich das, was ich darlegen will, zu gut vorbereite, sind die Wörter tot, wenn ich sie ausspreche.‹ Dramaturgisch besehen ist ›Die Übersetzung‹ eine Art Kammerspiel. Darsteller betreten die unterschiedlichen Szenen, spielen ein kurze Weile sich selbst und sind, ganz so, als hätte man als Zuschauer nur kurz weggesehen, verschwunden. Später sitzen sie dann wie unbeteiligte, surreale Beobachter im Hotelfoyer. Es sind Szenen wie aus einem Gemälde von Magritte.

Thomas Geduhn, WDR 3, Köln, 17.06.2002

De Santis gelingt es, mit konventionellen literarischen Mitteln in die mysteriöse Welt der Sprache zu locken und dabei ein Stück fantastische Literatur und ein fantastisches Stück Literatur zu produzieren.

Sacha Verna, Metropol,

Der Roman erinnert in vielem an Bruce Chatwins legendären Reisebericht ›In Patagonien‹. Und auch bei De Santis stellt sich die Sehnsucht nach dieser unzugänglichen, exotischen Landschaft unverzüglich ein.

Holger Wolandt, mare,

›Die Übersetzung‹ ist eine fesselnde, lesenswerte Lektüre, deren Atmoshpäre bis zum Schluss schicksalhaft-beklemmend, geheimnisvoll und spannend bleibt.

Isabella Mora, Kieler Nachrichten,

Ein literarisches Spiel um Sprache und deren Macht.

Frank Schorneck, Macondo, 01.01.2000

Pablo De Santis schreibt knapp und mitreißend. Er spielt mit der Sprache, verbindet Banalität und Magie zu einem Text, der mehr ist als ein Kriminalroman.

LiteraturNachrichten, 01.01.2000

In dichter, oftmals lakonischer Sprache, ohne Abschweifungen, strebt die Erzählung geradewegs auf den Plot zu. Eine Chance, hinter den wahren Sachverhalt zu kommen, hat selbst der Gewiefteste nicht, da die Tatwaffe so ausgefallen wie genial ist: die Sprache.

Sabine Kaldemorgen, www.berliner-lesezeichen.de, 12.11.2002
 

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Bibliografie

Originaltitel: La traduccion
Originalsprache: Spanisch
Erstauflage: 07.07.2010
Auflage: 1