Zakes Mda

Der Walrufer

Roman
Aus dem Englischen von Peter Torberg
»Das ewige Dreieck: Mann, Frau und Wal. Aber ich verrate Ihnen was: Ich mache da nicht mit. Der Fisch muss weg. Ha!«
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 14.90, €[A] 10.20
Broschiert
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UT 448
288 Seiten
ISBN 978-3-293-20448-5
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Hermanus an der südafrikanischen Küste ist die Welthauptstadt der Wale. Jedes Jahr strömen Scharen von Touristen in die kleine Stadt, um die Glattwale zu beobachten, die die Wintermonate in der warmen Bucht verbringen.
Der Walrufer will mit dem ganzen Rummel und der Geschäftemacherei des neuen Südafrikas nichts zu tun haben. Er lebt als Eigenbrötler abseits in einer Hütte, und wenn er eine gewisse Melodie auf seinem Horn anstimmt, kann er die Wale zu sich locken – besonders Sharisha, das Glattwalweibchen. Der Walrufer ist überzeugt, dass Sharisha seine Liebe erwidert, wenn sie zu den Tönen aus seinem Horn im Wasser tanzt. Während er den Wal umwirbt, wird er selbst von Saluni umworben, einer Frau, die in roten Stöckelschuhen durch die Kneipen von Hermanus zieht und so leichtsinnig ist wie der Walrufer vorsichtig. Saluni stellt sein Leben auf den Kopf und ist nicht gewillt, das Dreiecksverhältnis zwischen Mann, Frau und Wal zu akzeptieren.

Stimmen

»Eine Dreiecksbeziehung zwischen Wal, Mann und Frau – Mdas Buch steckt voller poetischer, magischer Momente, erzählt aber auch von der Realität des modernen Südafrika, wo manche Menschen in Nobelrestaurants sitzen, andere dagegen sich nur ›mit den Augen satt essen‹ können. In diesem Südafrika sind Wale Objekte, nützliche Tourismusmagneten, die Liebe zu einem Wal hat keine Chance.«

Regina Riepe, Afrika - Didact, Haan

»Ein ruhiger und trauriger, aber sehr schöner Roman. Er erzählt nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, sondern ein modernes afrikanisches Märchen, in dem der Leser auch einiges über das neue Südafrika lernt.«

Simone Utler, AP Associated Press, Frankfurt am Main

»Beim ›Walrufer‹ ist der reale Anknüpfungspunkt der Ort Hermanus an der Südspitze Südafrikas mit seinem wohlorganisierten Waltourismus. Die Hautfarbe der Menschen – in der ›Madonna‹ ein zentrales Thema – wird im ›Walrufer‹ nicht ein einziges Mal erwähnt. Gemeinsam ist beiden Werken die mythologische Komponente sowie die innere Stärke in der äusseren Armut der Protagonisten. Wir warten gespannt auf weitere Werke des Autors und ihre Übersetzungen.«

Jürgen Küssow, Radio Transglobal, Hamburg

»Eine wundersame, bizarre, humorvolle und romantische Geschichte.«

Frank Räther, Kölner Stadt-Anzeiger

»Das Buch ist tiefgründig und verwirrend und erzählt die Dreiecksbeziehung zwischen einem der eindrucksvollsten Meerestiere, einem Mann und einer Frau. Zakes Mda, ein bekannter südafrikanischer Romancier, lädt den Leser auf eine fantasievolle Reise in sein Heimatland ein.«

Leslie A. Seipp, Deutscher Entwicklungsdienst-Brief, Bonn Heft 3.2007

»In einfacher, aber präziser, eindringlicher Sprache erzählt Mda eine ruhige Geschichte mit mythologischem Kolorit, die gerade durch ihre ursprüngliche, allgemein menschliche Dimension und durch ihre formale Schlichtheit fasziniert. Ein Buch, das seine Leser und Leserinnen nicht mehr loslässt, bis zur dramatischen Auflösung des Konflikts.«

Literaturnachrichten/Afrika, Asien, Lateinamerika, Frankfurt/Main

»Das Buch ist voller poetischer, magischer Momente, erzählt aber auch von der Realität des modernen Südafrika, wo manche Menschen in Nobelrestaurants sitzen, andere dagegen sich nur ›mit den Augen satt essen‹ und vom Oberkellner verjagt werden. In diesem Südafrika sind Wale Objekte, nützliche Tourismusmagneten, die Liebe zu einem Wal hat keine Chance.«

Regina Riepe, eins/Entwicklungspolitik. Information Nord-Süd, Frankfurt/Main

»Mit viel Sinn fürs Groteske und sardonischem Humor schildert Zakes Mda dramatische Eifersuchtsszenen, etwa eine derb-komische zwischen den beiden ungleichen weiblichen Wesen, denen der Walrufer gleichermaßen zugetan ist.«

Renate Wiggershaus, Neue Zürcher Zeitung

»Mda vermittelt in diesem Roman mit einer knappen, präzisen Sprache, dass die wesentlichen Dinge des Lebens Bestand haben über die menschlichen Irrungen hinweg. Sei es Apartheid, ANC-Regierung oder ein neues Tourismusprogramm – Tand ist das Gebilde von Menschenhand, und allein die Liebe zählt.«

Manfred Loimeier, Stuttgarter Zeitung

»Ein ruhiger und trauriger, aber sehr schöner Roman. Er erzählt nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, sondern ein modernes afrikanisches Märchen, in dem der Leser auch einiges über das neue Südafrika lernt.«

Simone Utler, Associated Press Nachrichtenagentur, Frankfurt/Main

»Ein Märchen, das unaufdringlich mitten aus dem Leben gegriffen ist.«

Renate Wilke-Launer, Der Überblick – Zeitschrift des Ev. Entwicklungsdienstes, Hamburg

»›Der Walrufer‹ strahlt eine faszinierende Zeitlosigkeit und eine überwältigende Kraft aus. So ist dieser Roman zum einen verstörend, zum anderen betörend. Verstörend, weil er so gar nichts zu tun haben scheint mit dem neuen Südafrika von heute. Betörend, weil Natur und Leidenschaft über alles menschliche Wollen hinweg bestimmen. Ein Hohelied auf das Leben und die Leidenschaft.«

Manfred Loimeier, Mannheimer Morgen

»In eigentümlich einfacher Sprache wird eine südafrikanische Geschichte erzählt, die von zwei randständigen Menschen handelt. In dem Touristenort Hermanus, berühmt für die immer wiederkehrenden Wale, leben sie ein Parallelleben außerhalb jeder Norm. Ihrer beider Bemühen um Liebe scheitert so leise, wie es gewachsen ist.«

mare, Hamburg

»Man kann Zakes Mdas Buch lesen wie ein Lied. Und bei diesem Lied passt alles zusammen: der langsame, eindringliche Rhythmus, die treffsichere, am Drama geschulte Intonation, und die bluesige Weisheit, die das Ganze durchzieht.«

Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur, Köln

»Es ist so viel von Liebe die Rede in diesem Buch, dass man am Schluss verwundert merkt, dass man sich selbst in diese beiden liebenswerten Außenseiter, den Walrufer und Saluni, verliebt hat.«

DU, Zürich

»Zakes Mda hat in seinem jüngsten Roman ›Der Walrufer‹, der in Hermanus spielt, einen echten Walrufer etabliert, der wirklich mit den Walen kommuniziert und sie zum Tanzen bringt.«

Friederike C. Raderer, Österreichischer Rundfunk 1, Wien

»Ein höchst politisches Buch, allerdings ein sehr subtil gesponnenes, das nicht auf laute, sondern auf poetische Klänge setzt. So überzeugt Zakes Mda vielschichtiger und kluger Roman durch die emotionalen Kräfte, die in den beiden Protagonisten freigesetzt werden, von denen man irgendwann zu glauben beginnt, dass sie die letzten charismatischen Figuren, die letzten Archetypen eines alten Fischerdorfes sind.«

Markus Bundi, Aargauer Zeitung, Aarau

»Der Roman bietet neben einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte allerdings viel mehr, nämlich auch eine Darstellung des Lebens in Südafrika, der Wünsche und Träume der einfacheren Leute und eine Vielzahl an Geschichten. Wie die vertrackte Liebesgeschichte endet, sei nicht verraten. – Berührend, poetisch, überraschend.«

Fritz Popp, bn.bibliotheksnachrichten, Salzburg

»›Der Walrufer‹ ist ein mächtiges Buch, obwohl Mda für seine Geschichte keine 300 Seiten braucht. Wer sich nicht fesseln lassen will, über weit mehr Zeit hinweg als das Lesen beansprucht, sollte gar nicht erst anfangen. Dann entgeht ihm allerdings eines der eindrucksvollsten Leseerlebnisse, die aktuelle Literatur bietet.«

Anne von Blomberg, www.readme.de, Hamburg

»Mda entfaltet eine bizarre Dreiecksgeschichte im Nach-Apartheid-Staat, bei der es um Liebe und Eifersucht, um Enttäuschung und das neue Südafrika geht, in dem Außenseiter an den Rand gedrängt werden. So entspannt sich ein faszinierend zu lesender existenzieller Kampf zwischen Mann, Frau und Tier, der unaufhaltsam auf einen dramatischen Höhepunkt zusteuert.«

Ralf E. Krüger, Offenbach-Post

»Ein wunderbarer Roman, die einsame Liebesgeschichte eines Mannes, hin- und hergerissen zwischen der Beziehung zur unberührten Natur, einem Wal, und der Beziehung zum berührten Leben, einer Alkoholikerin. Zugleich ist der Roman eine einzige große Lebensbeichte vor einem imaginären, unsichtbaren Mr. Yodd. Oder ist er doch Gott?«

Christ in der Gegenwart im Bild, Freiburg

»Ein sehr poetisches, verzückendes Buch über eine seltsame Dreiecksbeziehung und gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Natur und die Menschen.«

Landeszeitung für die Lüneburger Heide

»Man muss sich einlassen wollen auf diese ›etwas andere‹ Dreiecksgeschichte. Doch man wird belohnt: mit sorgsam erdachten, gänzlich untypischen Charakteren, bildhafter afrikanischer Mystik – und der rührenden Lovestory zweier gestrandeter Menschen.«

Sonja Biedebach, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen

»Ein kluger, hinreißender Roman über Liebe und Eifersucht.«

Maya Jaggi, The Guardian, London

»Mdas Helden erschaffen sich ein Leben von überraschender, fast magischer Schönheit.«

Jason Overdorf, Newsweek
 

Dokumente

Über Wilson Salukazana, den echten »Walschreier« von Hermanus  
Von Sven Lager, in: »mare«, Heft Nr. 52, 2005

Autoren-Seiten

Andere Werke von Zakes Mda

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»Mdas faszinierende Erzählkunst zeigt die Macht der Vergangenheit in der Gegenwart.« Nadine Gordimer

Andere Werke von Peter Torberg

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Ein Vergewaltiger in Polizeiuniform, Raubüberfälle und eine Meisterdiebin halten Hal Challis in Atem.
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»Der perfekte Einstieg in das großartige Werk Garry Dishers.« The Seattle Times

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»Ein seltenes Vergnügen. Ein Autor ersten Ranges.« The New York Times
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»Bestürzend realistisch und gut recherchiert, ist dieser preisgekrönte Roman ein knisterndes Lesevergnügen.« South Coast Register
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»Disher ist ein Autor der Extraklasse.« Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger
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»Mdas faszinierende Erzählkunst zeigt die Macht der Vergangenheit in der Gegenwart.« Nadine Gordimer
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»Garry Disher ist zur Zeit einer der besten Kriminalschriftsteller der Welt.« Ulrich Noller, WDR
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Liebe, Krieg und Verrat vor dem Hintergrund der zusammenbrechenden Kolonialreiche in Südostasien

Bibliografie

Originaltitel: The Whale Caller (Johannesburg, 2005)
Originalsprache: Englisch
Erstauflage: 18.2.2009
Auflage: 1