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Nagib Machfus

(Autor)

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Hartmut Fähndrich

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Taschenbuch
UT 604

ISBN 3-293-20604-2
(2013)
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Dies ist die erste Ausgabe

 Historie 


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Ägypten
Arabien


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Hardcover
Roman
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
260 Seiten

EUR 19.90  /
FR 28.90 
Dieser Titel ist nur als Taschenbuch lieferbar.

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Nagib Machfus

Das junge Kairo

Über den Aufbruch der ägyptischen Jugend


Kairo, gestern wie heute ein Ort gewaltiger Ungleichheiten und großer Umbrüche.
Als der ambitionierte Student Machgub erkennt, dass es ohne die richtigen Beziehungen keine Jobs gibt, sieht er sich gezwungen, einem trügerischen Abkommen zuzustimmen: Er soll eine Frau, die ihre Unschuld verloren hat, zur Rettung ihrer Ehre heiraten – ohne seine Braut vorher gesehen zu haben. Darüber hinaus fordert der Verführer dieses Mädchens, ein hochrangiger Beamter, weiterhin regelmäßiges Besuchsrecht bei seiner Geliebten. Im Gegenzug erhält Machgub eine Position in einem Ministerium. Was für ihn zunächst als bloße Überlebensstrategie beginnt, entpuppt sich bald als faustischer Pakt mit unabsehbaren Folgen.




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Dokumente zu Das junge Kairo

Dinitia Smith: Ein faustischer Pakt (New York Times)




Rezensionen

»Den wohl 1946 erstmals publizierten und erst vor wenigen Monaten auf Deutsch erschienenen Roman ›Das junge Kairo‹ darf man als Darstellung von Verhältnissen lesen, die, leicht variiert und globalisiert, Jahrzehnte später zum Sturz von Präsident Hosni Mubarak geführt haben: die fast grenzenlose Korruption und Verkommenheit der administrativen Herrschaftsschicht und das Elend, die Beengung und die Perspektivlosigkeit der jüngeren Generation aus der Mittelschicht. Die Geschichte ist ebenso boshaft wie pikant. Es ist eine ›schöne neue Welt‹ à l`égyptienne, und, wohlgemerkt, wir befinden uns noch vor der häufig als Wurzel allen Übels gebrandmarkten Julirevolution von 1952, der Revolution der ›Freien Offiziere‹ unter General Abdel Nasser.«
       Hartmut Fähndrich   Neue Zürcher Zeitung    10.12.2011

»Wäre dieser Text zur Zeit seiner Publikation, also kurz nach dem Krieg, ins Deutsche übersetzt worden, er hätte moderner gewirkt als fast alles, was im Umfeld der Gruppe 47 in jenen Jahren publiziert wurde.«
       Stefan Weidner   Frankfurter Allgemeine Zeitung    09.12.2011

»Ein durch und durch korruptes politisches System, eine Gesellschaft am Scheideweg zwischen laizistischer und religiöser Ausrichtung, eine mehr als prekäre soziale Ausgangslage und ein Charakter, der sich Fragen der Moral nicht leisten kann bzw. gewillt ist, sie weitgehend auszublenden, sind ihre Ingredienzien, die nach Ausbruch der Revolution in Ägypten nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.«
       Katharina Herzmansky   Die Brücke Klagenfurth   01.03.2013

»Ein eindrückliches Zeitdokument, gültig über Jahrzehnte. Und zu lesen wie ein spannender Krimi.«
          Luzerner Zeitung    05.01.2012

»In eleganten Dialogen und scharf gezeichneten Skizzen beschreibt Machfus die Macht eines Systems, das seine Jugend verbiegt und verdirbt. Dass er dies auf hochgradig spannende Weise tut, man das Buch von der ersten Seite an kaum mehr aus der Hand legen mag, auch diese Kunst mag ihm 1988 den Nobelpreis für Literatur eingetragen haben. ›Das junge Kairo‹ liest sich, als wäre der Roman am Vorabend der arabischen Revolutionen dieses Jahres - und nicht über 60 Jahre vorher geschrieben worden. Machfus lesen heisst, die Hintergründe der ägyptischen Revolution ein wenig besser zu verstehen.«
       Kersten Knipp   Westdeutscher Rundfunk 3 Köln   12.12.2011

»Machfus nimmt die Perspektiven verschiedener Figuren ein, bringt schonungslos die sich selbst erhaltenden Strukturen eines Staatsapparats zum Vorschein, er liefert seinen Antihelden ohne Empathie einer existentiellen Notlage aus und lässt ihn beim Versuch scheitern, durch Anpassung und Rücksichtslosigkeit nach oben zu kommen. Und gerade darin ist der Roman so aktuell und lesenswert: Der richtige Weg, das zeigt er mit den Mitteln der Satire, führt im Umgang mit einem erstarrten System gerade nicht hinein, sondern hinaus.«
       Andreas Martin Widmann   Literatur Nachrichten Frankfurt am Main   01.12.2011

»Im Hinblick auf die gegenwärtige Situation in Ägypten nimmt man mit Erschrecken die Kontinuität des Elends und der Korruption am Nil wahr; und staunt über die Souveränität, mit der dieser Erzähler, bei Abfassung des Buchs um die dreißig Jahre alt, die moralische Verfassung seines Landes schildert und die Koordinaten der kommenden Krisen vor dem staunenden Leser der Zukunft ausbreitet, ohne sich zu einer Wertung hinreißen zu lassen.«
       Stefan Weidner   Deutschlandradio Kultur Berlin   27.10.2011



Internet Links

Hartmut Fähndrich: Literarische »Berichte« über das ägyptische Leiden (NZZ)
     http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/repression_und_depression_1.10353298.html




Diskussion

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Bibliografie: Das junge Kairo

Verlag: Unionsverlag
Bindung: gebunden
260 Seiten
ISBN 3-293-00432-6
Erscheinungsdatum: 20.07.2011
Aktuelle Auflage: 2
Gewicht: g
Masse: x x
Originaltitel: al-Qahira al-Jadida
Originalsprache: Arabisch
Umschlag:


Nagib Machfus
Das junge Kairo
Roman
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
260 Seiten, gebunden
ISBN 3-293-00432-6

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