Nagib Machfus

Radubis

Roman
Aus dem Arabischen von Doris Kilias
Mit einem Nachwort von Anthony Calderbank
Die schöne Kurtisane Radubis, von der schon Herodot berichtete, wird in Nagib Machfus’ Roman zur zentralen Figur in einem groß angelegten Panorama des alten Ägypten.
Hardcover
Broschiert
Als Taschenbuch lieferbar
272 Seiten
ISBN 978-3-293-00365-1
€ 19.90 / sFR. 35.90
Unionsverlag
 Broschur
€ 9.90 / sFR. 14.90

Die goldene Sandale, die ein Adler vor dem Pharao zu Boden fallen lässt, verwirrt ihn. Ob die Besitzerin so schön und elegant ist wie ihr Schuh? Die Sandale gehört keiner geringeren als der Kurtisane Radubis, deren weißer Palast auf einer Insel im Nil den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens bildet. Der Pharao beschließt, die Sandale höchstpersönlich zurückzubringen, und ahnt nicht, dass er damit sein eigenes Schicksal besiegelt. Denn während er und Radubis sich rücksichtslos ihren Leidenschaften hingeben, brodelt es im Volk, die Höflinge planen Intrigen und die Priester wollen den Machthunger des Pharao nicht länger hinnehmen.

Stimmen

Der Nobelpreisträger Nagib Machfus hat mit diesem kurzen, doch eindrucksvollen Roman der Liebe ein bemerkenswertes Denkmal gesetzt.

Regina Karolyi, www.sandammeer.at, Wien,

Schönheit, ein lasterhafter Fluch? Des Altmeisters liebeskundiger Roman erhebt ›Radubis‹ zur frohsinnigen Lektüre. Fragend überrascht er uns mit Antworten zum Grübeln: Was bleibt denn den Mächtigen von ihren Erfolgen der Stärke? Was nützt Menschen das fleißig erarbeitete Vermögen? Was bleibt den Regierenden von ihrer Politik? Nichts, denn es ist alles eitel und vergänglich. Einzig die Schönheit ist ohne Trug. Ach, wirklich? Vielleicht war dies ja nur im Alten Reich so.

Wolfgang G. Schwanitz, Lisan Magazin - Zeitschrift für arabische Literatur, Basel, 19.11.2007

Einfühlsam und sehr bildreich entführt Nagib Machfus seine Leser in eine Zeit vor über 4000 Jahren. Das alte Ägypten, die Welt der Pharaonen und Götter, aber auch der Alltag dort werden lebendig.

Birgit Koss, Deutschlandradio Kultur, Berlin, 28.02.2007

Aufregend erzählt Machfus von Pharao Merenra, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Priesterschaft zu enteignen, um das Geld den öffentlichen Kassen zuzuführen, in denen es an den nötigsten Summen mangelt. Die tiefere Deutungsebene in diesem Roman wird überlagert von einer betörenden Romanze. Was unkontrolliert rasende Leidenschaft anzurichten vermag, zeigt die Story von Radubis und Merenra geradezu modellhaft. Man erfährt, wie im Affekt aus dem guten Vorsatz die böse Tat keimt, wie sich Löbliches ins teuflische Gegenteil verkehrt. Beglückenderweise schafft es Machfus, diese Moral zu verkünden, ohne im Geringsten zu moralisieren.

Ulf Heise, Die Märkische/ Märkische Allgemeine, Potsdam, 23.09.2006

Eine Geschichte aus dem alten Ägypten, spannend, beeindruckend und beklemmend aktuell.

Christiana Steger, Schwarzwälder Bote, Blumberg, 15.08.2006
 

Nachrichten

Autoren-Seiten

Andere Werke von Nagib Machfus

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Über den Aufbruch der ägyptischen Jugend
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»Mit einer unerschöpflichen, augenzwinkernden Fabulierkunst mischt Machfus Fantastisches mit Profanem.« Regina Karachouli, Sächsische Zeitung
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»Packende Dialoge, ein fundierter Einblick in die ägyptische Gesellschaft und eine Innenschau in die Seelenlage der Menschen, deren Ideale und Schwächen.« Special to Review
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»Träume sind eine Realität, in der die Grenzen des Alltäglichen nicht mehr existieren.« Nagib Machfus
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Eine vergangene Welt wird lebendig mit ihren Palästen und Tempeln, Priestern und Sklavinnen, Handwerkern und Beduinen.
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Eine abenteuerliche Reise zum Ende der Welt und eine Reise zum eigenen Selbst. Machfus nimmt sich die großen Reisenden aus der Blütezeit des Islam zum Vorbild für Ibn Fattumas Entdeckung ganz und gar heutiger Lebensentwürfe und Utopien.
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»Was geht dich das alles an? Warum sitzt du hier herum und hörst Dir Dinge an, die dich einen Dreck kümmern?«
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»Mit wunderbar leichter Hand geschrieben – wie sie nur wenige Autoren auf dem Gipfel ihrer Meisterschaft erlangen.« Freitag
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»Zwischen Himmel und Erde, zwischen Gold und Dornen gibt es zahlreiche Wege.« Nagib Machfus
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»Gewiss ist dieses Alterswerk auch als ein Credo des ägyptischen Nobelpreisträgers zu lesen, der als Achtzigjähriger bekannte, er spüre, dass die Grundlage seines Lebens auf Erden einzig die Liebe war.« Sächsische Zeitung
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»Mit der Weisheit des Alters und einer unerschlöpflichen, augenzwinkernden Fabulierkunst mischt Machfus Phantastisches mit Profanem.« Regina Karachouli, Sächsische Zeitung
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»Wer dieses Werk liest, wird mit Vergnügen und Dankbarkeit Erkenntnis finden - durch etwas, das als wunderlicher Anachronismus gilt: Weisheit. Machfus besitzt sie.« Nadine Gordimer
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»Pflichtlektüre nicht nur für Amtsstuben!« Dresdner Neueste Nachrichten
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Der dritte Band der Kairo-Trilogie: »Reich die Zusammenhänge der religiös-sozialen Lebensabläufe, tief die einfließende Psychologie, modern der trotzig aufbegehrende innere Monolog, lebendig Licht und Schatten.« Die Presse, Wien
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»Nagib Machfus' Novellen sind wie Klangproben, manchmal auch wie eine Fermata, wie ein Anlauf auf ein neues Orchesterwerk, auf einen neuen Roman.« Neue Zürcher Zeitung
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Der zweite Band der Kairo-Trilogie: »Nirgends zuvor hat sich ein arabischer Autor mit soviel Selbstironie an Sentimentales gewagt, mit soviel Augenzwinkern und derber Komik, Lust und Gier beschrieben.« Berliner Zeitung
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»In seinem allegorischen Realismus stellt das Buch eine scharfe Anklage dar gegen die geistigen Verführer, die aufwiegeln, statt aufzuklären, und dann zu Verrätern werden.« Frankfurter Rundschau
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Der erste Band der Kairoer Trilogie: »Der Baedeker zu Ägyptens Seele.« Newsweek
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»Es ist nicht unbedingt die Norm, dass eine Rezensentin bei dem Werk eines Nobelpreisträgers zuerst die rechte und dann erst die linke Seite liest, weil sie es nicht aushalten kann vor Spannung.« Schweizer Bibliotheksdienst
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»Über kein anderes Buch ist so viel Tinte geflossen wie über diese Parabel, die jahrzehntelang Kontroversen und leidenschaftliche Debatten ausgelöst hat.« Süddeutsche Zeitung
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»Die sensibel geschilderten Protagonisten des Romans vermitteln mehr Erkenntnisse über den Zustand Ägyptens als Hunderte von Artikeln und Fernseh-Dokumentationen es je vermochten.« Süddeutsche Zeitung, Stuttgart
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»Die Gasse ist für mich das Symbol für die ganze Welt, und je nachdem, wie ich sie haben wollte, habe ich sie geformt.« Nagib Machfus

Bibliografie

Originaltitel: Radubis (1943)
Originalsprache: Arabisch
Erstauflage: 01.07.2006
Auflage: 1