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Assia Djebar

Fern von Medina

Roman
Aus dem Französischen von Hans Till
»Dieses Buch ist mehr als die Korrektur einer über Jahrhunderte verzerrten Tradition. Es ist auch die Rehabilitierung der islamischen Frau und ihrer Geschichte.« Ticket, Basel
 Taschenbuch
€ 9.90, FR 15.90, €[A] 10.20
Broschiert
Vergriffen. Termin Neuausgabe unbestimmt
UT 88
400 Seiten
ISBN 978-3-293-20088-3

 
Im Jahr 632, in Medina, mit dem Tod des Propheten Mohammed, beginnt dieses Buch. Siebzehn Frauengestalten aus den ersten Jahrzehnten des Islam erweckt Assia Djebar zum Leben.Fatima, die geliebte Tochter des Propheten, die es wagt, ganz Medina herauszufordern und auf ihren Teil der Erbschaft zu pochen - undenkbar bislang für eine Frau; Aischa, die Gattin Mohammeds, die mehr und mehr zur Übermittlerin von Gottes Wort wird und zur Hüterin der Erinnerung; die jemenitische Königin, die einen falschen Propheten ausschaltet; Selma, die Beduinenfürstin, die ihr Heer gegen den Islam führt; Sadja, die Dichterin, die davon träumt, selbst Prophetin zu werden.Die Spuren all dieser Frauen hat Assia Djebar in den klassischen Chroniken der islamischen Tradition gesucht und gefunden, oft nur durch ein Wort, eine Zeile, einen Satz angedeutet. Sie gibt ihnen wieder Gestalt und Stimme, erzählt ebenso poetisch wie realistisch von ihrer Macht, ihren Kämpfen, ihrer Liebe und ihren Abenteuern.

Mehr über dieses Buch

»Nie aufs Schreiben verzichten, wenn man eine Frau ist und aus dem ’Süden’ … Die Kontinente hören, Generationen in unendlichem Schweigen, allzulange ohne ein schriftliches Zeugnis. Gewiß, die mündliche Überlieferung ist unerschöpflich, mächtig und magisch wie ein Ozean und dunkel wie das Vergessen! So wird für uns das Schreiben eines Romans meist zu einem Neubeginn: erstmals den Anker auswerfen, Wiederbegegnung mit der Überfülle von Erinnerungen der Mütter, der Ahnen, der Erzähler und Erzählerinnen im Straßenstaub, die ihreimprovisierten Verse durch den brodelnden Fluß derJahrhunderte tragen. Bis sie eines Tages am Ufer stranden und zur Ruhe kommen am Ohr eines Kindes - mitten im afrikanischen Busch oder im Innenhof eines arabischen Hauses oder in der Küche eines amerikanischen Vororts, wo eine Großmutter sich lachend erinnert …« Assia Djebar

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(Übersetzung)

Andere Werke von Assia Djebar

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»Dies ist eines von Djebars bewegendsten Büchern. Man muss es wieder und wieder lesen, lange hallt es nach.« Le Monde
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»Diese außergewöhnliche und tragische Geschichte ist einer von Djebars schönsten Romanen. Mit dem ihr eigenen Talent beschreibt sie Zoulikha als Mutter, Geliebte, Freundin und Kämpferin. Ein Roman von ungeheurer Intensität.« Liberté, Algier
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»Ob sie jung sind oder alt, zur Arbeit oder in die Schule gehen, ins Krankenhaus oder ins Büro oder zum Markt - sie gehen mit einem Stein auf dem Herzen.« Assia Djebars jüngstes Werk wendet sich wieder Algerien zu und den Brücken, die durch die Lebensgeschichten zwischen Europa und Nordafrika geschlagen werden.
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»Kein Zweifel: der Erstling einer großen Autorin.« Stefanie Christmann, Freitag
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»Ungestüm kommt er daher, dieser frühe Roman von Assia Djebar.«
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»An alle meine Wände heftete ich die Skizzen zu meinem Roman, und zur gleichen Zeit zerbarst mein Land. Und so habe ich auf meine Weise das Land wieder auferstehen lassen.« Assia Djebar
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Weiss ist die Farbe der Städte Algeriens, der traditionellen Tücher, die Farbe der Trauer und der Erinnerung.

Andere Werke von Hans Thill

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»Ich möchte vor der eigenen Tür kehren.« Abdelwahab Meddeb
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Weiss ist die Farbe der Städte Algeriens, der traditionellen Tücher, die Farbe der Trauer und der Erinnerung.

Bibliografie

Originaltitel: Loin de MÚdine
Originalsprache: Französisch
Erstauflage: 13.2.1997
Auflage: 5