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Assia Djebar Weit ist mein Gefängnis »Hier führt Assia Djebar ihre wichtigsten Themen und Motive zusammen: die Identität der Frau in der islamischen Gesellschaft, die Suche nach anderen Traditionen in der arabischen Geschichte, das Hohelied weiblichen Aufbegehrens.«Karl-Markus Gauß, Frankfurter Allgemeine Zeitung In der intimen Atmosphäre eines Dampfbads, unter den liebenswürdigen, aber auch neidischen Blicken der Frauen, hört ein junges Mädchen das Wort »Feind«. Denn sobald sich das Gespräch um den Ehemann dreht, ist von »ihm« die Rede, »er« ist verantwortlich für Verzweiflung und entgangenes Glück. Leseprobe »Wie gern wäre ich ins Bad gegangen, wäre eingetaucht in die Dämpfe des Schwitzbads, wie gern hätte ich mir alle Höhlungen und Gelenke parfümiert, um die Segenssprüche der Badenden entgegenzunehmen. Auch ich hätte es mir gern gefallen lassen, daß man mich zu Hause mit Orangen, Granatäpfeln und Tee empfängt. Ich wäre gern nach langen Stunden der Entspannung für Körper und Muskeln eingeschlafen, ... » Mehr »Was Djebar in der persönlichen wie der historischen Geschichtsschreibung leistet, das ist nichts anderes als die Umdrehung des Blicks; der Blick, mit dem die Welt gesehen wird, kommt aus jenem schmalen Sehschlitz, auf den der Schleier das Sehfeld der Frauen verengt hat.« Karl-Markus Gauß Frankfurter Allgemeine Zeitung (Rezension zu Hardcover) »Assia Djebars neuem Roman fehlt alles Konstruierte. Sie überzeugt darin durch ihre packende Schreibweise und bestätigt sich tatsächlich als eine der großen Autorinnen gegenwärtiger Literatur.« Heinz Hug Neue Zürcher Zeitung (Rezension zu Hardcover) »Diese für Algerien hochaktuelle Auseinandersetzung mag das westliche Publikum weniger berühren als die spannende Liebesgeschichte. Das Verhältnis zur Geschichte signalisiert indes die tiefe Spaltung zwischen den kulturellen Hemisphären der einstweiligen Sieger der Geschichte und denjenigen, die sich nicht endgültig als besiegt erklären wollen.« Sabine Kebir die tageszeitung (Rezension zu Hardcover) »Sie ist die größte Gegenwartsautorin des Maghreb. Jedes neue Buch der Algerierin Assia Djebar ist ein Ereignis.« Christoph Kuhn Tages-Anzeiger (Rezension zu Hardcover) »Auch ihr neues Buch ist eine lohnende Lektüre. Der Kampf der algerischen Frauen ist längst nicht zu Ende, und Djebars Wortgewalt bringt den Leser immer wieder dazu, sich für diesen Kampf zu interessieren. Wie Isma in ›Weit ist mein Gefägnis‹ kann sich Djebar nur schreibend befreien.« Katajun Amirpur Süddeutsche Zeitung 11.11.2011 (Rezension zu Hardcover) »›Weit ist mein Gefängnis‹ – wieder ein ausgreifendes Fresko, auf dem die Lebensläufe Einzelner, die Schicksale von Familien, Stämmen, Völkern hervortreten und wieder verschwinden, als sei die Komplexität der Realität nur in Fragmenten zu haben.« Renate Wiggershaus Saarländischer Rundfunk 11.11.2011 (Rezension zu Hardcover) »Eine Spiegelkonstruktion, in der jede Welt die Tür für die vorhergehende öffnet.« L'événement du Jeudi (Rezension zu Hardcover) »Ihr letzter Roman ist wie eine Polyphonie, der neben einer Reflexion über die Schrift auch den Frauen ihre Stimme wiedergibt.« Le Monde (Rezension zu Hardcover) »Akribisch genau die Gefühle analysierend und atmosphärisch leicht beschreibt sie die Entwicklung der Liebesbeziehung, aber immer vor dem Hintergrund der islamischen Erziehung und der Stellung der Frau in der arabischen Welt.« Rosmarie Busch Vincenzo aktuell 01.03.2001 (Rezension zu Hardcover)
Bibliografie: Weit ist mein Gefängnis
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