Claudia Piñeiro

Ganz die Deine

Roman
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
»Eine Entdeckung: Eine fulminante, toll geplottete, direkt ins Tiefschwarze treffende und dabei sehr unterhaltsame romantische Tragödie.« Ulrich Noller, WDR
Taschenbuch
Broschiert
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UT metro 458
192 Seiten
ISBN 978-3-293-20458-4
€ 9.90 / sFR. 14.90
Unionsverlag
Jede Frau wird unweigerlich irgendwann von ihrem Mann betrogen, davon ist Inés, perfekte Ehefrau und Mutter, überzeugt. Deshalb ist sie auch nicht überrascht, als sie in der Aktentasche ihres Mannes Ernesto ein Zettelchen findet mit einem Herz aus Lippenstift, unterschrieben mit »Ganz die Deine«. Ab jetzt untersteht Ernesto ihrer strengen Kontrolle.
Als sie Ernesto an einem regnerischen Winterabend heimlich folgt, wird sie Zeugin eines heftigen Streits zwischen ihm und einer Frau. Die Frau stürzt, Ernesto versenkt sie im nahegelegenen See: Endlich ist die Geliebte aus dem Weg geräumt. Inés verhilft ihrem Mann zu einem Alibi, denn schließlich verbindet Hass genauso sehr wie Liebe.
Doch der undankbare Ernesto denkt gar nicht daran, seine außerehelichen Aktivitäten aufzugeben. Nun beginnt Inés einen Rachefeldzug, von dem es kein Zurück mehr gibt.

Stimmen

Betrug und Eifersucht – eigentlich eine abgedroschene Ausgangssituation für einen Krimi. Aber was die argentinische Kinderbuch- und Theaterautorin Claudia Piñeiro in ihrem Romandebüt daraus macht, ist grandios. Raffiniert verknüpft sie Humor mit Tragödie, ein düsteres Bild von den Menschen und ihren Familienverhältnissen mit einem leichten, ironischen Ton, den Peter Kultzen makellos ins Deutsche übertragen hat.

Horst Eckert, focus, 25.03.2008  Online einsehen

Ein grandioses Debüt mit bissigem Humor und gesundem Abstand. ›Ganz die Deine‹ ist eine bitterböse Liebesgeschichte, ein raffiniert und stilistisch gekonnt erzählter Kriminalroman, in dem sich Opfer- und Täterrollen fast gänzlich auflösen. Sämtliche Protagonisten sind Getriebene - jeder freilich von einem eigenen Motiv. In diesem Roman sind alle so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht merken, wie schnell sich um sie herum jene Strukturen auflösen, deren Aufrechterhaltung ihnen doch vorderstes Ziel zu sein schien.

Frank Rumpel, Magazin für Literatur, Osnabrück, 29.02.2008

Auf packende Weise deckt Claudia Piñeiro über die Eheproblematik einen Teil der bürgerlichen Scheinwelt auf, in der die Leidtragenden nicht selten die Kinder sind. Ihr bevorzugtes Stilmittel: eine Ironie, die streckenweise sarkastische Züge annimmt. Glückwunsch dem Übersetzer, der die stilistischen Feinheiten adäquat ins Deutsche übertrug.

Ute Evers, Neues Deutschland, Berlin, 11.07.2008

Die Autorin versteht sich auf rasche Dialoge und treffende Charakterisierungen. Man liest ihr Buch gebannt, in einem Zug - und merkt erst hinterher, dass man nicht nur einen raffinierten Krimi verschlungen, sondern zugleich einen klugen Traktat über Freiheit und Treue, Liebe und Ehe gelesen hat.

Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 02.03.2008

Piñeiros Blick auf die unerschöpflichen Fähigkeiten des Menschen, anderen Menschen Böses zu wollen, ist unbestechlich. Zudem unterfüttert sie die Selbstsucht, Heuchelei und Herzlosigkeit ihrer Protagonisten mit einem so boshaften Humor, dass dadurch auch in den Lesern einige der niedersten Instinkte geweckt werden. Denn auch Schadenfreude kann Spaß machen.

Katharina Granzin, die tageszeitung, Berlin, 03.05.2008

Ein ausgesprochenes Lob gebührt ihrem Übersetzer, dem es in seiner Übertragung ins Deutsche gelungen ist, den literarischen Fluss, man möchte fast sagen, den Übermut am Schreiben der Autorin zu bewahren.

Ute Evers, Literatur Nachrichten, Frankfurt am Main, 01.04.2008

Piñeiro führt uns mit angemessener Lakonie durch diesen unerklärten, verdeckten und schmutzigen Krieg, der am Ende allerlei Opfer kennt und bietet mittendrin eine Wendung an, deren Raffinesse verblüfft - ein schöner böser Spaß.

Helge Hopp, Park Avenue, Hamburg, 01.04.2008

Ein extrem glaubwürdiges Psychodrama, eine düstere Version der "Desperate Housewives". Das Vorstadtidlyll wird gnadenlos auseinandergenommen, hinter gepflegten Hecken lauern Abgründe, die Verlogenheit der perfekten Fassade wird offenbar. Einerseits birgt die Geschichte eine Menge Tragik, schließlich steuert alles auf eine Katastrophe zu. Andererseits ist das so clever gemacht, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und so hübsch zusammengefügt, dass es mir großen Spass gemacht hat, genau dabei zuzusehen.

Antje Deistler, WDR 2, 30.03.2008  Online einsehen

Eine Entdeckung: Eine fulminante, toll geplottete, direkt ins Tiefschwarze treffende und dabei sehr unterhaltsame romantische Tragödie. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Kriminalliteratur aus Südamerika im weltweiten Vergleich derzeit ganz oben mitmischt.

Ulrich Noller, WDR, Köln, 02.01.2008  Online einsehen

Ein toller Roman über Liebe und Rache – humorvoll und gefährlich, raffiniert und bitterböse, ein einmaliges Lesevergnügen!

Mirjam Bauer, Radio Euroherz, Hof, 17.04.2008

Über den kriminalistischen Plot hinaus ist dieser vielschichtige Roman eine Geschichte sukzessiven Verlust jeder doch nur vermeintlichen bürgerlichen Normalität.

Der Bund, Bern, 26.04.2008

Wie ein Film läuft dieser erste Roman der Argentinierin Claudia Piñeiro ab. Ihre Erfahrungen als Autorin von Theaterstücken und als Regisseurin beim Fernsehen sind deutlich zu spüren. Es gelingt ihr, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten.

Birgit Koß, Deutschlandradio, Berlin, 12.03.2008

Claudio Piñeiros Roman vereint die Elemente einer turbulenten, so manchen Haken schlagenden Kriminalgeschichte mit den eindringlich-feinsinnigen Beschreibungen eines Familienzerfalls.

Bettina Egbert, Neue Ruhr Zeitung, Essen, 01.03.2008

In diesem tragikomischen, romantischen Kriminalroman sind am Ende alle Verlierer. Wir aber gewinnen - Lesegenuss pur.

Anita Djafari, Literaturnachrichten, Frankfurt am Main, 21.02.2008
 

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Bibliografie

Originaltitel: »Tuya« (Buenos Aires, 2003)
Originalsprache: Spanisch
Erstauflage: 17.07.2009
Auflage: 3