Claudia Piñeiro

Die Donnerstagswitwen

Roman
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
»Ein leichtfüßiges Buch und die schonungslose Analyse eines gesellschaftlichen Mikrokosmos auf dem Weg in die Dekadenz.« José Saramago, Nobelpreisträger
Hardcover
gebunden
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320 Seiten
ISBN 978-3-293-00417-7
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Unionsverlag
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Vor den Stadttoren von Buenos Aires lebt hinter hohen Sicherheitszäunen eine wohlhabende Gemeinschaft.  Unter der Oberfläche jedoch schwelen Konflikte, die auch vor den Siedlungszäunen nicht halt machen: Untreue, Alkoholsucht und Ehezwist.

Zudem bekommt selbst die privilegierte Gated Community die Wirtschaftskrise mit aller Wucht zu spüren. Anstatt die Ärmel hochzukrempeln, gehen drei Familienväter einen eigenwilligen Weg, um ihren Lieben den hohen Lebensstandard zu sichern. Dann werden ihre Leichen am Grund des Swimmingpools gefunden.

Die Donnerstagswitwen ist das Porträt einer Gemeinschaft, die über ihre Verhältnisse lebt und tödliche Geheimnisse zu verbergen hat. Der preisgekrönte Bestseller ist bereits in vierzehn Sprachen erschienen und wurde von Marcelo Piñeyro fürs Kino verfilmt.

Stimmen

Eine kunstvoll arrangierte, intelligent erzählte, manchmal beißend komische Krimigroteske, die der Welt von Wohlstand und Sicherheit den Zerrspiegel vorhält. Global gültige, allerorten lesbare Literatur über die verunsicherte Mittelschicht in Krisenzeiten.

Ulrich Noller, Deutsche Welle online, Bonn, 13.11.2010

Mit einer ziemlich abgeklärten und nicht ganz ironiefreien Lust erzählt ›Die Donnerstagswitwen‹ im dramaturgisch geschickten Kleid eines Krimis von Ehebruch, Alkoholproblemen, Gewalt und Depression, die zwischen gepflegten Blumenrabatten und Kaffeekränzchen fröhliche Urstände feiern.

Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung, Innsbruck, 06.10.2010

Die schonungslose Analyse eines kleinen durch Luxuswohnsiedlungen geschaffenen Universums. Diese Stadtbiografie ist ein Glücksfall, sie beinhaltet ein gruseliges Inventar von Verhaltensregeln: zu Golf, Tennis, der Auswahl des Hundes oder der Schule für die Kinder. Die Donnerstagswitwen ist ein aufrüttelnder Roman und sehr zu empfehlen.

María José Obiol, El País,

Claudia Piñeiro prescht durch die Vordertür in ihre Geschichte hinein, reißt sie fulminant auf, um sie sogleich wieder zu verschließen. Was die Autorin auszeichnet? Sie besitzt die Sprache, um ihren Figuren in den Alltag zu folgen, ihre Wünsche greifbar aufscheinen, aus ihrem Scheitern das Verbrechen wachsen lassen.

Wolfgang Franßen, www.Krimi-Couch.de, Essen, 01.08.2010  Online einsehen

Claudia Piñeiro beobachtet genau, lotet die Abgründe ihrer Protagonisten aus. Durch ihre präzise Sprache und knappen Bilder erzeugt sie die erstickende Atmosphäre der einzelnen Familien so dicht, dass sie sich auf den Leser überträgt und regelrecht eine Gänsehaut entstehen lässt.

Birgit Koß, Deutschlandradio Kultur, Berlin, 02.07.2010

Claudia Piñeiro erzählt diese fesselnde Geschichte um Heuchelei und Dekadenz in den Wohlstandsghettos ihres Landes mit leichter Feder und viel Geschick für Spannungsbogen.

Brigitte Siegmund, buch aktuell, Dortmund, 19.08.2010

Eine stimmige Geschichte mit einer vollkommen bewundernswerten erzählerischen Kraft geschrieben. Solide, glaubwürdig, ein rasiermesserscharfes psychologisches und soziales Porträt nicht nur des heutigen Argentiniens, sondern der ganzen wohlhabenden westlichen Welt.

Rosa Montero, Clarín,

Mithilfe ganz banaler, häuslicher Details baut Piñeiro Spannung auf, durch die Schilderung der wachsenden Verzweiflung in den täglichen Auseinandersetzungen in Geschäfts- und Eheleben. Mord- und Totschlag mögen im Zentrum der Geschichte stehen, aber der hier dargestellte negative Ausblick ist nicht nur Anklage gegen einen Mörder, sondern gegen Argentiniens Klassengesellschaft und die vorsätzliche Blindheit seines Bürgertums im Ganzen.

Times Literary Supplement,

Piñeiro schrieb viele Stücke fürs Theater und schärfte so ihr Sprachgefühl. Die stilistisch geschliffenen Dialoge wirken wahrhaftig und kommen ohne überflüssiges Beiwerk daher. Ein wahrer Lesegenuss, natürlich auch dank der hervorragenden Übersetzung von Peter Kultzen.

Klaus Jetz, ila 338 - Informationsstelle Lateinamerika, Bonn,

Claudia Piñeiro ist eine großartige Erzählerin und hat einen raffinierten und sehr kunstvoll inszenierten Roman vorgelegt, flüssig und stimmig übersetzt von Peter Kultzen, spannungsgeladen bis zur letzten Seite, und mit einem überraschenden Schluss, der zwar offen, aber wohl auch versöhnlich ist und doch noch Hoffnungen zulässt.

Stefan Berkholz, Norddeutscher Rundfunk Kultur, Hamburg, 18.07.2010

Ein wirklich hervorragendes, zeitkritisches, toll geschriebenes, klasse konstruiertes, packendes, tolles Buch.

Ulrich Noller, WDR, Köln, 14.08.2010

Selten ist ein Verbrechen - eine Männerrunde findet sich auf dem Boden eines Pools wieder, mausetot - in solch gekonnter Beiläufigkeit eingeführt worden wie in diesem Roman, der an die Art Raymond Chandlers erinnert, das Leben in L.A. auf die Schippe zu nehmen. Eine lohnende Lektüre.

Detlef Hartlap, Prisma - Wochenmagazin zur Zeitung, Köln, 21.08.2010

In diesem Krimi-Drama wird wunderbar anschaulich, wie schnell ein Wertesystem auseinanderbricht, das lediglich von Geld und Statussymbolen zusammengehalten wird.

www.grazia-magazin.de, Hamburg, 10.08.2010

Die Konstellation erinnert an einen Horror-Film, in dem sich Leute gegen die Zombies verschanzen und sich zunächst in Sicherheit wähnen. Doch die Katastrophe lässt sich nicht aufhalten. Mit Schrecken und zu spät stellen sie fest: Die Zombies, die sind nicht draußen. Die Zombies, das sind wir.

Nicole Rodriguez Cardenas, Hessischer Rundfunk, Frankfurt, 12.08.2010

Argentinien literarisch? Nicht nur, weil das Land offizielles Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist, sollte man Claudia Piñeiros phantastischen Roman lesen.

Ulrich Baron, Der Spiegel online, Hamburg, 28.07.2010

Absurd unurd und bitterböse!

Friederike Albat, Madame, München, 01.10.2010

›Die Donnerstagswitwen‹ zeigt auf teils skurril-witzige, überwiegend aber auf beklemmende Weise das Leben einer Handvoll Figuren in einer geschützten Siedlung.

Thomas Völkner, BiblioTheke Zeitschrift für katholische Bücherei- und Medienarbeit, Bonn, 01.08.2010

Piñeiro ist besonders gewandt bei der Aufdeckung gesellschaftlicher Kräfte, die die argentinische Gesellschaft aushöhlen, und wenn es um die Verletzlichkeit persönlicher Beziehungen geht. Die erstaunliche Wahrheit über den Tod der drei Männer kommt im letzten Kapitel ans Licht. Der Weg dorthin ist schlicht fesselnd.

The Times,

Eine packende Geschichte mit filmischem Rhythmus – und der Kraft eines Magenhiebs.

Eduardo Belgrano Rawson, Clarín,

Piñeiros stimmungsvoller Text baut mit geschickten Wechseln zwischen den Charakteren und der Enthüllung ihrer inneren Zweifel und Ängste stetig die Spannung auf, bis zur Entdeckung der Leichen im Swimmingpool. Die Donnerstagswitwen ist im besten Sinne eine moralische Geschichte, die erkundet, was geschieht, wenn eine Gesellschaft materielle Annehmlichkeiten über soziale Gerechtigkeit und Sicherheit über Moral stellt.

Publishers Weekly,
 

Dokumente

»Der Mörder ist noch unter uns« 
Claudia Piñeiro über Die Donnerstagswitwen
»Mord im Haifischglas« 
Claudia Piñeiro über das Leben in einer Gated Community

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Bibliografie

Originaltitel: Las viudas de los jueves (Buenos Aires, 2005)
Originalsprache: Spanisch
Erstauflage: 28.07.2010
Auflage: 4